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06.08.2025
06:53 Uhr

Netanjahus riskanter Gaza-Plan: Wenn militärische Vernunft auf politischen Starrsinn trifft

Die Meldungen aus Jerusalem lassen aufhorchen: Israels Premierminister Benjamin Netanjahu plant offenbar die vollständige Besetzung des Gazastreifens – und stößt damit auf erheblichen Widerstand in den eigenen Reihen. Was sich hier abzeichnet, könnte zu einer der folgenreichsten Entscheidungen im ohnehin schon eskalierenden Nahost-Konflikt werden.

Militärische Bedenken gegen politische Ambitionen

Während Netanjahu diese Woche sein Sicherheitskabinett einberufen will, um über die vollständige Einnahme des Küstengebiets zu entscheiden, warnt Israels Militärführung eindringlich vor den Konsequenzen. Die Armee kontrolliert bereits 75 Prozent des Gazastreifens – doch die vollständige Beseitigung aller Hamas-Tunnel und Bunkeranlagen könnte nach Einschätzung der Militärexperten Jahre dauern. Ein endloser Abnutzungskrieg droht, der nicht nur militärische, sondern auch menschliche Ressourcen verschlingen würde.

Besonders brisant: Die noch verbliebenen Geiseln könnten in akute Gefahr geraten, sollten sich israelische Truppen den Orten nähern, an denen sie festgehalten werden. Nach israelischen Schätzungen befinden sich noch etwa 50 Menschen in der Gewalt der Hamas, mindestens 20 davon sollen noch am Leben sein. Ein militärisches Vorgehen ohne Rücksicht auf diese Menschen wäre nicht nur moralisch fragwürdig, sondern könnte auch innenpolitisch verheerende Folgen haben.

Machtkampf zwischen Politik und Militär

Die Spannungen zwischen Netanjahu und seinem Generalstabschef Eyal Zamir haben mittlerweile eine besorgniserregende Dimension erreicht. Bei vergangenen Sitzungen des Sicherheitskabinetts soll es zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen sein. Ein nicht namentlich genannter Beamter aus Netanjahus Umfeld wurde mit den Worten zitiert: „Wenn der Generalstabschef damit nicht einverstanden ist, dann soll er zurücktreten." Diese Aussage offenbart die tiefe Kluft zwischen politischer Führung und militärischer Expertise.

„Die Würfel sind gefallen – wir beabsichtigen, den Gazastreifen vollständig zu besetzen"

Diese markigen Worte aus dem Umfeld des Premierministers mögen entschlossen klingen, doch sie ignorieren die militärische Realität. Zamir, erst im März zum Militärchef ernannt, vertritt offenbar die Position vieler hochrangiger Offiziere, die vor einem langwierigen und verlustreichen Bodenkrieg warnen.

Verhandlungstaktik oder gefährlicher Ernst?

Einige Beobachter spekulieren, Netanjahus Drohung könne Teil einer Verhandlungstaktik sein, um die Hamas wieder an den Verhandlungstisch zu zwingen. Der Premierminister selbst hatte in einer Videobotschaft erklärt: „Ich verstehe genau, was die Hamas will. Sie will keinen Deal." Diese Einschätzung mag zutreffen, doch rechtfertigt sie eine militärische Eskalation, die möglicherweise mehr Probleme schafft als löst?

Die Geschichte lehrt uns, dass militärische Besetzungen selten zu dauerhaftem Frieden führen. Israel selbst hat diese Erfahrung bereits gemacht – der Rückzug aus Gaza 2005 erfolgte nicht zuletzt aus der Erkenntnis, dass eine dauerhafte Besetzung mehr Kosten als Nutzen bringt. Nun scheint Netanjahu bereit, diese Lektion zu ignorieren.

Die Folgen einer Fehlentscheidung

Eine vollständige Besetzung des Gazastreifens würde nicht nur immense militärische Ressourcen binden, sondern auch internationale Kritik hervorrufen. Die humanitäre Situation in Gaza ist bereits jetzt katastrophal – eine vollständige Besetzung würde sie weiter verschärfen. Zudem würde Israel die Verantwortung für über zwei Millionen Palästinenser übernehmen müssen – eine Aufgabe, die selbst bei bestem Willen kaum zu bewältigen wäre.

Netanjahus Beharren auf einer Maximallösung könnte sich als verhängnisvoller Fehler erweisen. Statt auf die Expertise seiner Militärführung zu hören, scheint er von politischen Überlegungen getrieben zu sein. Die Drohung, kritische Stimmen zum Rücktritt zu zwingen, erinnert an autoritäre Muster, die in einer Demokratie keinen Platz haben sollten.

Die kommende Woche wird zeigen, ob in Jerusalem noch Vernunft waltet oder ob politischer Starrsinn über militärische Klugheit triumphiert. Die Entscheidung des Sicherheitskabinetts könnte nicht nur über das Schicksal Gazas, sondern über die Zukunft der gesamten Region entscheiden.

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