
Merz bleibt hart: Deutschlands Krankenstand ist ein Symptom des Niedergangs

Der frischgebackene Bundeskanzler Friedrich Merz lässt sich nicht beirren. Nach seiner aufsehenerregenden Kritik am hohen Krankenstand in Deutschland legt der CDU-Chef nun nach – und nimmt dabei auch den aufgeblähten öffentlichen Dienst ins Visier. Eine überfällige Debatte, die den Finger in eine offene Wunde legt.
Die erschreckenden Zahlen sprechen für sich
Was Merz bei einer Wahlkampfveranstaltung in Bad Rappenau ansprach, ist keine Lappalie: Durchschnittlich 14,5 Krankentage pro Arbeitnehmer – und dabei sind die kurzfristigen Krankmeldungen von ein oder zwei Tagen noch nicht einmal eingerechnet. Die tatsächliche Zahl dürfte also noch deutlich höher liegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren es 2024 sogar 14,8 Arbeitstage – ein Anstieg um satte 3,6 Tage im Vergleich zu 2021.
Fast drei Wochen im Jahr, in denen die deutsche Wirtschaft auf ihre Arbeitskräfte verzichten muss. In Zeiten, in denen Deutschland ohnehin mit einer schwächelnden Konjunktur, einer maroden Infrastruktur und einer explodierenden Staatsverschuldung kämpft, ist dies ein Luxus, den sich das Land schlichtweg nicht mehr leisten kann.
Die telefonische Krankschreibung als Einfallstor für Missbrauch
Merz identifiziert einen der Hauptschuldigen: die telefonische Krankschreibung, die seit 2021 möglich ist. Was während der Corona-Pandemie als pragmatische Notlösung eingeführt wurde, hat sich längst zu einem bequemen Freifahrtschein entwickelt. Selbst Kassenärzteverband-Chef Andreas Gassen gibt dem Kanzler recht und konstatiert nüchtern: „Am Telefon kann doch niemand zuverlässig beurteilen, ob jemand wirklich arbeitsunfähig ist oder nicht."
Die Union drängt folgerichtig auf eine Abschaffung dieser Regelung. Im Koalitionsvertrag mit der SPD ist zumindest von „Korrekturen" die Rede, um Missbrauch künftig auszuschließen. Ob dies ausreicht, darf bezweifelt werden.
Die üblichen Verdächtigen melden sich zu Wort
Natürlich ließen die Reaktionen aus dem linken Lager nicht lange auf sich warten. Der frühere Gesundheitsminister Karl Lauterbach, dessen Amtszeit nicht gerade von durchschlagenden Erfolgen geprägt war, plädiert stattdessen für „Vorbeugemedizin" und warnt vor einer „Gängelei der Kranken". Der Linken-Bundesgeschäftsführer Janis Ehling faselt erwartungsgemäß von „krankmachenden Arbeitsbedingungen" und „Überlastung".
Besonders bezeichnend ist die Reaktion von Grünen-Chefin Franziska Brantner, die zwar einräumt, dass Deutschland mehr arbeiten müsse, aber sogleich nach „verlässlicher Kinderbetreuung" ruft. Als ob der Staat für alles und jeden zuständig wäre – eine typisch grüne Reflexreaktion, die das eigentliche Problem elegant umschifft.
Auch der öffentliche Dienst muss sich hinterfragen
Bemerkenswert ist, dass Merz seine Kritik ausdrücklich auch auf den öffentlichen Dienst ausweitet. Dort, wo Arbeitsplatzsicherheit praktisch garantiert ist und Leistungsanreize oft Mangelware sind, dürfte der Krankenstand besonders üppig ausfallen. Es ist höchste Zeit, dass auch in den Amtsstuben der Republik ein Umdenken einsetzt.
Die Debatte, die Merz angestoßen hat, ist unbequem – aber notwendig. Deutschland braucht eine höhere volkswirtschaftliche Leistung, wie der Kanzler richtig feststellt. Wer das Land wieder auf Kurs bringen will, muss auch unangenehme Wahrheiten aussprechen. Dass Merz dafür „sehr viel Zustimmung" erhalten hat, wie er selbst berichtet, zeigt: Die schweigende Mehrheit der Deutschen hat längst erkannt, dass es so nicht weitergehen kann.
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