
Linken-Chefin Reichinnek klettert im Politikerranking – ein Armutszeugnis für Deutschland?

Man reibt sich verwundert die Augen und fragt sich unwillkürlich: In welchem Land leben wir eigentlich? Eine aktuelle Erhebung des Meinungsforschungsinstituts INSA offenbart, dass die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Heidi Reichinnek, im Politikerranking einen bemerkenswerten Sprung nach vorne gemacht hat. Vom fünfzehnten auf den zwölften Platz – und das, obwohl ihre Zustimmungswerte sogar leicht gesunken sind. Ein Paradoxon, das mehr über den desolaten Zustand der deutschen Politiklandschaft verrät als über die tatsächliche Qualität der Protagonisten.
Wenn alle sinken, steigt der Langsamste
Die Mechanik hinter diesem scheinbaren Aufstieg ist so simpel wie entlarvend: Reichinnek hat nicht etwa an Beliebtheit gewonnen. Mit 3,5 Punkten liegt sie sogar minimal unter ihrem vorherigen Wert. Doch die Konkurrenz sackt noch schneller ab. Sahra Wagenknecht etwa, einst das schillernde Aushängeschild des linken Spektrums, rutschte von 3,6 auf 3,4 Punkte und findet sich nun auf dem fünfzehnten Rang wieder. Auch der AfD-Co-Vorsitzende Tino Chrupalla verlor an Rückhalt und landete mit 3,2 Punkten auf dem neunzehnten Platz. Wenn alle anderen schneller absaufen, wirkt das eigene Sinken plötzlich wie ein eleganter Aufstieg – eine bittere Ironie der Demoskopie.
Pistorius thront, Merz dümpelt, Spahn bildet das Schlusslicht
An der Spitze des Rankings steht unangefochten Verteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD mit 5,3 Punkten. Ein Mann, der das Wort „kriegstüchtig" zum politischen Mantra erhoben hat und damit offenbar den Nerv einer verunsicherten Bevölkerung trifft. Dahinter folgen NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst mit 4,2 und Bayerns Regierungschef Markus Söder mit 4,1 Punkten – zwei Politiker, die sich vor allem durch geschicktes Lavieren und mediale Präsenz auszeichnen.
Bundeskanzler Friedrich Merz hingegen dümpelt mit mageren 3,4 Punkten auf Rang siebzehn. Zwar konnte er sich um zwei Plätze verbessern, doch das sagt weniger über seine Leistung als über den freien Fall seiner Mitbewerber aus. Der Mann, der Deutschland mit großen Versprechen in eine neue Ära führen wollte, der keine neuen Schulden machen wollte und dann ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen durchdrückte, genießt offenbar nur noch das Vertrauen einer schrumpfenden Minderheit. Das absolute Schlusslicht bildet ausgerechnet sein Parteifreund Jens Spahn – ein Name, der seit der Corona-Pandemie bei vielen Bürgern reflexartig Kopfschütteln auslöst.
Was solche Rankings wirklich aussagen
Doch was sagen solche Umfragen eigentlich aus? Die Frage drängt sich geradezu auf. Wenn eine Politikerin der Linkspartei – jener Nachfolgerin der SED, die einst eine Mauer baute und auf ihre eigenen Bürger schießen ließ – in der Gunst der Befragten steigt, dann sollte das jeden nachdenklich stimmen, dem die Zukunft dieses Landes am Herzen liegt. Die Linke steht programmatisch für Enteignungen, für eine Umverteilungspolitik, die den Leistungsträger bestraft und den Empfänger belohnt, für eine Wirtschaftspolitik, die in der Geschichte noch jedes Land in den Ruin getrieben hat.
Dass ausgerechnet diese Partei und ihre Frontfrau Aufwind verspüren, ist kein Zeichen politischer Reife, sondern ein Symptom einer zutiefst verunsicherten Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die nach Jahren der Fehlpolitik – von der unkontrollierten Migration über die Energiewende bis hin zur schleichenden Deindustrialisierung – zunehmend anfällig wird für die süßen Versprechungen des Sozialismus. Dass das Geld, welches die Linken so großzügig verteilen möchten, erst einmal erwirtschaftet werden muss, scheint dabei eine Nebensächlichkeit zu sein.
Die Aussagekraft der Demoskopie
Erinnern wir uns: Noch vor wenigen Monaten sagten sämtliche Umfrageinstitute einen Sieg von Kamala Harris bei den US-Präsidentschaftswahlen voraus. Das Ergebnis ist bekannt. Donald Trump gewann – und zwar deutlich. Die Demoskopie hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder als unzuverlässiger Kompass erwiesen, der mehr die Wünsche seiner Auftraggeber widerspiegelt als die tatsächliche Stimmung im Volk. Gerade in Deutschland, wo die öffentlich-rechtlichen Medien und die großen Meinungsforschungsinstitute in einem bemerkenswert engen Verhältnis zueinander stehen, sollte man solche Rankings mit äußerster Vorsicht genießen.
Die eigentliche Frage, die sich stellt, ist eine andere: Warum schaffen es konservative Politiker, die für eine starke Wirtschaft, für Sicherheit und für traditionelle Werte eintreten, nicht, die Herzen der Bürger zu gewinnen? Die Antwort liegt auf der Hand. Weil sie ihre Versprechen nicht halten. Weil Friedrich Merz als Kanzler genau das Gegenteil dessen tut, was er als Kandidat versprochen hat. Weil die CDU sich programmatisch kaum noch von der SPD unterscheidet. Und weil die Bürger dieses Landes – zu Recht – das Vertrauen in eine politische Klasse verloren haben, die seit Jahren gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung regiert.
Wenn alle Politiker im Ansehen sinken, ist nicht derjenige der Gewinner, der am langsamsten fällt – sondern das gesamte politische System der Verlierer.
Deutschland braucht keine neuen Rankings. Deutschland braucht Politiker, die wieder für dieses Land arbeiten und nicht gegen es. Die den Mut haben, unbequeme Wahrheiten auszusprechen, statt sich hinter hohlen Phrasen zu verstecken. Solange das nicht geschieht, werden wir weiterhin erleben, wie Figuren wie Heidi Reichinnek in Umfragen nach oben gespült werden – nicht weil sie besser sind, sondern weil alle anderen noch schlechter geworden sind.

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