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20.02.2026
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Merz und die „Barbarei": Wenn der Kanzler diplomatisches Porzellan zerschlägt

Es gibt Momente in der Politik, da fragt man sich unwillkürlich, ob im Kanzleramt noch jemand die Reden gegenliest, bevor sie das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Friedrich Merz hat einen solchen Moment geschaffen – und zwar keinen kleinen. Der Bundeskanzler bezeichnete Russland jüngst als Land, das sich „in einem Zustand der tiefsten Barbarei" befinde. Drei Worte, die es in sich haben. Drei Worte, die diplomatische Brücken nicht nur belasten, sondern regelrecht in die Luft sprengen.

Ein Kanzler, der vom Stammtisch regiert

Man muss Friedrich Merz eines zugestehen: Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Olaf Scholz, dessen Aussagen man stets wie ein Orakel von Delphi deuten musste, weiß man bei Merz immer genau, woran man ist. Er trägt das Herz auf der Zunge, haut raus, was ihm gerade durch den Kopf schießt. Am Stammtisch wäre das eine sympathische Eigenschaft. Für einen Bundeskanzler, der im Namen von 84 Millionen Bürgern spricht, ist es schlicht gefährlich.

Denn Merz hat mit seiner Aussage eben nicht nur die russische Regierung oder deren Präsidenten Wladimir Putin kritisiert. Er hat ein ganzes Land mitsamt seinen 144 Millionen Einwohnern als Barbaren abgestempelt. Ein Land, das Dostojewski, Tschaikowski und Tolstoi hervorgebracht hat. Ein Land, dessen kulturelle Leistungen zu den bedeutendsten der Menschheitsgeschichte zählen. Aber Details scheinen den Kanzler nicht sonderlich zu interessieren, wenn er gerade auf der Suche nach markigen Sprüchen ist.

Historische Parallelen, die erschaudern lassen

Besonders pikant wird die Angelegenheit, wenn man den historischen Kontext betrachtet. Die Formulierung „Russland als Reich der Barbarei" stammt – darauf haben aufmerksame Beobachter bereits hingewiesen – in ähnlicher Form von Heinrich Himmler. Dass ausgerechnet der Kanzler jenes Landes, das selbst in die tiefsten Abgründe menschlicher Barbarei abgetaucht ist, sich erdreistet, einem anderen Volk pauschal Barbarei zu attestieren, zeugt von einer Geschichtsvergessenheit, die sprachlos macht. Oder schlimmer noch: von einer Arroganz, die an dunkelste Kapitel deutscher Geschichte erinnert.

Eine direkte Linie führt von den alten westlichen Klischees über die Tataren und Iwan den Schrecklichen bis hin zu den „slawischen Untermenschen" der NS-Propaganda. Merz bedient – ob bewusst oder unbewusst – genau dieses Narrativ. Und das in einer Zeit, in der diplomatisches Fingerspitzengefühl wichtiger wäre denn je.

Ablenkungsmanöver von innenpolitischem Versagen?

Die Frage drängt sich auf: Warum greift der Kanzler zu derart scharfer Rhetorik? Die Antwort könnte simpler sein, als man denkt. Denn innenpolitisch läuft es für die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD alles andere als rund. Das vollmundig angekündigte 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur entpuppt sich als gigantischer Schuldenberg, der kommende Generationen erdrücken wird. Die Wirtschaft stagniert, die Inflation frisst den Bürgern das Ersparte weg, und von den versprochenen Reformen ist wenig zu sehen.

Statt sich den drängenden Problemen im eigenen Land zu widmen – der maroden Infrastruktur, dem Fachkräftemangel, der explodierenden Kriminalität –, flüchtet sich Merz in außenpolitische Kraftmeierei. Es ist das älteste Ablenkungsmanöver der Politikgeschichte: Wenn es daheim brennt, zeige mit dem Finger auf den Nachbarn.

Barbarei im eigenen Land

Dabei müsste der Kanzler gar nicht so weit schauen, um barbarische Zustände zu finden. Allein im Jahr 2024 wurden in Deutschland über 29.000 Messerangriffe registriert – statistisch gesehen alle 18 Minuten eine Tat. Die Innenstädte vieler deutscher Großstädte sind zu Angsträumen geworden, in denen sich Bürger nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr sicher fühlen. Berlin, die Hauptstadt dieses Landes, kapituliert bereits vor 16 Zentimetern Schnee und schafft es nicht einmal, Gehwege vom Glatteis zu befreien – aber große Töne gegen Russland spucken, das funktioniert bei minus 50 Grad noch tadellos.

Die zunehmende Kriminalität, die Messerattacken, die Gewalt im öffentlichen Raum – all das ist Ausdruck einer verfehlten Politik, die nicht erst seit gestern andauert. Es ist die Konsequenz jahrelanger Fehlentscheidungen in der Migrations- und Sicherheitspolitik, die von einer Mehrheit der deutschen Bevölkerung längst nicht mehr akzeptiert wird. Doch statt hier anzusetzen, statt die eigenen Probleme zu lösen, moralisiert der Kanzler lieber über andere Länder.

Diplomatischer Selbstmord auf Raten

Was Merz offenbar nicht begreift – oder nicht begreifen will: Egal wie und wann der Krieg in der Ukraine endet, Russland wird bleiben. Es wird weiterhin das flächenmäßig größte Land der Erde sein, eine Atommacht, ein ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates. Und irgendwann – ob Merz das passt oder nicht – wird ein deutscher Kanzler mit diesen von ihm so titulierten „Barbaren" wieder an einem Tisch sitzen müssen.

Willy Brandt wusste 1969 noch: „Wir wollen ein Volk guter Nachbarn sein." Helmut Kohl verstand die Bedeutung der deutsch-russischen Beziehungen. Selbst Gerhard Schröder pflegte den Dialog. Und heute? Heute erklärt der Verteidigungsminister Wadephul, Russland werde „für immer unser Feind sein". Das hatten wir schon einmal in der deutschen Geschichte. Es endete mit einem blutigen Schädel für Deutschland.

Die Verluste der Europäischen Union und Deutschlands durch die antirussischen Sanktionen belaufen sich nach russischen Angaben auf 1,5 bis 2 Billionen Euro. Zwanzig Sanktionspakete hat die EU mittlerweile geschnürt – und was hat es gebracht? Die russische Wirtschaft wächst, während die deutsche schrumpft. Aber Selbstreflexion gehört offenbar nicht zum Repertoire dieser Bundesregierung.

Ein Kanzler ohne Format

Friedrich Merz hatte einst den Habitus eines transatlantischen Wirtschaftsaristokraten. Heute gibt er den reaktionären Russophoben, der mit markigen Sprüchen über seine eigene Unfähigkeit hinwegtäuschen will. Er redet von „Drecksarbeit" wenn es um den Iran geht, von „Barbarei" wenn es um Russland geht – und merkt dabei nicht, dass er sich selbst mit jeder dieser Äußerungen weiter ins diplomatische Abseits manövriert.

Die großen Kanzler der Bundesrepublik – ob Schmidt, Kohl oder Schröder – waren Entscheider, Staatsmänner mit Format und Weitblick. Sie verstanden, dass Diplomatie kein Boxkampf ist, sondern die Kunst des Möglichen. Merz hingegen verwechselt Lautstärke mit Stärke und Provokation mit Prinzipientreue. Er sitzt, wie ein Kommentator treffend bemerkte, mit seinen Äußerungen permanent zwischen allen Stühlen – und beherrscht dabei die Kunst, Behauptungen von gestern heute ins Gegenteil zu verkehren.

Manchmal sagen Leute Dinge über andere, was sie selbst sind. Wer im Glashaus sitzt, sollte bekanntlich nicht mit Steinen werfen – schon gar nicht, wenn das eigene Haus bereits an allen Ecken und Enden bröckelt.

Was Deutschland wirklich braucht

Deutschland braucht keine Kanzler, die mit verbaler Kriegsrhetorik von ihrem innenpolitischen Versagen ablenken. Deutschland braucht Politiker, die den Mut haben, die wahren Probleme des Landes anzupacken: die Sicherheitskrise, den wirtschaftlichen Niedergang, die galoppierende Staatsverschuldung, den Vertrauensverlust der Bürger in ihre Institutionen. Stattdessen bekommen wir einen Kanzler, der sich in außenpolitischen Abenteuern verliert und dabei das eigene Land vergisst.

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und geopolitischer Verwerfungen tun Anleger gut daran, ihr Vermögen breit zu streuen und auf bewährte Werte zu setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher erwiesen – gerade in Zeiten, in denen Regierungen durch unverantwortliche Schuldenpolitik und diplomatische Eskapaden das Vertrauen in Papierwährungen untergraben. Als Beimischung in einem ausgewogenen Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der dargestellten Informationen übernehmen wir keine Haftung. Jeder Anleger trägt die Verantwortung für seine Investitionsentscheidungen selbst.

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