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Kettner Edelmetalle
20.03.2026
17:57 Uhr

Merz verspricht Nahost-Sicherheit – und vergisst die Probleme im eigenen Land

Es ist ein Schauspiel, das mittlerweile zur Routine geworden ist: Bundeskanzler Friedrich Merz betritt die internationale Bühne, verteilt großzügig Versprechen wie ein Jahrmarktshändler seine Lose – und lässt die drängenden Probleme der eigenen Bevölkerung links liegen. Beim EU-Gipfel in Brüssel bekräftigte der Kanzler nun die Bereitschaft Deutschlands, nach dem Iran-Krieg zur Sicherheit im Nahen Osten beizutragen. Berlin könne „viel tun", so Merz, bis hin zur Öffnung und Freihaltung der Seewege.

Große Worte, kleine Taten

Klingt gewaltig. Klingt nach Weltmacht. Klingt nach einem Deutschland, das auf der internationalen Bühne den Ton angibt. Doch wer genauer hinhört, dem wird schnell klar: Hinter der imposanten Fassade verbirgt sich nichts als heiße Luft. Denn kaum hatte Merz seinen großen Auftritt absolviert, ruderte er auch schon zurück. Deutschland könne „nur dann" helfen, wenn die Kampfhandlungen beendet seien, räumte er kleinlaut ein. Zudem sei ein internationales Mandat erforderlich, „das wir gegenwärtig nicht haben". Es stünden noch „viele Schritte" bevor, bevor man überhaupt über ein solches Engagement nachdenken könne.

Man reibt sich verwundert die Augen. Erst die vollmundige Ankündigung, dann der sofortige Rückzieher. Erst nachdenken, dann reden – an dieser simplen Reihenfolge scheint der deutsche Regierungschef noch arbeiten zu müssen.

Der marode Bundeshaushalt als unbequeme Wahrheit

Die eigentlich entscheidende Frage aber lautet: Weiß der Kanzler überhaupt, was seine Versprechen kosten würden? Ein Blick auf den Zustand der Bundeswehr genügt, um die Absurdität dieser Ankündigungen zu begreifen. Man erinnere sich nur an die Fregatte „Hessen", die im vergangenen Jahr auszog, das Rote Meer zu sichern – und nach einer Woche mit leeren Munitionskammern wieder abziehen musste. Beinahe hätte sie dabei noch eine amerikanische Drohne abgeschossen. Ein Treppenwitz der Militärgeschichte.

Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur, das die neue Große Koalition auf den Weg gebracht hat, belastet kommende Generationen bereits jetzt mit einer erdrückenden Schuldenlast. Die Zinsen werden über Steuern und Abgaben finanziert werden müssen – und das in einem Land, dessen Wirtschaft ohnehin unter massivem Druck steht. Trumps 20-Prozent-Zölle auf EU-Importe verschärfen die Lage zusätzlich. Und in dieser Situation verspricht Merz, im Nahen Osten für Ordnung zu sorgen?

Innenpolitische Baustellen türmen sich

Während der Kanzler auf dem internationalen Parkett glänzen möchte, stapeln sich die Probleme im eigenen Land bis zur Decke. Die Kriminalität hat Rekordniveau erreicht, Messerangriffe gehören in deutschen Großstädten mittlerweile zum traurigen Alltag, die Infrastruktur bröckelt, die Industrie wandert ab, und die Energiekosten treiben mittelständische Betriebe in den Ruin. Doch statt sich diesen existenziellen Herausforderungen zu stellen, zieht es Friedrich Merz vor, auf EU-Gipfeln den Weltenlenker zu mimen.

Es drängt sich der Verdacht auf, dass der Kanzler die internationale Bühne vor allem deshalb so liebt, weil ihm dort niemand unbequeme Fragen zu gebrochenen Wahlversprechen stellt. Hatte Merz nicht versprochen, keine neuen Schulden zu machen? Hatte er nicht eine Wende in der Migrationspolitik angekündigt? Hatte er nicht eine Stärkung der deutschen Wirtschaft in Aussicht gestellt? Von alledem ist bislang wenig zu sehen.

BlackRock-Vergangenheit wirft Fragen auf

Kritiker fragen sich zunehmend, welche Interessen der ehemalige BlackRock-Aufsichtsrat tatsächlich verfolgt. Geht es ihm wirklich um die Sicherheit im Nahen Osten – oder wittern hier Investoren bereits lukrative Wiederaufbaugeschäfte? Die Parallelen zur Ukraine, wo westliche Konzerne längst Ländereien und Industrieanlagen aufgekauft haben, sind jedenfalls frappierend.

Die interessante Frage ist, was schneller endet: der Krieg im Iran oder die Amtszeit eines Kanzlers, der sein eigenes Volk mit leeren Versprechungen abspeist.

Deutschland war einst ein Land, das für Verlässlichkeit und Besonnenheit stand. Ein Land, das seine Versprechen hielt und seine Bürger nicht im Stich ließ. Davon ist unter der Regierung Merz wenig übrig geblieben. Stattdessen erleben wir einen Kanzler, der das große Rad dreht, während zu Hause die Achsen brechen. Die Bürger dieses Landes haben etwas Besseres verdient als einen Regierungschef, der lieber in Brüssel Seewege verspricht, als in Berlin die maroden Brücken zu reparieren.

In Zeiten solch fundamentaler politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit erscheint es umso wichtiger, das eigene Vermögen auf ein solides Fundament zu stellen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade dann, wenn Regierungen mit Schulden um sich werfen und die Kaufkraft des Geldes schleichend erodiert. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wertvollen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

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