
Millionen-Belohnung für Stromnetz-Saboteure: Dobrindt setzt auf Verrat aus der linksextremen Szene

Die Jagd auf die Täter des verheerenden Anschlags auf das Berliner Stromnetz nimmt Fahrt auf. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) verkündet nun, dass die vom Bund ausgelobte Belohnung von einer Million Euro offenbar Wirkung zeigt. Seit der öffentlichen Bekanntgabe sei eine Vielzahl von Hinweisen beim Bundeskriminalamt eingegangen, wie der Minister gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland erklärte.
Das BKA ermittelt auf Hochtouren
Ob sich unter den eingegangenen Hinweisen bereits die entscheidende Spur befindet, vermag Dobrindt zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu sagen. Die Ermittler des BKA arbeiten sich derzeit durch das Material. Der Minister stellte jedoch unmissverständlich klar: Die Belohnung fließt ausschließlich für valide Informationen, die tatsächlich zur Ergreifung des oder der Täter führen. Bloße Vermutungen oder haltlose Anschuldigungen werden nicht honoriert.
Kalkül mit der Uneinigkeit der Linksextremisten
Besonders aufschlussreich ist Dobrindts Einschätzung zur potenziellen Herkunft der Hinweise. Der CSU-Politiker setzt offenkundig auf Zerwürfnisse innerhalb der linksextremistischen Szene selbst. Er vermutet, dass dort durchaus unterschiedliche Meinungen über den vermeintlichen "Erfolg" des Anschlags kursieren – schließlich mussten tausende Berliner Bürger tagelang bei Minusgraden ohne Strom und Heizung ausharren.
"Darum kann ich mir gut vorstellen, dass aus dieser Szene Hinweise auf die Täter kommen könnten."
Diese Strategie erscheint durchaus clever: Wer selbst in extremistischen Kreisen verkehrt, aber die menschenverachtenden Konsequenzen des Anschlags nicht mittragen will, könnte durch die hohe Summe zum Reden gebracht werden.
Zeitdruck als bewusstes Druckmittel
Die Befristung der Belohnung bis zum 24. Februar ist kein Zufall, sondern kalkuliertes Vorgehen. Dobrindt begründet dies damit, dass potenzielle Mitwisser keine zwölf Monate Zeit bekommen sollen, um zu überlegen, auf welcher Seite sie stehen wollen. Die Frist soll als Anreiz dienen, zeitnah die notwendigen Informationen zu liefern.
Der Anschlag auf kritische Infrastruktur wie das Stromnetz offenbart einmal mehr die Bedrohung durch linksextremistische Gewalt in Deutschland. Während die öffentliche Debatte sich häufig auf rechtsextreme Gefahren konzentriert, zeigt dieser Fall, dass auch von der anderen Seite des politischen Spektrums massive Angriffe auf die Gesellschaft ausgehen. Es bleibt zu hoffen, dass die Ermittlungen erfolgreich sind und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden – nicht zuletzt als Signal, dass derartige Anschläge auf die Lebensgrundlagen unbescholtener Bürger nicht ungestraft bleiben.

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











