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Kettner Edelmetalle
11.08.2026
06:07 Uhr
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Merz im freien Fall: 13 Prozent – und die AfD zieht davon

Merz im freien Fall: 13 Prozent – und die AfD zieht davon
Symbolbild: KI-generiert

Er wollte der Kanzler des Aufbruchs werden. Anderthalb Jahre nach dem Amtsantritt steht Friedrich Merz (CDU) vor Umfragewerten, die in der Bundesrepublik ihresgleichen suchen. Der jĂŒngste ARD-DeutschlandTrend vom 6. August 2026 liefert das Zeugnis – und es fĂ€llt vernichtend aus.

Nur noch 13 Prozent der Befragten zeigten sich zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung, 85 Prozent Ă€ußerten sich unzufrieden. In der Sonntagsfrage kommt die Union laut Infratest dimap auf 21 Prozent, die AfD auf 28 – ihr höchster jemals in dieser Erhebung gemessener Wert. Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 lagen die VerhĂ€ltnisse noch exakt umgekehrt.

Ein Satz, der zum Bumerang wurde

„Links ist vorbei“ – mit diesem Versprechen zog Merz in den Wahlkampf. Wer ihn wĂ€hlte, wĂ€hlte die Ansage: Schluss mit der Merkel-Statik, jetzt wird regiert. Genau daran wird er nun gemessen.

Der Bruch kam frĂŒh. Vor der Wahl verteidigte Merz die Schuldenbremse, nach der Wahl trug er ein gewaltiges kreditfinanziertes Finanzpaket mit. Rund drei Viertel der Deutschen fĂŒhlten sich damals getĂ€uscht, Erhebungen zufolge sogar fast die HĂ€lfte der eigenen AnhĂ€ngerschaft. Einzelne Milliardenprojekte – etwa fĂŒr die marode Infrastruktur – fanden durchaus Zustimmung. BeschĂ€digt war nicht die Maßnahme, sondern die GlaubwĂŒrdigkeit.

Migration: halbe Zahlen, ganze WidersprĂŒche

Unbeweglich ist Merz nicht. Die Asyl-ErstantrĂ€ge sanken im Juli gegenĂŒber dem Vorjahresmonat um mehr als die HĂ€lfte. Doch das Gesamtbild bleibt schief: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erhielten 2025 rund 332.500 Menschen den deutschen Pass – ein Rekord, 14 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die EinbĂŒrgerung nach fĂŒnf Jahren gilt weiter.

FĂŒr WĂ€hler, die einen sauberen Schnitt erwartet hatten, ist das kein Neuanfang, sondern Feintuning am alten Kurs.

Der Staat wÀchst, die Industrie schrumpft

Am bittersten liest sich das Kapitel Wirtschaft. Nach drei Jahren Rezession dĂŒmpelt das Wachstum bei mageren 0,5 Prozent – getragen im Wesentlichen von zwei „Branchen“: RĂŒstung und Staatssektor.

  • rund 5,5 Millionen BeschĂ€ftigte im öffentlichen Dienst
  • etwa 300 Milliarden Euro Personalausgaben in den Kernhaushalten von Bund, LĂ€ndern und Kommunen
  • knapp 20 Prozent Stellenaufwuchs seit 2015 – wĂ€hrend die Industrie Jobs im Ă€hnlichen Tempo abbaut

Mehr als drei Viertel der Menschen sorgen sich um den Standort, fast jeder vierte BeschĂ€ftigte um den eigenen Job. Hohe Energiepreise, steigende RentenbeitrĂ€ge, BĂŒrokratie: An den strukturellen Wunden Ă€ndert sich bislang wenig. Aus Sicht unserer Redaktion ist das exakt das Gegenteil dessen, was ein Reformkanzler versprochen hatte.

Kabinettsumbau ohne Wirkung

Der Umbau des Kabinetts im Sommer verpuffte: 57 Prozent erwarten laut ARD-Umfrage, dass die Regierung genauso schlecht arbeiten werde wie zuvor, elf Prozent sogar schlechter. 55 Prozent wĂŒnschen sich einen grundlegenden Wandel im Land.

Auch in den eigenen Reihen wĂ€chst die Distanz – Sachsen-Anhalts MinisterprĂ€sident Sven Schulze verzichtet im Landtagswahlkampf auf gemeinsame Auftritte mit dem Kanzler. Im September wird in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gewĂ€hlt.

Bleibt die Frage, wer am Ende die Rechnung zahlt: Wer die Schuldenpolitik und die Erosion des Vertrauens beobachtet, fragt sich zu Recht, wie er sein Erspartes schĂŒtzt. Physische Edelmetalle sind seit Jahrhunderten eine bewĂ€hrte Beimischung zur Vermögenssicherung – unabhĂ€ngig davon, wer gerade im Kanzleramt sitzt.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die EinschĂ€tzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist fĂŒr seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenstĂ€ndig recherchieren.

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