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Kettner Edelmetalle
20.07.2026
05:45 Uhr

Öl über 90 Dollar: Wenn im Persischen Golf die Lunte brennt, glüht Gold als sicherer Hafen

Die Weltmärkte zittern wieder einmal – und diesmal ist es keine graue Konjunkturstatistik, sondern das altbekannte Pulverfass am Persischen Golf, das die Nervosität an den Handelsplätzen anheizt. Der Ölpreis der Nordseesorte Brent kletterte am Montag um satte 2,54 Prozent und durchbrach die psychologisch bedeutsame Marke von 90 US-Dollar je Barrel. Die amerikanische Sorte West Texas Intermediate legte um rund 2,29 Prozent auf 84,38 Dollar zu. Der Grund? Die eskalierenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, die den globalen Energiemärkten kalte Schauer über den Rücken jagen.

Neun Nächte Bombardement – und kein Ende in Sicht

Wie das US-Zentralkommando Centcom mitteilte, hätten amerikanische Streitkräfte die neunte Nacht in Folge iranische Ziele beschossen. Man wolle, so hieß es, die militärischen Kapazitäten des Iran, die zur Bedrohung von Handelsschiffen und zivilen Seeleuten in der Straße von Hormus eingesetzt würden, weiter zermürben. Ins Visier genommen worden seien Küstenüberwachungssysteme, Luftabwehr, maritime Einrichtungen sowie Lagerstätten für Raketen und Drohnen.

Der Anlass für diese massive Eskalation: Ein dritter amerikanischer Soldat sei bei den jüngsten Operationen ums Leben gekommen. Nahe dem Ort eines iranischen Angriffs in Jordanien, bei dem zuvor bereits zwei US-Angehörige getötet und ein weiterer als vermisst gemeldet worden seien, hätten Ermittler nicht identifizierte Überreste geborgen. Es ist die Sprache der Gewalt, die in dieser Weltregion seit Jahrzehnten gesprochen wird – und die Konsequenzen tragen am Ende auch der deutsche Autofahrer und der deutsche Sparer.

Die Straße von Hormus – Nadelöhr der Weltwirtschaft

Wer die geopolitische Bedeutung dieser schmalen Meerenge unterschätzt, hat die Mechanik der globalen Energieversorgung nicht verstanden. Durch die Straße von Hormus fließt ein erheblicher Teil des weltweit verschifften Rohöls. Ein einziger Funke genügt, um diese Lebensader zu blockieren – mit Folgen, die weit über die Region hinausreichen.

„Bei diesem Tempo der Erschöpfung werden die Ölvorräte im September knapp, und selbst die USA geraten unter Druck", warnte David Roche von Quantum Strategy. Er rät, weiter auf Brent zu setzen – mit einem Kursziel von 95 bis 105 Dollar je Barrel.

Die Gulf-Exporte schrumpfen, die Lagerbestände dünnen aus, der Markt wird enger. Ein Cocktail, der die Preise nach oben treiben dürfte – und der die ohnehin gebeutelten Verbraucher in Deutschland erneut zur Kasse bitten wird.

Was bedeutet das für den deutschen Bürger?

Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, was ein anhaltend hoher Ölpreis für ein energiehungriges Industrieland wie Deutschland bedeutet. Steigende Spritpreise, teurere Heizkosten, anziehende Produktionskosten – und am Ende der Kette eine Inflation, die sich hartnäckig in die Geldbeutel der Sparer frisst. Während die Berliner Politik weiterhin munter Milliarden-Sondervermögen aus dem Boden stampft und die Klimaneutralität ins Grundgesetz meißelt, offenbart sich einmal mehr die fatale Abhängigkeit unserer Volkswirtschaft von fragilen Lieferketten und krisenanfälligen Weltregionen.

Gold und Silber – der Fels in der geopolitischen Brandung

In Zeiten, in denen Raketen fliegen und Ölmärkte in Aufruhr geraten, zeigt sich der wahre Wert physischer Edelmetalle. Wo Aktienportfolios im Takt der Schlagzeilen zittern und Papierwerte an Wert verlieren, hat Gold seit Jahrtausenden eine Konstante bewiesen: Es bleibt beständig, wenn alles andere ins Wanken gerät. Geopolitische Krisen, wie sie sich derzeit am Golf abspielen, sind das klassische Umfeld, in dem sich ein solider Anteil physischer Edelmetalle im breit gestreuten Vermögen als kluge Absicherung erweist. Wer sein Portfolio krisenfest aufstellen möchte, sollte die stabilisierende Wirkung von physischem Gold und Silber als sinnvolle Beimischung nicht unterschätzen.

Haftungsausschluss: Die in diesem Artikel dargestellten Informationen und Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Es handelt sich ausdrücklich nicht um eine Anlageberatung. Jeder Leser ist selbst dafür verantwortlich, sich ausreichend zu informieren, eigene Recherchen anzustellen und seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich zu treffen. Für etwaige Verluste oder Schäden, die aus Investitionsentscheidungen resultieren, übernehmen wir keine Haftung.

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