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Kettner Edelmetalle
06.02.2026
20:41 Uhr

Nuklearer Aufholkampf: USA wollen koreanische Expertise für neues Atomkraftwerk

Während China mit atemberaubender Geschwindigkeit seine Energieinfrastruktur ausbaut, scheint Washington endlich aus seinem nuklearen Dornröschenschlaf zu erwachen. Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: 29 Kernkraftwerke befinden sich derzeit im Reich der Mitte im Bau – in den Vereinigten Staaten hingegen: null. Ein Armutszeugnis für die einstige Supermacht, das nun offenbar korrigiert werden soll.

Südkorea als Retter in der Not?

Südkoreanische Nachrichtenagenturen berichten von einem bemerkenswerten Vorstoß der US-Regierung: Im Rahmen laufender Handelsverhandlungen soll Seoul den Bau eines Atomkraftwerks auf amerikanischem Boden übernehmen. Der südkoreanische Industrieminister weilt diese Woche in Washington und trifft sich mit Handelsminister Lutnik sowie Energieminister Wright, um die festgefahrenen Gespräche über ein Handelsabkommen zwischen beiden Ländern voranzubringen.

Die Kooperation zwischen beiden Nationen ist dabei keineswegs neu. Bereits im vergangenen Jahr wurden mehrere Absichtserklärungen unterzeichnet. Korea Hydro & Nuclear Power Co. arbeitet mit verschiedenen Reaktorentwicklern zusammen, während das koreanische Industrieunternehmen Doosan Enerbility gemeinsam mit Fermi America eine Lieferkette für vier AP1000-Reaktoren aufbaut, die auf einem KI-Megacampus in Texas entstehen sollen.

Das Trauma von Georgia

Die Wahl des Reaktortyps dürfte auf den AP1000 fallen – ein Design, das von Westinghouse lizenziert wird. Doch hier liegt auch der Haken: Die einzigen beiden AP1000-Reaktoren, die jemals in den USA gebaut wurden, entstanden in Georgia. Das Ergebnis war ein finanzielles und zeitliches Desaster mit explodierenden Kosten und massiven Verzögerungen.

Die amerikanische Nuklearindustrie ist verzweifelt auf der Suche nach einer Gelegenheit zu beweisen, dass sie aus ihren Fehlern gelernt hat.

Die Einbindung südkoreanischer Bauteams, die außerhalb Chinas als die kompetentesten der Welt gelten, erscheint daher als bestmögliche Strategie. Goldman Sachs sieht in diesem Zusammenhang den kanadischen Uranproduzenten Cameco als vielversprechendste Investition im Nuklearsektor – jeder neue AP1000-Reaktor generiere über einen Zeitraum von zwölf Jahren etwa 225 Millionen Dollar an EBITDA.

Ein überfälliges Signal

Sollte sich die Meldung bestätigen, wäre dies ein längst überfälliges Zeichen dafür, dass die US-Regierung niedrigere Energiepreise für ihre Bürger anstrebt. Während Europa und insbesondere Deutschland ihre Kernkraftwerke ideologiegetrieben abschalten, erkennen andere Nationen die Realität: Ohne zuverlässige Grundlastversorgung durch Kernenergie wird die Energiewende zum teuren Luftschloss.

Die Abhängigkeit von ausländischer Expertise beim Bau kritischer Infrastruktur mag für manchen amerikanischen Patrioten bitter schmecken. Doch angesichts des chinesischen Vorsprungs bleibt Washington kaum eine andere Wahl, als pragmatisch zu handeln. Die Alternative – ein weiteres Jahrzehnt des Stillstands – wäre für die amerikanische Wettbewerbsfähigkeit schlicht nicht tragbar.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Investitionsentscheidungen in Aktien, Rohstoffe oder andere Anlageklassen sollten stets auf eigener gründlicher Recherche basieren. Jeder Anleger trägt die volle Verantwortung für seine Investitionsentscheidungen.

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