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02.02.2026
07:33 Uhr

Musks Griff nach den Sternen: Eine Million Satelliten sollen KI-Rechenzentren ins All befördern

Musks Griff nach den Sternen: Eine Million Satelliten sollen KI-Rechenzentren ins All befördern

Während Deutschland sich mit maroden Stromnetzen, explodierenden Energiepreisen und einer Infrastruktur herumschlägt, die stellenweise an die Nachkriegszeit erinnert, denkt Elon Musk bereits in ganz anderen Dimensionen. Der Multimilliardär und enge Vertraute von US-Präsident Donald Trump plant nichts Geringeres als die Verlagerung gigantischer Rechenkapazitäten in den Erdorbit. Eine Million Satelliten sollen es werden – eine Zahl, die selbst hartgesottene Raumfahrtenthusiasten schlucken lässt.

SpaceX reicht Antrag für orbitales Rechenzentrum ein

Das US-amerikanische Raumfahrtunternehmen SpaceX hat Ende Januar bei der amerikanischen Kommunikationsbehörde FCC einen Antrag auf Start- und Betriebsgenehmigung eingereicht. Das Projekt trägt den klangvollen Namen „SpaceX Orbital Data Center System" – zu Deutsch: Orbitales Rechenzentrumssystem. Die Satelliten sollen in niedrigen Erdorbits zwischen mehreren hundert und rund 2.000 Kilometern Höhe positioniert werden.

Was zunächst wie Science-Fiction klingt, hat einen durchaus pragmatischen Hintergrund. Der weltweite Energiehunger von Rechenzentren wächst exponentiell, angetrieben durch den KI-Boom. SpaceX prognostiziert, dass sich der Stromverbrauch dieser Anlagen bis 2035 mehr als verdoppeln könnte – auf bis zu 1.700 Terawattstunden. Das entspräche etwa vier Prozent des gesamten weltweiten Stromverbrauchs.

Die Kardaschow-Vision: Vom Planeten zur Sonne

Musk wäre nicht Musk, wenn er sein Vorhaben nicht in einen größeren, geradezu kosmischen Kontext stellen würde. Im Antrag bezeichnet SpaceX das Projekt als „ersten Schritt auf dem Weg zu einer Zivilisation der Kardaschow-Stufe II". Diese vom sowjetischen Astrophysiker Nikolai Kardaschow entwickelte Skala klassifiziert Zivilisationen nach ihrer Fähigkeit, Energie zu nutzen. Typ I beherrscht die Energie eines Planeten, Typ II die eines Sterns, Typ III die einer ganzen Galaxie. Die Menschheit kratzt derzeit noch nicht einmal an Typ I.

„KI-gesteuerte Anwendungen für Milliarden von Menschen" sollen die Satelliten bereitstellen – ein Beitrag zur „multiplanetaren Zukunft der Menschheit unter den Sternen".

Technische Raffinessen im Orbit

Die technischen Details des Projekts offenbaren durchdachte Lösungen für die Herausforderungen des Weltraums. Die Satelliten sollen in sogenannten sonnensynchronen Orbits kreisen, die eine nahezu konstante Sonneneinstrahlung gewährleisten. Herkömmliche äquatoriale Umlaufbahnen wären ungeeignet, da die Satelliten dort etwa die Hälfte der Zeit im Erdschatten verbringen würden.

Die Datenübertragung zur Erde soll über ein hochmodernes Laser-Netzwerk erfolgen, das Bandbreiten im Petabit-Bereich ermöglicht. Ein Petabit entspricht 1.000 Terabit – Datenmengen, die selbst modernste terrestrische Infrastrukturen an ihre Grenzen bringen würden.

Kühlung durch das Vakuum des Alls

Ein besonders eleganter Aspekt des Konzepts betrifft die Kühlung. Irdische Rechenzentren verschlingen enorme Mengen an Energie und Wasser, um die Prozessoren vor Überhitzung zu schützen. Im Weltraum hingegen ermöglicht die sogenannte Strahlungskühlung eine passive Wärmeableitung ins Vakuum. Keine Klimaanlagen, keine Kühlwassersysteme – die Kälte des Alls erledigt die Arbeit kostenlos.

Weltraumschrott: Das Damoklesschwert über dem Orbit

Kritiker warnen seit Jahren vor der zunehmenden Vermüllung des Erdorbits. Mit bereits über 10.000 Starlink-Satelliten hat Musk maßgeblich zur Verdichtung des erdnahen Weltraums beigetragen. Eine Million zusätzliche Satelliten würden das Kollisionsrisiko dramatisch erhöhen. Zusammenstöße könnten Trümmerwolken erzeugen, die in einer Kettenreaktion weitere Kollisionen auslösen – das gefürchtete Kessler-Syndrom.

SpaceX versichert, entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Die Satelliten sollen mit agilen elektrischen Antriebssystemen für Ausweichmanöver ausgestattet werden. Ausgediente Exemplare würden kontrolliert in der Atmosphäre verglühen oder in sichere Entsorgungsbahnen gebracht.

Ein Weckruf für Europa?

Während amerikanische Unternehmer die Grenzen des Machbaren verschieben, diskutiert man hierzulande über Tempolimits und Lastenfahrrad-Subventionen. Die technologische Kluft zwischen den USA und Europa wächst mit jedem derartigen Projekt. Musks Vision mag größenwahnsinnig erscheinen, doch sie demonstriert eindrucksvoll, wozu privatwirtschaftliche Initiative fähig ist, wenn sie nicht durch bürokratische Fesseln erdrosselt wird.

Die Frage ist nicht mehr, ob solche Projekte realisiert werden, sondern wer sie realisiert. Und Deutschland steht dabei einmal mehr am Spielfeldrand.

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