
Öffentlich-rechtliche Verschleierung: ZDF und Funk verheimlichen Grünen-Zugehörigkeit von Diskussionsteilnehmer

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht einmal mehr in der Kritik – und diesmal geht es um eine Frage, die eigentlich selbstverständlich sein sollte: Transparenz. Das zum ZDF gehörende Jugendnetzwerk Funk hat auf Instagram für die Sendung „13 Fragen" geworben und dabei einen jungen Mann als vermeintlich neutralen Diskutanten präsentiert. Was die Zuschauer jedoch weder im Werbeposting noch in der Sendung selbst erfuhren: Der 18-jährige Quentin Gärtner ist aktives Mitglied der Grünen Jugend und sitzt im erweiterten Kreisvorstand der Grünen im Rems-Murr-Kreis.
Systematische Intransparenz oder bloßes Versehen?
Die Verschleierung politischer Zugehörigkeiten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist kein Einzelfall, sondern reiht sich nahtlos in ein besorgniserregendes Muster ein. Gärtner wurde lediglich als ehemaliger Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz vorgestellt – eine Funktion, die zweifellos beeindruckend klingt, aber seine parteipolitische Einbindung vollständig ausblendet. Weder im Beitragsbild noch im Begleittext fand sich ein Hinweis auf seine grüne Parteizugehörigkeit.
Besonders pikant wird die Angelegenheit, wenn man bedenkt, dass Gärtner für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk keineswegs ein Unbekannter ist. Er war bereits mehrfach bei „Hart aber fair", „ZDFheute" und „Phoenix" zu Gast. Das Medienunternehmen Table Media kürte ihn sogar zu einem der 100 einflussreichsten Köpfe aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Dass ausgerechnet bei einem derart vernetzten jungen Politiker die Parteizugehörigkeit „vergessen" wird, erscheint mehr als fragwürdig.
Grüne Dominanz in der Diskussionsrunde
Die Zusammensetzung der Sendung vom 14. Januar wirft weitere Fragen auf. Neben Gärtner saß auch Sarah-Lee Heinrich in der Runde – die ehemalige Bundessprecherin der Grünen Jugend, deren politisches Engagement ebenfalls nur am Rande erwähnt wurde. Damit waren zwei von sechs Diskutanten aktive oder ehemalige führende Köpfe der Grünen Jugend. Von einer ausgewogenen Besetzung kann hier wohl kaum die Rede sein.
Die übrigen Teilnehmer äußerten sich besorgt über den „momentanen extremen Rechtsruck", „Queerfeindlichkeit" und die „Klimakatastrophe". Themen wie der industrielle Niedergang Deutschlands, die galoppierende Inflation oder die zunehmende Einschränkung der Meinungsfreiheit? Fehlanzeige. Man könnte fast meinen, die Redaktion habe die Gesprächsthemen sorgfältig so ausgewählt, dass sie perfekt ins grüne Weltbild passen.
Gärtners überraschende Wende zur Wehrpflicht
Inhaltlich überraschte Gärtner mit einer Position, die so gar nicht zum traditionellen Pazifismus seiner Partei passen will. Er sprach sich dezidiert für eine Rückkehr zur Wehrpflicht aus und erklärte, Krieg ohne Waffen zu lösen habe bisher noch nie funktioniert. Eine bemerkenswerte Aussage, wenn man bedenkt, dass die Grünen bis 2022 regelmäßig mit genau dem Gegenteil Wahlkampf machten. „Wir werden Putin nicht mit Büchern abwerfen können", hielt er einem Wehrdienst-Skeptiker entgegen.
Ob der junge Grüne selbst bereits bei der Bundeswehr vorstellig geworden ist, bleibt offen. Es wäre jedenfalls interessant zu erfahren, ob er bereit ist, seinen markigen Worten auch Taten folgen zu lassen – oder ob es sich hier um die typische Diskrepanz zwischen Forderung und eigenem Handeln handelt, die man von gewissen politischen Kreisen nur allzu gut kennt.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und sein Transparenzproblem
Dieser Vorfall ist symptomatisch für ein grundlegendes Problem des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland. Mit über acht Milliarden Euro jährlich aus Zwangsgebühren finanziert, sollte man eigentlich erwarten können, dass Transparenz und Ausgewogenheit oberste Priorität genießen. Stattdessen häufen sich die Fälle, in denen politische Zugehörigkeiten verschwiegen, Gesprächspartner einseitig ausgewählt und kritische Themen systematisch ausgeblendet werden.
Der Bürger, der diese Sender mit seinem hart erarbeiteten Geld finanziert, hat ein Recht darauf zu wissen, wer ihm da eigentlich seine Meinung präsentiert. Dass ein 18-jähriger Grünen-Funktionär als vermeintlich neutraler Vertreter der „Gen Z" verkauft wird, ist nicht nur unredlich – es untergräbt das ohnehin schon ramponierte Vertrauen in die öffentlich-rechtlichen Medien weiter.
Die Frage, die sich viele Deutsche mittlerweile stellen, ist nicht mehr, ob der ÖRR reformiert werden muss, sondern ob er überhaupt noch reformierbar ist. Solange derartige Vorfälle als Einzelfälle abgetan werden und keine echten Konsequenzen nach sich ziehen, wird sich an der strukturellen Schieflage nichts ändern. Der Gebührenzahler bleibt der Dumme – und die politische Einflussnahme auf die vermeintlich unabhängige Berichterstattung geht munter weiter.
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