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Kettner Edelmetalle
05.03.2026
12:03 Uhr

Mercosur-Deal: Brasilien winkt Freihandelsabkommen durch – Europas Bauern stehen im Regen

Während Brüssel feiert, brodelt es auf Europas Äckern. Der brasilianische Senat hat dem umstrittenen Freihandelsabkommen zwischen dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur und der Europäischen Union einstimmig zugestimmt. Kein einziger Senator stimmte dagegen. Damit hat das Abkommen in der mit Abstand größten Volkswirtschaft Südamerikas – Brasilien erwirtschaftet ein geschätztes BIP von über 2,3 Billionen US-Dollar – die letzte parlamentarische Hürde genommen.

Nur noch Paraguay fehlt – dann ist der Weg frei

Nach Argentinien und Uruguay ist Brasilien bereits das dritte von vier Mercosur-Ländern, das den Vertrag ratifiziert hat. Einzig in Paraguay steht noch die Zustimmung des Abgeordnetenhauses aus. Bolivien, das jüngste Mitglied des südamerikanischen Staatenbundes, war an den Verhandlungen nicht beteiligt, könnte dem Abkommen aber zu einem späteren Zeitpunkt beitreten. Brasiliens Senatspräsident Davi Alcolumbre sprach nach der Abstimmung von „institutioneller Reife" seines Landes. Präsident Lula da Silva, einer der vehementesten Befürworter des Deals, dürfte sich bestätigt fühlen.

Über 25 Jahre wurde verhandelt. Ein Vierteljahrhundert diplomatisches Tauziehen, das im Januar dieses Jahres mit der feierlichen Unterzeichnung seinen vorläufigen Höhepunkt fand. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen würdigte Lulas Einsatz wiederholt – was angesichts der massiven Kritik aus den eigenen Reihen fast schon zynisch anmutet.

Die größte Freihandelszone der Welt – auf Kosten europäischer Landwirte?

Die Zahlen klingen beeindruckend: Mehr als 700 Millionen Menschen sollen von dieser Freihandelszone profitieren. Rund 91 Prozent der gehandelten Waren würden von Zöllen befreit. Die EU-Kommission gab bereits vergangene Woche grünes Licht für eine vorläufige Umsetzung – wohlgemerkt, obwohl das Europäische Parlament eine juristische Prüfung gefordert hatte. Brasilianische Diplomaten rechnen damit, dass Teile des Abkommens innerhalb weniger Monate in Kraft treten könnten.

Doch wer profitiert wirklich? Und vor allem: Wer zahlt die Zeche? Die Antwort auf diese Frage liefern die Bilder aus Brüssel, wo Landwirte zuletzt mit ihren Traktoren die Straßen blockierten. Europäische Bauern fürchten – und das nicht ohne Grund – eine Flut billiger südamerikanischer Agrarprodukte, die unter völlig anderen Umwelt- und Sozialstandards produziert werden. Pestizide, die in der EU längst verboten sind, kommen in Brasilien und Argentinien weiterhin großflächig zum Einsatz. Wie soll ein deutscher oder französischer Bauer, der sich an strenge EU-Auflagen halten muss, gegen diese Konkurrenz bestehen?

Macron fordert Schutzmaßnahmen – doch reicht das?

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gehört zu den prominentesten Kritikern des Abkommens. Er fordert Schutzmaßnahmen gegen wirtschaftliche Verwerfungen, strengere Pestizidvorschriften in den Mercosur-Staaten sowie verstärkte Importkontrollen an europäischen Häfen. Ob diese Forderungen mehr als Lippenbekenntnisse sind, bleibt abzuwarten. Die Erfahrung lehrt, dass Brüssel selten die Interessen der eigenen Bürger über die der globalen Handelsagenda stellt.

Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, was geschehen wird: Die europäische Landwirtschaft – ohnehin gebeutelt durch explodierende Energiekosten, bürokratische Überregulierung und eine ideologiegetriebene Agrarpolitik – wird weiter unter Druck geraten. Kleine und mittelständische Betriebe, das Rückgrat der ländlichen Regionen, könnten auf der Strecke bleiben. Und das in einer Zeit, in der die Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln wichtiger denn je wäre.

Ein Abkommen, das Fragen aufwirft

Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet jene politischen Kräfte, die sonst bei jeder Gelegenheit den Klimaschutz und strenge Umweltstandards predigen, ein Abkommen vorantreiben, das den Import von Produkten erleichtert, deren Herstellung mit massiver Regenwaldabholzung und dem Einsatz verbotener Chemikalien einhergeht. Der Widerspruch könnte kaum größer sein. Während europäische Landwirte mit immer neuen Auflagen gegängelt werden, öffnet man gleichzeitig die Schleusen für Waren, die unter Bedingungen produziert werden, die man im eigenen Wirtschaftsraum niemals dulden würde.

Für den deutschen Bürger bedeutet dieses Abkommen vor allem eines: weitere Unsicherheit. Unsicherheit über die Zukunft der heimischen Landwirtschaft, über die Qualität importierter Lebensmittel und über die Frage, ob die politische Führung in Berlin und Brüssel tatsächlich die Interessen der eigenen Bevölkerung im Blick hat – oder ob hier einmal mehr globale Handelsinteressen über das Wohl der europäischen Bürger gestellt werden.

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und geopolitischer Verwerfungen zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, das eigene Vermögen breit aufzustellen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber bieten seit Jahrtausenden einen bewährten Schutz gegen die Unwägbarkeiten politischer Entscheidungen und können als sinnvolle Ergänzung eines diversifizierten Portfolios zur Vermögenssicherung beitragen.

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