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Kettner Edelmetalle
09.02.2026
15:11 Uhr

Machtwechsel in Paris: Französischer Notenbankchef räumt überraschend seinen Posten

Es ist eine Nachricht, die in den Fluren der Europäischen Zentralbank wie ein Donnerschlag eingeschlagen haben dürfte: François Villeroy de Galhau, der mächtige Chef der Banque de France, gibt seinen Posten mehr als ein Jahr vor dem regulären Ende seiner Amtszeit auf. Anfang Juni soll der Wechsel vollzogen sein. Der 66-Jährige, der seit fast elf Jahren an der Spitze der französischen Notenbank steht, will künftig eine katholische Stiftung namens „Apprentis d'Auteuil" leiten, die sich für benachteiligte Jugendliche und Familien engagiert.

Ein Abgang mit Kalkül – und weitreichenden Folgen

Villeroy de Galhau sprach von einer persönlichen Entscheidung. Er habe das Wesentliche seiner Aufgabe erfüllt, und es sei nun an der Zeit, die Verantwortung weiterzugeben. Klingt bescheiden. Doch wer zwischen den Zeilen liest, erkennt ein deutlich komplexeres Bild. Bereits Ende Januar soll er Präsident Emmanuel Macron seinen Rücktritt angekündigt haben – wohlgemerkt zu einem Zeitpunkt, an dem die politische Landschaft Frankreichs in heftigem Aufruhr war.

Dass ein Mann, der die französische Geldpolitik durch die Corona-Pandemie, den Ukraine-Krieg und die turbulenten Amtszeiten Donald Trumps navigiert hat, ausgerechnet jetzt das Handtuch wirft, ist bemerkenswert. Noch bemerkenswerter ist freilich der politische Kontext: In Frankreich wird im kommenden Frühjahr ein neuer Präsident gewählt. Macron darf nicht erneut antreten. Der vorzeitige Rücktritt ermöglicht es dem scheidenden Staatschef, noch selbst einen Nachfolger für den Gouverneursposten zu benennen – bevor diese Entscheidung möglicherweise in die Hände einer Regierung fällt, die dem Rassemblement National nahesteht. Marine Le Pens Partei liegt in den Umfragen derzeit auf Platz eins.

Macrons letzter Schachzug

Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um hier ein taktisches Manöver zu erkennen. Macron, dessen Präsidentschaft von innenpolitischen Krisen, Massenprotesten und einer zunehmend fragmentierten Nationalversammlung geprägt war, sichert sich mit dieser Personalentscheidung einen letzten Hebel der Macht. Die Besetzung des Notenbankchefs ist keine Nebensächlichkeit – Frankreich ist nach Deutschland die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, und der Gouverneur der Banque de France sitzt im EZB-Rat, dem obersten Beschlussorgan der europäischen Geldpolitik.

Dass Macron diese Personalie nicht dem demokratischen Wettbewerb überlassen möchte, spricht Bände über das Demokratieverständnis der französischen Elite. Statt dem Wählerwillen zu vertrauen, werden Fakten geschaffen. Ein Muster, das man in der EU leider nur allzu gut kennt.

Der große Umbruch im EZB-Rat

Villeroy de Galhaus Abgang ist dabei nur ein Puzzlestück in einem gewaltigen Personalkarussell, das die europäische Geldpolitik in den kommenden Monaten grundlegend verändern könnte. Fast zeitgleich scheidet EZB-Vizepräsident Luis de Guindos aus seinem Amt. Im kommenden Jahr enden zudem die Amtszeiten von EZB-Präsidentin Christine Lagarde und Chefvolkswirt Philip Lane. Die Europäische Zentralbank steht damit vor einem personellen Neuanfang, wie es ihn seit ihrer Gründung kaum gegeben hat.

Für die Bürger der Eurozone ist das keine abstrakte Personaldebatte. Die Zusammensetzung des EZB-Rats entscheidet über Zinsen, Inflation und letztlich über die Kaufkraft des Euro. Villeroy de Galhau galt als sogenannte „Taube" – ein Befürworter lockerer Geldpolitik, niedriger Zinsen und großzügiger Anleihekaufprogramme. Genau jene Politik also, die in den vergangenen Jahren maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die Inflation in der Eurozone zeitweise auf Rekordhöhen kletterte und die Ersparnisse der Bürger schleichend entwertet wurden.

Frankreichs Schuldenberg als Warnsignal

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass sich Villeroy de Galhau zuletzt noch deutlich zur desaströsen Haushaltslage Frankreichs positioniert hatte. Er warnte die Regierung unmissverständlich davor, dass ein Defizit von über fünf Prozent das Land aus Sicht internationaler Kreditgeber „in die rote Zone, in die Gefahrenzone" bringe. Eine Warnung, die man auch in Berlin aufmerksam zur Kenntnis nehmen sollte – denn die Schuldenpolitik der neuen Großen Koalition unter Friedrich Merz mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen bewegt sich in ähnlich gefährlichen Gewässern.

Während Politiker in Paris wie in Berlin munter neue Schulden aufhäufen und die Notenbanken mit ihrer lockeren Geldpolitik die Rechnung auf kommende Generationen verschieben, bleibt dem mündigen Bürger nur eines: selbst für den Erhalt seiner Kaufkraft zu sorgen. In Zeiten, in denen das Vertrauen in Papiergeld und die Institutionen, die es verwalten, zunehmend erodiert, erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Sie sind niemandem eine Verbindlichkeit, tragen kein Gegenparteirisiko und haben über Jahrtausende ihren Wert bewahrt – ganz im Gegensatz zu den Versprechen von Notenbankern und Politikern.

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