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Kettner Edelmetalle
23.02.2026
19:17 Uhr

Novo Nordisk am Boden: Abnehm-Hoffnungsträger Cagrisema scheitert im Direktvergleich

Es war der Moment, auf den Investoren und Analysten monatelang gewartet hatten – und er endete in einem Desaster. Der dänische Pharmagigant Novo Nordisk, einst strahlender Stern am europäischen Börsenhimmel, musste am Montag eine bittere Niederlage eingestehen: Sein Hoffnungsträger Cagrisema, der das Unternehmen im milliardenschweren Markt für Abnehmmedikamente an die Spitze katapultieren sollte, hat in einer entscheidenden Vergleichsstudie gegen den Konkurrenzwirkstoff Tirzepatid des US-Rivalen Eli Lilly den Kürzeren gezogen.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

In der klinischen Studie mit 809 Teilnehmern, die allesamt an Fettleibigkeit und mindestens einer Begleiterkrankung litten, verloren die mit Cagrisema behandelten Probanden nach 84 Wochen durchschnittlich 23 Prozent ihres Körpergewichts. Klingt zunächst beeindruckend – wäre da nicht die Vergleichsgruppe. Denn die mit Tirzepatid behandelten Patienten kamen auf satte 25,5 Prozent Gewichtsverlust. Ein Unterschied von 2,5 Prozentpunkten, der an der Börse einem Erdbeben gleichkam.

Die Aktie von Novo Nordisk stürzte nach Bekanntwerden der Daten um bis zu 16 Prozent ab und notierte zeitweise bei nur noch 251,30 dänischen Kronen – ein Niveau, das man zuletzt im Juni 2021 gesehen hatte. Milliarden an Börsenwert lösten sich binnen Stunden in Luft auf. Europas ehemals wertvollster Konzern entfernt sich damit immer weiter von seinen einstigen Höchstkursen. Eli Lilly hingegen, der Erzrivale aus den USA, durfte sich über ein Kursplus von knapp vier Prozent freuen.

Das „Worst-Case-Szenario" wird Realität

Die Reaktionen aus der Finanzwelt fielen vernichtend aus. Ein Portfoliomanager bei Union Investment bezeichnete die Studienergebnisse als das „Worst-Case-Szenario" für das Unternehmen. Niemand habe damit gerechnet, dass Cagrisema schlechter wirke als Mounjaro – so der Markenname, unter dem Eli Lilly seinen Wirkstoff Tirzepatid vertreibt. Auch Analysten der Schweizer Investmentbank UBS zeigten sich überrascht: Sowohl der Markt als auch das Unternehmen selbst seien davon ausgegangen, dass Cagrisema mindestens gleichwertig sei.

Für Novo Nordisk hätte der Zeitpunkt kaum ungünstiger sein können. Der Konzern, der mit seinem Abnehmmittel Wegovy bereits Milliardenumsätze generiert, braucht dringend neue Produkte, um im zunehmend härter werdenden Wettbewerb bestehen zu können. Cagrisema sollte die nächste Generation der Gewichtsreduktionsmittel darstellen – ein Kombinationspräparat, das die Konkurrenz in den Schatten stellen sollte. Stattdessen steht das Unternehmen nun mit leeren Händen da.

Ein Lehrstück über die Fragilität von Börsenphantasien

Der Fall Novo Nordisk ist einmal mehr ein eindrückliches Beispiel dafür, wie schnell sich an den Aktienmärkten das Blatt wenden kann. Noch vor wenigen Monaten galt der dänische Konzern als unantastbar, getrieben von der schier grenzenlosen Nachfrage nach Abnehmspritzen. Analysten überboten sich gegenseitig mit Kurszielen, und Investoren stürzten sich auf die Aktie wie Goldgräber auf eine neu entdeckte Ader. Doch wer sein Vermögen auf die Versprechen eines einzigen Pharmaunternehmens setzt, der spielt ein gefährliches Spiel.

Die Pharmabranche ist bekannt für ihre extremen Schwankungen. Eine einzige Studie kann über Wohl und Wehe eines Unternehmens entscheiden – und damit über das Ersparte von Millionen Anlegern. Wer hingegen auf physische Edelmetalle wie Gold und Silber setzt, der investiert in Werte, die seit Jahrtausenden Bestand haben und keiner klinischen Studie bedürfen, um ihren Wert unter Beweis zu stellen. In Zeiten, in denen Aktienkurse binnen Stunden um zweistellige Prozentsätze einbrechen können, erscheint die Beimischung von Edelmetallen als stabilisierendes Element in einem breit gestreuten Portfolio sinnvoller denn je.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifel einen qualifizierten Finanzberater.

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