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Kettner Edelmetalle
10.02.2026
19:35 Uhr

Macrons später Sinneswandel: Plötzlich soll Europa wieder mit Russland reden

Man reibt sich verwundert die Augen. Ausgerechnet Emmanuel Macron – jener französische Präsident, der noch vor wenigen Monaten die Entsendung westlicher Bodentruppen in die Ukraine ins Gespräch brachte – fordert nun einen Dialog mit Russland. In einem Interview mit mehreren europäischen Tageszeitungen, darunter der Süddeutschen Zeitung, erklärte der Élysée-Bewohner, Europa könne es sich schlicht nicht mehr leisten, sicherheits- und wirtschaftspolitische Entscheidungen an andere zu delegieren. „Unsere geografische Lage wird sich nicht ändern. Ob wir Russland mögen oder nicht, es wird auch morgen noch da sein", so Macron sinngemäß.

Ein bemerkenswerter Satz. Und ein noch bemerkenswerterer Zeitpunkt.

Das Ende der bequemen Illusionen

Macron zeichnete in seinen Ausführungen ein düsteres Bild der geopolitischen Lage Europas. Die lange geglaubte Stabilität durch den amerikanischen Schutzschirm, billige russische Energie und globalisierte Absatzmärkte sei unwiderruflich vorbei. Die Vereinigten Staaten seien „zunehmend unberechenbar" – eine Einschätzung, die angesichts der erratischen Zollpolitik Donald Trumps mit seinen 20-Prozent-Aufschlägen auf EU-Importe kaum jemand ernsthaft bestreiten dürfte. China bezeichnete der französische Präsident als „aggressiven Konkurrenten", Russland als „keinen verlässlichen Partner" mehr.

Doch halt – wer hat hier eigentlich wem die Tür zugeschlagen? War es nicht die Europäische Union selbst, die in einem beispiellosen Sanktionsmarathon sämtliche wirtschaftlichen Brücken nach Moskau systematisch abgerissen hat? War es nicht Brüssel, das sich von russischem Gas und Öl abkoppeln wollte, ohne auch nur ansatzweise einen tragfähigen Plan B in der Schublade zu haben? Die Frage, wer in diesem geopolitischen Schachspiel den ersten Zug bereut, beantwortet sich mittlerweile von selbst.

Deutschland als warnendes Beispiel

Besonders brisant: Macron nannte Deutschland explizit als abschreckendes Beispiel für die wirtschaftliche Misere des Kontinents. Die einstige Exportstärke der Bundesrepublik sei eingebrochen, Europa erlebe eine „beschleunigte Deindustrialisierung". Ein Befund, der so schmerzhaft wie zutreffend ist. Während die deutsche Politik sich jahrelang mit Gendersternchen, Heizungsgesetzen und ideologiegetriebener Energiewende beschäftigte, wanderten Industrieunternehmen still und leise ab. BASF nach China, Volkswagen in die Krise, die Stahlbranche am Tropf – die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

Und was tat die politische Klasse in Berlin? Sie feierte sich für moralische Überlegenheit, während die wirtschaftliche Substanz des Landes wie Schnee in der Frühlingssonne dahinschmolz. Dass nun ausgerechnet ein französischer Präsident den Deutschen den Spiegel vorhält, hat eine bittere Ironie, die man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte.

Europäische Souveränität – oder nur leere Worte?

Macron forderte in seinem Interview eine aktivere Industriepolitik, gezielte Schutzmechanismen gegen unfairen Wettbewerb und gemeinsame europäische Investitionen. Nationale Haushalte allein reichten für die gewaltigen Aufgaben – Verteidigung, Schlüsseltechnologien, Infrastruktur – nicht mehr aus. Gleichzeitig wandte er sich gegen eine Vergemeinschaftung alter Schulden. Es gehe nicht um Umverteilung, betonte er, sondern um strategische Handlungsfähigkeit.

Klingt vernünftig. Klingt sogar fast konservativ. Doch die Glaubwürdigkeit des französischen Präsidenten ist dünn wie Pergament. Frankreich selbst steht mit einer Staatsverschuldung von über 110 Prozent des Bruttoinlandsprodukts am Rande des finanziellen Abgrunds. Kritiker werfen Macron nicht ganz zu Unrecht vor, dass seine Forderung nach „gemeinsamen europäischen Investitionen" in Wahrheit nichts anderes sei als der Versuch, die leere französische Staatskasse mit dem Geld anderer aufzufüllen – vorzugsweise mit deutschem Steuergeld, verteilt über die EZB.

Ein Wendehals erster Güte?

Die Reaktionen auf Macrons Vorstoß fielen denn auch gemischt aus. Viele Beobachter erinnerten daran, dass es Politiker wie Viktor Orbán waren, die seit Jahren genau das forderten, was Macron nun als seine eigene Erkenntnis verkauft: Dialog statt Eskalation, Pragmatismus statt Moralismus, nationale Interessen statt ideologischer Verblendung. Wer solche Positionen vertrat, wurde in den vergangenen Jahren wahlweise als „Putin-Versteher", „Rechtsextremist" oder „Demokratiefeind" diffamiert. Nun, da die wirtschaftlichen Konsequenzen dieser Politik für jedermann spürbar werden, dreht sich der Wind – und plötzlich ist Vernunft wieder salonfähig.

„Es muss möglich sein, den Dialog mit Russland wiederaufzunehmen."

Dieser Satz hätte vor zwei Jahren ausgereicht, um in deutschen Talkshows als Kreml-Agent gebrandmarkt zu werden. Heute spricht ihn der Präsident der Französischen Republik aus. Welch eine Zeitenwende.

Was Europa wirklich braucht

Die Wahrheit ist unbequem, aber sie lässt sich nicht länger wegdiskutieren: Europa hat sich mit seiner Sanktionspolitik, seiner energiepolitischen Selbstkasteiung und seiner grenzenlosen Naivität in eine Sackgasse manövriert. Die Deindustrialisierung schreitet voran, die Energiepreise bleiben auf einem Niveau, das ganze Branchen in die Knie zwingt, und die geopolitische Abhängigkeit von den USA ist größer denn je – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem Washington unter Trump seine eigenen Interessen mit einer Brutalität verfolgt, die in Europa viele kalt erwischt hat.

Was Europa braucht, sind keine weiteren Sonntagsreden von Politikern, die gestern noch das Gegenteil von dem predigten, was sie heute fordern. Was Europa braucht, sind Führungspersönlichkeiten mit Rückgrat, die bereit sind, ideologische Scheuklappen abzulegen und die Realität anzuerkennen. Russland wird nicht verschwinden. China wird nicht aufhören zu wachsen. Und die USA werden nicht aufhören, ihre eigenen Interessen über die europäischen zu stellen.

In Zeiten solch fundamentaler geopolitischer Umwälzungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten erweist sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als zeitlose Wertanker fungieren. Wer sein Vermögen gegen die Folgen politischer Fehlentscheidungen, Währungsabwertung und geopolitischer Verwerfungen absichern möchte, tut gut daran, einen Teil seines Portfolios in physischen Edelmetallen zu halten – als bewährter Baustein einer breit gestreuten Vermögenssicherung.

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