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Kettner Edelmetalle
13.08.2026
13:03 Uhr
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Nach Todes-Frage in Belgrad: Medwedew droht deutschem Reporter

Nach Todes-Frage in Belgrad: Medwedew droht deutschem Reporter
Symbolbild: KI-generiert

Eine einzige Frage, gestellt am 8. August 2026 bei einer Pressekonferenz in Belgrad, beschäftigt inzwischen Moskaus politische Spitze. Ein Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wollte von Wolodymyr Selenskyj wissen, wie Europa der Ukraine helfen könne, „mehr russische Soldaten zu töten“. Jetzt hat sich Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew eingeschaltet – mit Worten, die wie eine kaum verhüllte Drohung klingen.

„Irgendwann wird er seinen Teil der Verantwortung tragen“

Bei einer Sitzung des Expertenrats der Kremlpartei Einiges Russland nahm Medwedew nach Angaben russischer Staatsmedien direkt Bezug auf den deutschen Journalisten. Er werde ihm „nichts Böses wünschen, aber auch nichts Gutes“, sagte der heutige Vize-Chef des russischen Sicherheitsrats.

„Irgendwann wird er seinen Teil der Verantwortung tragen.“

Was genau damit gemeint sein soll, ließ Medwedew offen. Wer öffentlich solche Fragen stelle, müsse verstehen, dass es eine Antwort geben werde, fügte er den Berichten zufolge hinzu. Medwedew ist seit Kriegsbeginn für martialische Rhetorik und Atomdrohungen bekannt – seine Sätze bleiben deshalb kalkuliert vieldeutig.

Die FAZ rudert zurück – und kündigt juristische Schritte an

Die Zeitung selbst ging auf Distanz zur Formulierung. Die Frage sei „missverständlich formuliert“ gewesen, das bedaure man; es entspreche nicht der redaktionellen Linie, dass möglichst viele russische Soldaten sterben sollten. Gemeint gewesen sei eine unter Militärexperten geführte Debatte, wie man Moskaus Streitkräfte personell so unter Druck setzen könne, dass der Kreml an den Verhandlungstisch zurückkehrt.

Gleichzeitig verwies die Redaktion auf die Pressefreiheit: Zu einer Pressekonferenz gehöre das Recht, Fragen zu stellen. Die Drohungen und Diffamierungen gegen den Korrespondenten nannte sie „inakzeptabel“ und kündigte an, juristisch gegen Bedrohungen ihrer Mitarbeiter vorzugehen.

Moskau macht daraus eine Abrechnung mit Deutschland

Zuvor hatte bereits Außenamtssprecherin Maria Sacharowa dem Journalisten vorgeworfen, zur Entmenschlichung von Russen beizutragen. Die russische Botschaft in Berlin sprach auf Telegram von „menschenverachtender Rhetorik“, bezeichnete die FAZ-Erklärung als „erzwungene Ausrede“ und will rechtliche Schritte prüfen. Die Botschaft in Washington ging noch weiter und unterstellte der deutschen Führung Träume von einem „Vierten Reich“ – Propaganda-Vokabular, das dem Kreml seit Jahren als Universalwaffe dient.

Zwei unbequeme Wahrheiten

Beides lässt sich nebeneinander sagen: Drohungen aus Moskau gegen einen Journalisten sind ein Angriff auf die Pressefreiheit – und sie sind es umso mehr, wenn sie von einem hohen Amtsträger kommen. Zugleich zeigt der Vorgang, wie sehr sich Teile des deutschen Debattenklimas an eine Sprache gewöhnt haben, in der Menschenleben zur Zählgröße werden.

Aus Sicht unserer Redaktion ist genau das der eigentliche Alarmsignal-Moment: Wer über Krieg spricht, als wäre er ein Kennzahlen-Problem, liefert dem Gegner die Bilder frei Haus. Und er verliert jene Bürger, die vor allem eines wollen – dass dieser Krieg endet, statt immer neue Eskalationsstufen zu erklimmen.

Für Anleger bleibt die nüchterne Erkenntnis: Geopolitische Spannungen dieser Art sind seit jeher ein Treiber für die Nachfrage nach physischen Edelmetallen, die als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen dienen können.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst informieren.

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