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Kettner Edelmetalle
18.02.2026
21:27 Uhr

Kupfer vor historischem Preissprung: Warum das rote Metall zum strategischen Engpass wird

Während die politische Klasse in Berlin sich mit ideologischen Grabenkämpfen und schuldenfinanzierten Sondervermögen beschäftigt, braut sich an den globalen Rohstoffmärkten ein Sturm zusammen, der die gesamte industrielle Basis der westlichen Welt erschüttern könnte. Die US-Großbank J.P. Morgan hat ihre langfristige Kupferpreisprognose um satte 9,1 Prozent angehoben – auf nunmehr 12.000 US-Dollar je Tonne im Durchschnitt des kommenden Jahrzehnts. Was auf den ersten Blick wie eine trockene Analystennotiz klingt, ist in Wahrheit ein Alarmsignal.

Jahrzehnte der Unterinvestition rächen sich

Die Begründung der Analysten liest sich wie ein Lehrstück über die Konsequenzen kurzsichtiger Politik und mangelnder Weitsicht. Nach Jahren vergleichsweise geringer Investitionen in neue Minenkapazitäten, endlosen Genehmigungsverfahren und stetig sinkenden Erzgehalten werde es zunehmend schwieriger, neue Produktion rechtzeitig an den Markt zu bringen. Das ist keine Spekulation, sondern bittere Realität. Laut Schätzungen des Bergbauriesen BHP dauere es heute im Schnitt rund 17 Jahre, um ein Kupferprojekt von der Entdeckung bis zur vollen Produktion zu führen. Im Jahr 2000 seien es noch etwa zehn Jahre gewesen.

Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen. Fast zwei Jahrzehnte – in einer Welt, die gleichzeitig eine rasante Elektrifizierung durchläuft, Millionen Elektrofahrzeuge auf die Straßen bringen will und gigantische Rechenzentren für künstliche Intelligenz aus dem Boden stampft. Wer glaubt, dass sich dieser Widerspruch zwischen explodierender Nachfrage und stockendem Angebot ohne massive Preisanstiege auflösen lässt, der glaubt vermutlich auch, dass das 500-Milliarden-Sondervermögen der neuen Bundesregierung keine Inflation erzeugen wird.

Defizite von bis zu 8 Millionen Tonnen bis 2035

Die Zahlen, die J.P. Morgan in den Raum stellt, sind schlicht atemberaubend. Die Bank kalkuliere, dass die globale Unterversorgung bei Kupfer bis 2030 auf etwa 2 Millionen Tonnen anwachsen und bis 2035 sogar 8 Millionen Tonnen erreichen könnte. Zum Vergleich: Die gesamte jährliche Weltproduktion liegt derzeit bei rund 22 Millionen Tonnen. Ein Defizit von 8 Millionen Tonnen würde also mehr als einem Drittel der aktuellen Jahresförderung entsprechen.

Rio Tinto und BHP rechneten bis 2050 mit einem Nachfrageanstieg von mehr als 70 Prozent. Das würde den Bedarf an raffiniertem Kupfer auf etwa 55 Millionen Tonnen pro Jahr katapultieren – eine Größenordnung, die nach Ansicht vieler Marktbeobachter nur mit einer massiven Ausweitung der Minenkapazitäten zu bedienen sei. Doch genau hier liegt das Problem: Neue Minen werden nicht nur langsamer genehmigt, sie werden auch dramatisch teurer.

150 Milliarden Dollar – der Preis der Versorgungssicherheit

J.P. Morgan beziffere den notwendigen Kapitaleinsatz auf rund 150 Milliarden US-Dollar, um mehr als 30 größere Kupferprojekte weltweit voranzutreiben. Diese Vorhaben stünden zusammen für etwa 5 Millionen Tonnen neue Jahreskapazität. Die Baukosten neuer Minen veranschlage die Bank inzwischen bei etwa 27.000 US-Dollar je Tonne jährlicher Kapazität – ein Plus von 30 Prozent gegenüber 2020. Bei sogenannten Greenfield-Entwicklungen, also komplett neuen Projekten, lägen die Werte häufig über 30.000 US-Dollar je Tonne. Für einzelne Vorhaben werde die Kosteninflation seit 2020 sogar mit nahezu 50 Prozent angegeben.

Viele der künftigen Großprojekte bräuchten demnach Kupferpreise oberhalb von 12.000 US-Dollar je Tonne, um eine interne Verzinsung von rund 15 Prozent zu erreichen. Das ist weniger eine Punktlandung als vielmehr ein deutlicher Hinweis darauf, wo die Bank die Schmerzgrenze für neue Versorgung sieht. Ohne höhere Preise – keine neuen Minen. Ohne neue Minen – keine Versorgungssicherheit. Ein Teufelskreis.

KI-Boom und Elektrifizierung als Nachfragetreiber

Besonders bemerkenswert ist die Prognose für den Digitalbereich. Der Kupferbedarf von Rechenzentren könnte sich laut J.P. Morgan bis 2030 vervierfachen – auf nahezu eine Million Tonnen pro Jahr. Für KI-bezogene Stromkapazitäten nenne die Bank zudem eine Bandbreite von 20 bis 40 Tonnen Kupfer je Megawatt. Damit verknüpfe J.P. Morgan den Kupferpreis nicht nur mit klassischer Industrienachfrage, sondern auch mit der physischen Basis der Digitalisierung.

Wer also glaubt, die digitale Revolution sei ein rein virtuelles Phänomen, der irrt gewaltig. Jedes Rechenzentrum, jeder KI-Server, jede Cloud-Infrastruktur braucht physische Rohstoffe – und Kupfer steht dabei ganz oben auf der Liste. Hinzu kommen die bekannten Treiber: Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energien, der Ausbau der Stromnetze. Insgesamt rechne J.P. Morgan bis zum Ende des Jahrzehnts mit einem Wachstum des globalen Kupferverbrauchs von etwa 3 Prozent pro Jahr.

Kurzfristige Störungen verschärfen die Lage

Als wäre die strukturelle Angebotslücke nicht schon besorgniserregend genug, hätten kurzfristige Störungen die Anspannung am Markt bereits erhöht. J.P. Morgan verweise auf Angebotsunterbrechungen, darunter einen Erdrutsch in der Grasberg-Mine von Freeport-McMoRan in Indonesien. Insgesamt sollen Ausfälle von rund 800.000 Tonnen pro Jahr in 2025 und 2026 den Markt früher als erwartet von einem moderaten Überschuss in ein Defizit verschoben und damit den Beginn struktureller Engpässe beschleunigt haben.

Was bedeutet das für Anleger und die deutsche Wirtschaft?

Für Deutschland, dessen industrielle Basis auf der Verfügbarkeit von Rohstoffen wie Kupfer aufgebaut ist, sind diese Entwicklungen von enormer Tragweite. Während die Politik in Berlin weiterhin Milliarden in ideologische Projekte pumpt und die Bürokratie jeden Versuch unternehmerischer Initiative im Keim erstickt, sichern sich andere Nationen strategische Rohstoffzugänge. Argentinien etwa werde von J.P. Morgan als „nächste große Kupfergrenze" hervorgehoben – nicht zuletzt dank der marktorientierten Reformen unter Präsident Javier Milei, der zeige, dass wirtschaftliche Vernunft und politischer Mut durchaus Hand in Hand gehen können.

In Zeiten, in denen Papiergeld durch schuldenfinanzierte Ausgabenprogramme systematisch entwertet wird und die Inflation den Bürgern die Kaufkraft raubt, gewinnen physische Rohstoffe und Edelmetalle als Wertanker zunehmend an Bedeutung. Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als verlässliche Vermögenssicherung bewährt – gerade in Phasen, in denen das Vertrauen in politische Institutionen und Fiat-Währungen schwindet. Wer sein Portfolio breit aufstellen und gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Weltwirtschaft absichern möchte, sollte physische Edelmetalle als festen Bestandteil seiner Anlagestrategie in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Konsultation eines qualifizierten Finanzberaters getroffen werden. Für Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung. Der Erwerb von Wertpapieren und Rohstoffen ist mit erheblichen Risiken verbunden, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können.

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