
Mutmaßlicher Vergewaltiger nach fast drei Jahren Flucht in Portugal gefasst

Die internationale Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden hat erneut Früchte getragen: Ein 43-jähriger Mann, der von der deutschen Justiz wegen schwerer Straftaten gesucht wurde, konnte am Dienstag im Großraum Porto festgenommen werden. Der Fall wirft einmal mehr ein Schlaglicht auf die erschreckende Realität häuslicher Gewalt – und auf die Frage, wie lange Täter unbehelligt durch Europa reisen können.
Brutale Taten im Frühjahr 2023
Die Vorwürfe, die gegen den Festgenommenen erhoben werden, sind erschütternd. Laut Mitteilung der portugiesischen Kriminalpolizei „Polícia Judiciária" soll sich der Mann im Frühjahr 2023 in der Region München schwerer Verbrechen schuldig gemacht haben. Das mutmaßliche Opfer: seine damalige Partnerin. Der Beschuldigte soll die Frau nicht nur einmalig, sondern mehrfach körperlich und psychisch misshandelt haben. Den traurigen Höhepunkt dieser Gewaltspirale bildete offenbar eine Vergewaltigung.
Dass der Mann nach den Taten offensichtlich untertauchen konnte und sich fast drei Jahre lang der deutschen Justiz entzog, dürfte bei vielen Bürgern für Kopfschütteln sorgen. Wie kann es sein, dass ein mutmaßlicher Schwerverbrecher so lange frei herumlaufen kann? Die Antwort liegt wohl in den nach wie vor bestehenden Lücken bei der grenzüberschreitenden Fahndung – trotz Schengen-Raum und europäischer Haftbefehle.
Bis zu 15 Jahre Haft drohen
Die portugiesischen Behörden betonten, dass dem Festgenommenen in Deutschland eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren droht. Eine Strafe, die angesichts der Schwere der Vorwürfe durchaus angemessen erscheint. Die Nationalität des Mannes wurde interessanterweise nicht bekanntgegeben – ein Detail, das in der heutigen Zeit der politischen Korrektheit kaum noch überrascht, aber dennoch Fragen aufwirft.
Die Festnahme erfolgte nach „längeren Ermittlungen und Überwachungen", wie es in der offiziellen Mitteilung heißt. Man darf also davon ausgehen, dass die Behörden den Aufenthaltsort des Verdächtigen bereits seit einiger Zeit kannten, bevor sie zuschlugen. Ein Vorgehen, das zwar professionell klingt, aber auch die Frage aufwirft, warum nicht früher gehandelt wurde.
Ein Symptom eines größeren Problems
Dieser Fall ist leider kein Einzelfall. Die Kriminalitätsstatistiken in Deutschland zeigen seit Jahren einen besorgniserregenden Trend nach oben. Gewalt gegen Frauen, häusliche Gewalt und Sexualdelikte nehmen zu – und allzu oft gelingt es den Tätern, sich der Strafverfolgung zu entziehen. Die Gründe dafür sind vielfältig: überlastete Gerichte, unterbesetzte Polizeibehörden und eine Justiz, die manchmal den Eindruck erweckt, mehr mit Bagatelldelikten beschäftigt zu sein als mit der Verfolgung schwerer Straftaten.
Dass es nun gelungen ist, diesen mutmaßlichen Täter zu fassen, ist ein kleiner Lichtblick. Doch es bleibt die bittere Erkenntnis: Fast drei Jahre lang konnte ein Mann, dem Vergewaltigung und schwere Körperverletzung vorgeworfen werden, frei in Europa leben. Das ist ein Zustand, den wir als Gesellschaft nicht länger hinnehmen sollten.
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