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Kettner Edelmetalle
20.01.2026
16:35 Uhr

Mietexplosion in Deutschland: Wenn Wohnen zum Luxusgut wird

Mietexplosion in Deutschland: Wenn Wohnen zum Luxusgut wird

Die Zahlen sprechen eine erschreckend deutliche Sprache: Während die allgemeine Inflation bei etwa 2,2 Prozent verharrt, schießen die Mieten in deutschen Städten mit 4,5 Prozent regelrecht durch die Decke. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft hat diese beunruhigenden Daten am Montag veröffentlicht – und sie offenbaren ein Versagen der Wohnungspolitik, das seinesgleichen sucht.

Der Traum vom bezahlbaren Wohnen zerplatzt

Was bedeutet es konkret, wenn die Mieten doppelt so schnell steigen wie die Verbraucherpreise? Es bedeutet, dass immer mehr Deutsche einen immer größeren Teil ihres hart erarbeiteten Einkommens für das bloße Dach über dem Kopf aufwenden müssen. Inflationsbereinigt kletterten die Angebotsmieten um 2,3 Prozent – ein Wert, der für viele Haushalte den Unterschied zwischen einem würdevollen Leben und dem finanziellen Abgrund markiert.

Jonas Zdrzalek, Immobilienexperte des IfW, bringt die Misere auf den Punkt: Das klassische Angebot schrumpft, die Preise explodieren, und die Vermieter verschärfen die Konditionen durch befristete Verträge und möblierte Angebote zusätzlich. Ein perfekter Sturm für Wohnungssuchende.

München: Spitzenreiter beim Preiswahnsinn

In der bayerischen Landeshauptstadt müssen Mieter mittlerweile durchschnittlich 23,35 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete berappen. Frankfurt folgt mit 17,36 Euro auf dem zweiten Platz. Selbst Leipzig, die günstigste unter den acht größten deutschen Städten, verlangt bereits 10,22 Euro – ein Betrag, der vor wenigen Jahren noch als überteuert gegolten hätte.

Besonders dramatisch entwickelten sich die Mieten in Köln mit einem Quartalsanstieg von 3,4 Prozent und München mit 1,9 Prozent. Einzig Düsseldorf verzeichnete einen marginalen Rückgang von 0,1 Prozent – ein Tropfen auf den heißen Stein.

Fünf Jahre, 42 Prozent Steigerung

Der Immobilienspezialist Jones Lang LaSalle liefert die langfristige Perspektive, die jeden Wohnungssuchenden erschaudern lässt: Innerhalb von nur fünf Jahren sind die Mieten in den Metropolen um mehr als 42 Prozent gestiegen. Eine Entwicklung, die selbst gut verdienende Fachkräfte an ihre Grenzen bringt.

Das Angebot schwindet, die Tricks nehmen zu

Während die Preise in schwindelerregende Höhen klettern, sinkt das verfügbare Angebot dramatisch. Die Zahl der Wohnungsinserate nahm Ende 2025 um mehr als zehn Prozent ab. Im Vergleich zu 2015 liegt das Angebot sogar 20 Prozent niedriger. Gleichzeitig erreichte der Anteil befristeter Verträge und möblierter Wohnungen ein Rekordhoch: Bundesweit entfallen bereits mehr als 17 Prozent aller Inserate auf dieses Segment.

In den Großstädten ist die Lage noch prekärer – fast jedes vierte Angebot fällt in diese Kategorie, in München sogar jedes dritte. Was harmlos klingt, ist in Wahrheit ein systematisches Aushebeln des Mieterschutzes.

„Befristete und möblierte Wohnungen sind häufig nichts anderes als ein Instrument zur Umgehung des Mieterschutzes. Hier werden überhöhte Preise verlangt und der Kündigungsschutz ausgehebelt."

Diese Worte von Melanie Weber-Moritz, Präsidentin des Deutschen Mieterbundes, treffen den Nagel auf den Kopf.

Gesellschaftlicher Sprengstoff

Die Konsequenzen dieser Entwicklung sind verheerend. Geringverdiener, Auszubildende, Studenten, Senioren und Familien werden systematisch aus den Städten verdrängt. Fachkräfte aus dem In- und Ausland scheuen den Umzug in deutsche Metropolen. Der Mieterbund warnt eindringlich: Diese Entwicklung gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Und was tut die Politik? Bundesbauministerin Verena Hubertz von der SPD kündigte im vergangenen Jahr vollmundig an, Indexmieten und möblierte Wohnungen stärker regulieren zu wollen. Passiert ist bisher wenig bis nichts. Die Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur angekündigt, doch ob davon nennenswerte Summen in den sozialen Wohnungsbau fließen werden, bleibt fraglich.

Ein Versagen mit Ansage

Die Wohnungskrise ist kein Naturereignis, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger politischer Fehlentscheidungen. Der Rückzug des Staates aus dem sozialen Wohnungsbau, überbordende Bauvorschriften, endlose Genehmigungsverfahren und eine verfehlte Migrationspolitik, die den Druck auf den Wohnungsmarkt zusätzlich erhöht – all diese Faktoren haben zur aktuellen Misere beigetragen.

Für viele Deutsche wird das eigene Zuhause zunehmend zum unerreichbaren Traum. In einer Zeit, in der traditionelle Werte wie Familie und ein sicheres Heim eigentlich gestärkt werden sollten, macht die Politik genau das Gegenteil möglich. Die Rechnung dafür zahlen die Bürger – Monat für Monat, mit jeder Mietüberweisung.

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