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Kettner Edelmetalle
14.08.2026
13:29 Uhr
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Nur für Schwarze: Berliner Steuer-Pool sorgt für Eklat

Nur für Schwarze: Berliner Steuer-Pool sorgt für Eklat
Symbolbild: KI-generiert

Sechs Stunden Schwimmen ausschließlich für Menschen aus der „afrikanischen Diaspora“ – geplant war das für Freitag, den 14. August, im „Volksbad“ vor der Berliner Volksbühne. Nach massiver öffentlicher Kritik sagte der Verein „Each One Teach One“ (EOTO) die Veranstaltung am Donnerstag ab. Seither empören sich linke Politiker, Aktivisten und Influencer – nicht über die Hautfarben-Regel, sondern über deren Ende.

300.000 Euro für ein Pop-up-Becken

Das „Volksbad“ steht seit dem 7. August auf dem Platz vor der Volksbühne und soll bis Anfang Oktober bleiben. Medienberichten zufolge kostet das temporäre 25-Meter-Becken das Theater rund 300.000 Euro – etwa 90.000 Euro für den Aufbau, der Rest für Betrieb, Personal, Security, Umkleiden und Toiletten. Der Eintritt ist kostenlos, gebucht wird per Zeitfenster-Ticket.

Schon der Start geriet zur Pointe: Wegen defekter Duschen musste das Prestigeprojekt kurz nach der Eröffnung tagelang schließen. Ein Theater, das ein Freibad baut, während in Berlin Bäder saniert werden müssten – für viele Bürger ist das Kulturpolitik als Selbstbeschäftigung.

Ein Video, eine Lawine

Ins Rollen brachte die Debatte die Berliner CDU-Kommunalpolitikerin Aileen Weibeler. In einem viralen Video kritisierte die Bezirksverordnete aus Pankow, sie dürfe an diesem Freitag nicht ins Becken – wegen ihrer Hautfarbe. Sie habe, so ihre Aussage gegenüber der Berliner Morgenpost, noch kein überzeugendes Argument gehört, wie sechs Stunden Schwimmen für eine bestimmte Hautfarbe Rassismus lösen sollten.

Auch AfD-Chefin Alice Weidel schaltete sich ein und sprach von „Apartheid“. Volksbühnen-Intendant Matthias Lilienthal verteidigte die Reservierungen dagegen mit Verweis auf das Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz: Man wolle benachteiligten Gruppen einen diskriminierungsfreien Rahmen bieten. Diskriminierung sei das nicht.

„Wir werden selbstverständlich weiterhin positive Maßnahmen für strukturell benachteiligte Menschen anbieten“, erklärte der Intendant laut Medienberichten.

Absage – und dann kam der Zorn

EOTO begründete die Absage mit Droh-E-Mails, Gewaltandrohungen und diskriminierenden Kommentaren in sozialen Netzwerken. Die Sicherheit der angemeldeten Kinder und Jugendlichen sei nicht mehr zu garantieren – auch nicht durch Sicherheitskräfte und Polizei. Welche Zuschriften das konkret waren, wurde bislang nicht öffentlich belegt.

Klar ist: Drohungen sind widerlich und gehören auf den Tisch der Staatsanwaltschaft – nicht in eine politische Debatte. Ebenso klar ist aber: Auch Weibeler berichtet von Hass und Beleidigungen in bislang unbekanntem Ausmaß. Davon war in vielen Berichten kaum die Rede.

Eine NDR-Moderatorin nannte EOTO in einem Video einen „tollen Verein“ und machte die CDU-Politikerin für die Absage verantwortlich. Auch das ZDF teilte einen Beitrag, in dem die Absage mit „Rassismus und Hetze“ erklärt wurde – die grundsätzliche Frage nach nach Hautfarbe getrennten Räumen kam dort nicht vor. Aus Sicht unserer Redaktion ein Lehrstück darüber, wie Gebührenmedien Debatten sortieren.

Der wunde Punkt: Wer zahlt, darf fragen

EOTO wurde nach vorliegenden Informationen allein in diesem Jahr mit mindestens 425.000 Euro aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert. Wer öffentliche Mittel erhält, muss öffentliche Kritik aushalten – auch die unbequeme.

Und die Kernfrage bleibt: Kann eine Gesellschaft Diskriminierung überwinden, indem sie den Zugang zu einem steuerfinanzierten Becken nach Hautfarbe staffelt? Viele Bürger beantworten das mit einem klaren Nein.

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