
Machtdemonstration in der Straße von Hormus: Russland, China und Iran proben den Ernstfall
Während die Welt gebannt auf die Eskalation im Nahen Osten blickt, senden drei der mächtigsten Gegenspieler des Westens ein unmissverständliches Signal. Russland, China und der Iran haben Kriegsschiffe in die Straße von Hormus entsandt – jenen schmalen Nadelöhr-Wasserweg, durch den täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt. Das gemeinsame Marinemanöver trägt den bezeichnenden Namen „Maritime Security Belt 2026" und dürfte in Washington für erhebliches Unbehagen sorgen.
Ein Dreierbündnis gegen die westliche Vorherrschaft
Nikolai Patruschew, Berater des russischen Präsidenten Putin, verkündete die Übung am Dienstag in einem Interview mit türkischen Medien. Seine Worte ließen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Moskau arbeite an einer „multipolaren Weltordnung auf den Ozeanen", um der westlichen Hegemonie entgegenzutreten. Man wolle das Potenzial der BRICS-Staaten nutzen, denen nun eine „vollwertige strategische maritime Dimension" verliehen werden solle. Das ist diplomatisch verpackte Kampfansage – nicht mehr, nicht weniger.
Pikant ist der Zeitpunkt. Die iranische Revolutionsgarde (IRGC) befindet sich bereits im zweiten Tag eigener Militärübungen in der strategisch bedeutsamen Meerenge und hat Teile des Seewegs gesperrt. Gleichzeitig hat Washington nicht weniger als zwei nuklear angetriebene Flugzeugträger in die Region verlegt. Die Spannungen könnten kaum höher sein.
BRICS als maritime Gegenmacht?
Die jüngsten Manöver reihen sich in ein beunruhigendes Muster ein. Bereits im vergangenen Monat fanden vor Südafrika gemeinsame BRICS-Marineübungen unter dem fast schon zynischen Titel „Will for Peace 2026" statt. Russische und chinesische Kriegsschiffe befanden sich offenbar schon zuvor in der Region – als Teilnehmer früherer iranischer Übungen. Dass sie dort verblieben sind, um die Entwicklungen nach Präsident Trumps Drohungen gegen Teherans Atom- und Raketenprogramm genau zu beobachten, dürfte kaum jemanden überraschen.
Was wir hier beobachten, ist nichts Geringeres als die schrittweise Formierung einer maritimen Gegenallianz. China, Russland und der Iran vertiefen ihre Koordination in einem Tempo, das noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre. Die Frage, die sich stellt: Haben westliche Regierungen durch ihre jahrzehntelange interventionistische Politik im Nahen Osten genau jene Gegenbewegung provoziert, die sie nun fürchten müssen?
Was passiert, wenn die Lage eskaliert?
Sollten die USA tatsächlich einen Angriff auf den Iran wagen, würden Russland und China wohl kaum direkt militärisch eingreifen – dafür steht zu viel auf dem Spiel. Doch die bloße Präsenz ihrer Kriegsschiffe in unmittelbarer Nähe zum Geschehen macht jede amerikanische Militäroperation erheblich komplizierter. Jeder Schuss, jedes Manöver der US-Navy müsste unter den wachsamen Augen russischer und chinesischer Aufklärung stattfinden. Eine heikle Angelegenheit, die das Risiko unbeabsichtigter Zwischenfälle dramatisch erhöht.
Wahrscheinlicher wäre, dass Moskau und Peking im Falle eines amerikanischen Angriffs eine gemeinsame Verurteilung im UN-Sicherheitsrat anstreben und versuchen würden, die internationale Gemeinschaft gegen einen weiteren „Irak-Krieg" zu mobilisieren. Die Konsequenzen für die gesamte Region wären in jedem Fall verheerend.
Diplomatie am seidenen Faden
Unterdessen endete am Dienstag in Genf die zweite Runde der iranisch-amerikanischen Gespräche – mit gemischten Ergebnissen, wie es diplomatisch heißt. Die iranische Seite deutete an, dass ein neues Abkommen möglich sei. Diplomaten beschrieben die Atmosphäre jedoch als schwer und wenig freundlich. Von Entspannung kann also keine Rede sein.
Für den deutschen Bürger hat diese geopolitische Großwetterlage ganz konkrete Auswirkungen. Sollte die Straße von Hormus auch nur vorübergehend blockiert werden, würden die Ölpreise explodieren – mit unmittelbaren Folgen für Energiekosten, Inflation und Wirtschaftswachstum. In einer Zeit, in der die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ohnehin mit einem 500-Milliarden-Sondervermögen die Staatsverschuldung in schwindelerregende Höhen treibt, wäre ein Ölpreisschock das Letzte, was Deutschland gebrauchen kann.
Einmal mehr zeigt sich: In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und drohender Konflikte erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Wer sein Portfolio gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Weltordnung absichern möchte, sollte die Beimischung physischer Edelmetalle als elementaren Baustein einer klugen Anlagestrategie in Betracht ziehen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für individuelle Anlageentscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.
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