
Milliarden auf Pump: IWF schiebt der Ukraine erneut einen Kredit-Koloss zu
Während deutsche Bürger unter steigenden Lebenshaltungskosten ächzen und die neue Bundesregierung ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen – man könnte auch ehrlich „Schuldenpaket" sagen – auf den Weg gebracht hat, öffnet der Internationale Währungsfonds erneut die Geldschleusen für Kiew. Satte 8,1 Milliarden US-Dollar, umgerechnet rund 6,8 Milliarden Euro, hat das Exekutivdirektorium des IWF am Donnerstag als neues Kreditprogramm für die Ukraine genehmigt. Davon sollen 1,5 Milliarden Dollar sofort fließen – damit der Staatsbetrieb im mittlerweile fünften Kriegsjahr nicht kollabiert.
Ein altes Programm geht, ein neues kommt
Das frische Darlehen mit einer Laufzeit von vier Jahren ersetzt ein bereits 2023 vereinbartes Programm über 15,5 Milliarden Dollar. Doch damit nicht genug: Der neue IWF-Kredit soll als Anker eines internationalen Hilfspakets dienen, dessen Gesamtvolumen sich auf schwindelerregende 136,5 Milliarden Dollar beläuft. Teil dieses Pakets sei auch ein EU-Kredit von 90 Milliarden Euro, der allerdings derzeit von Ungarn blockiert werde. Budapest – einmal mehr der unbequeme Quertreiber in Brüssel – weigere sich offenbar, diesen Finanzierungsbaustein durchzuwinken. Man mag von Viktor Orbáns Politik halten, was man will, doch die Frage, ob es klug ist, immer neue Milliarden in ein Land zu pumpen, dessen wirtschaftliche Zukunft derart ungewiss ist, darf durchaus gestellt werden.
Kiews Jubel, Europas Rechnung
Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko zeigte sich erwartungsgemäß erfreut und betonte auf Telegram, dass angesichts der anhaltenden Angriffe auf den ukrainischen Energiesektor eine „garantierte internationale Finanzunterstützung" unverzichtbar sei. IWF-Direktorin Kristalina Georgieva, die im Januar persönlich nach Kiew gereist war, würdigte die „Widerstandsfähigkeit" des Landes. Der Kredit solle das Zahlungsbilanzproblem lösen, die mittelfristige wirtschaftliche Tragfähigkeit wiederherstellen und – man höre und staune – den Weg für einen EU-Beitritt der Ukraine ebnen.
Hier darf man kurz innehalten. Ein Land, das eine geschätzte Finanzierungslücke von 52 Milliarden Dollar allein für das Jahr 2026 aufweist, soll perspektivisch der Europäischen Union beitreten? Einem Staatenverbund, der selbst mit massiven wirtschaftlichen Herausforderungen kämpft? Die Wiederaufbaukosten beziffert die Weltbank inzwischen auf 588 Milliarden Dollar – eine Summe, die jede Vorstellungskraft sprengt.
Wirtschaftliche Lage bleibt prekär
Die nackten Zahlen sprechen eine ernüchternde Sprache. Der IWF prognostiziert für 2026 ein Wirtschaftswachstum von lediglich 1,8 bis 2,5 Prozent. Die Inflation, die 2025 noch bei 12,7 Prozent gelegen haben dürfte, soll sich zwar auf geschätzte 6,1 Prozent halbieren – doch auch das ist ein Wert, der in westlichen Volkswirtschaften als alarmierend gelten würde. Die gigantische Finanzierungslücke soll durch EU-Mittel, G7-Gelder, bilaterale Hilfen und eben den neuen IWF-Kredit geschlossen werden. Deutschland gehört dabei – wenig überraschend – zu jener Gruppe von Staaten, die den bevorzugten Gläubigerstatus des IWF bekräftigt und ausreichende finanzielle Unterstützung zugesagt haben.
Reformversprechen mit Fragezeichen
Als Gegenleistung für die Milliarden verpflichtet sich Kiew zu Strukturreformen: Korruptionsbekämpfung, Eindämmung von Steuervermeidung, Reform der Energiemärkte und Stärkung der Finanzmarktinfrastruktur. Klingt ambitioniert. Doch der IWF selbst räumte ein, dass die Fortschritte unter dem bisherigen Programm „gemischt" ausgefallen seien. Zwei Reformziele zum Jahresende 2025 wurden schlicht verfehlt. Vierteljährliche Überprüfungen – neun insgesamt in den kommenden vier Jahren – sollen nun sicherstellen, dass die Gelder nicht im Nichts versickern.
Der IWF bezeichnete die Risiken des Programms in einer bemerkenswert offenen Formulierung als „außergewöhnlich hoch". Selten hat eine internationale Institution ihre eigene Unsicherheit derart unverblümt zum Ausdruck gebracht. Sollte es zu erfolgreichen Friedensverhandlungen kommen, werde das Programm „umgehend angepasst", versicherte Georgieva. Doch wann und ob ein solcher Frieden kommt, steht in den Sternen.
Wer zahlt am Ende die Zeche?
Die entscheidende Frage, die sich der deutsche Steuerzahler stellen muss, lautet: Wer haftet, wenn die Ukraine ihre Verpflichtungen gegenüber dem IWF nicht bedienen kann? Die Antwort ist so simpel wie beunruhigend – es sind die Mitgliedsstaaten des Fonds, allen voran die großen Nettozahler wie Deutschland. In einer Zeit, in der die neue Große Koalition unter Friedrich Merz ohnehin historische Schuldenpakete schnürt und die Inflation den Wohlstand der Mittelschicht schleichend auffrisst, mutet es geradezu grotesk an, dass Berlin weitere Milliardenverpflichtungen eingeht, deren Rückzahlung alles andere als gesichert ist.
Wer in solch unsicheren Zeiten sein Vermögen schützen möchte, tut gut daran, auf bewährte Werte zu setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Anker in Krisenzeiten bewährt – unabhängig davon, welche Kreditprogramme internationale Institutionen gerade auflegen oder welche Schuldenberge Regierungen vor sich hertürmen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wertvollen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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