Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
30.01.2026
06:40 Uhr

Merz' Mehrarbeits-Offensive: Wer profitiert wirklich – der Bürger oder der Fiskus?

Bundeskanzler Friedrich Merz trommelt seit Wochen unermüdlich für mehr Arbeitseifer der Deutschen. Die Botschaft ist klar: Wer mehr schuftet, rettet die Wirtschaft. Doch bei genauerem Hinsehen entpuppt sich diese vermeintliche Leistungsoffensive als raffiniertes Steuererhöhungsprogramm durch die Hintertür. Denn je mehr die Bürger arbeiten, desto üppiger fließen die Einnahmen in die ohnehin schon prall gefüllten Staatskassen.

Der Kanzler und sein Kreuzzug gegen die Arbeitszeit

Beim Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer in Halle an der Saale ließ Merz die Katze aus dem Sack: Am liebsten würde er das Arbeitszeitgesetz mit seiner Acht-Stunden-Grenze pro Tag gleich ganz streichen. Die wöchentliche Arbeitszeit soll auf 48 Stunden steigen können – flexibel versteht sich, ganz im Sinne der Wirtschaft.

Wenige Tage später legte der Regierungschef nach und beklagte die angeblich ausufernden Krankheitstage der Deutschen. Fast drei Arbeitswochen würden die Bürger im Schnitt pro Jahr ausfallen, monierte Merz. Als Sündenbock musste prompt die telefonische Krankschreibung herhalten – ein Relikt aus Corona-Zeiten, das nun auf den Prüfstand soll. Gesundheitsministerin Nina Warken kündigte gehorsam eine Überprüfung an.

Die bittere Wahrheit hinter den Zahlen

Was der Kanzler bei seinen flammenden Appellen geflissentlich verschweigt: Mehrarbeit wird in Deutschland nicht belohnt, sondern bestraft. Zwei Beispielrechnungen entlarven das System gnadenlos.

Fall eins: Der fleißige Paketbote

Ein alleinstehender Angestellter mit 36 Wochenstunden und 20 Euro Bruttostundenlohn behält von seinem Verdienst netto 15,37 Euro pro geleisteter Arbeitsstunde. Entschließt er sich, vier Stunden mehr pro Woche zu arbeiten, sinkt sein Nettostundenlohn auf 15,09 Euro. Der Staat hingegen kassiert satte 939 Euro mehr an Steuern. Mehr Arbeit, weniger Lohn pro Stunde – ein Treppenwitz der deutschen Steuerpolitik.

Fall zwei: Die aufstockende Akademikerin

Noch drastischer fällt das Ergebnis bei einer Teilzeitkraft aus, die auf Vollzeit wechselt. Eine Akademikerin mit 30 Euro Bruttostundenlohn erhält in Teilzeit netto 21,94 Euro pro Arbeitsstunde. Arbeitet sie Vollzeit, schrumpft dieser Betrag auf 20,33 Euro. Der Fiskus freut sich derweil über 5.220 Euro zusätzliche Steuereinnahmen. Man könnte meinen, der Staat habe ein vitales Interesse daran, dass die Menschen mehr arbeiten – allerdings nicht zu deren Gunsten.

Kranken- und Pflegeversicherung als stille Profiteure

Besonders perfide wirkt sich die Mehrarbeit auf die Sozialversicherungen aus. Während höhere Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung wenigstens höhere Ansprüche begründen, gilt dies für Kranken- und Pflegeversicherung nicht. Wer mehr einzahlt, bekommt nicht mehr Leistung. Der Staat spart sich obendrein Zuschüsse, die er sonst aufwenden müsste, um das marode System zu stabilisieren.

Steuergeschenke mit Haken und Ösen

Die Bundesregierung verspricht zwar Steuervergünstigungen für Überstundenzuschläge und Prämien zur Arbeitszeitausweitung. Doch diese Bonbons sind eher Beruhigungspillen als echte Entlastung. Die reformierte Pendlerpauschale von 38 Cent pro Kilometer und die sogenannte Aktivrente für arbeitende Rentner ändern am grundsätzlichen Problem nichts.

Der Bund der Steuerzahler kritisiert zu Recht, dass die Menschen erst dann mehr Lust auf Arbeit verspüren werden, wenn eine echte Steuerreform ihre Bemühungen honoriert. Solange der Staat bei jeder zusätzlichen Arbeitsstunde überproportional mitkassiert, bleibt der Appell an die Leistungsbereitschaft nichts als hohle Rhetorik.

Die Faustregel lautet: Je höher das Bruttogehalt durch Mehrarbeit steigt, desto mehr profitiert der Staat – und nicht der Arbeitnehmer.

In Zeiten, in denen die Bürger ohnehin unter steigenden Lebenshaltungskosten ächzen und das 500-Milliarden-Sondervermögen der Regierung die Inflation weiter anheizen wird, mutet diese versteckte Steuererhöhung durch Mehrarbeit geradezu zynisch an. Wer wirklich will, dass Deutschland wieder wirtschaftlich auf die Beine kommt, muss den Menschen mehr von ihrem hart erarbeiteten Geld lassen – statt es ihnen durch die kalte Progression aus der Tasche zu ziehen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen