Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
04.04.2026
21:39 Uhr

Kubicki greift nach der FDP-Krone: Kampfansage an die eigene Partei

Die FDP – jene Partei, die nach dem spektakulären Zerbrechen der Ampelkoalition im November 2024 und der verheerenden Wahlniederlage bei den Bundestagswahlen im Februar 2025 in der politischen Bedeutungslosigkeit zu versinken drohte – steht vor einem internen Machtkampf, der es in sich hat. Wolfgang Kubicki, der streitbare Schleswig-Holsteiner und langjährige Vizechef der Liberalen, hat seinen Hut in den Ring geworfen und will beim Parteitag Ende Mai als neuer Vorsitzender kandidieren.

Ein Mann der klaren Worte

Man mag von Kubicki halten, was man will – eines kann man ihm nicht absprechen: Er redet Klartext. In einem Interview mit der „Bild am Sonntag" formulierte er seinen Anspruch unmissverständlich. Er wolle eine Partei, die politische Debatten anführe, statt ihnen hinterherzulaufen. Deutschland warte nicht auf eine FDP, die sich in „akademischen Diskussionen" verzettele, sondern auf eine, die das Land einst groß gemacht habe – klar im Inhalt und ebenso klar in der Sprache.

Das sitzt. Und es ist eine kaum verhüllte Ohrfeige für jene Parteigranden, die die FDP in den vergangenen Jahren durch einen Schlingerkurs zwischen Regierungsbeteiligung um jeden Preis und halbherziger Opposition in die Irrelevanz manövriert haben. Erinnern wir uns: Unter Christian Lindner fuhr die Partei bei der Bundestagswahl 2025 ein desaströses Ergebnis ein, das den einstigen Hoffnungsträger des deutschen Liberalismus zum Rücktritt zwang.

Kubickis Trumpfkarte: Martin Hagen

Für den angestrebten Neuanfang setzt Kubicki offenbar auf den bayerischen FDP-Politiker Martin Hagen als künftigen Generalsekretär. Eine strategisch durchaus kluge Wahl, denn die FDP braucht dringend Gesichter, die jenseits des Berliner Politikbetriebs Verankerung in der Fläche signalisieren. Ob dieses Duo allerdings ausreicht, um eine Partei wiederzubeleben, die bei vielen Bürgern längst als überflüssig gilt, darf bezweifelt werden.

Kubicki tritt dabei keineswegs als Einzelkämpfer an. Beim Parteitag Ende Mai wollen auch der amtierende Vorsitzende Christian Dürr und der nordrhein-westfälische Landeschef Henning Höne kandidieren. Ein Dreikampf also, der die ohnehin fragile Partei weiter zu spalten droht – oder, im besten Fall, eine dringend notwendige inhaltliche Debatte erzwingt.

Lob aus unerwarteter Richtung

Bemerkenswert ist die Unterstützung, die Kubicki ausgerechnet aus den Reihen der CDU erhält. Der ehemalige schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen bezeichnete seinen langjährigen politischen Weggefährten als „derzeit das Gesicht der FDP" – einer, den die Menschen sofort mit klaren Positionen verbänden. Dass ein CDU-Mann einem FDP-Kandidaten derart offen den Rücken stärkt, sagt viel über die parteiübergreifende Wertschätzung Kubickis aus. Es wirft aber auch die Frage auf, ob eine FDP unter Kubicki nicht letztlich zu einem bloßen Anhängsel der Union verkommen könnte.

Die FDP am Scheideweg – und Deutschland braucht echten Liberalismus

Eines muss man nüchtern konstatieren: Deutschland bräuchte eigentlich dringend eine funktionierende liberale Kraft. In Zeiten, in denen die Große Koalition unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen beschließt – was nichts anderes als gigantische Schulden auf Kosten kommender Generationen bedeutet –, in denen die Staatsquote immer weiter steigt und die Bürokratie das Land erstickt, wäre eine Partei, die konsequent für wirtschaftliche Freiheit, Eigenverantwortung und einen schlanken Staat eintritt, geradezu überlebenswichtig.

Doch genau hier liegt das Problem der FDP. Sie hat in den vergangenen Jahren ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Erst die Beteiligung an einer Ampelkoalition, die Deutschland wirtschaftlich an den Rand des Abgrunds führte, dann der chaotische Ausstieg, der mehr nach Flucht als nach Prinzipientreue aussah. Die Wähler haben das nicht vergessen. Und ob ein 73-jähriger Kubicki – bei allem Respekt vor seiner politischen Erfahrung und seinem rhetorischen Talent – tatsächlich der richtige Mann ist, um eine Partei in die Zukunft zu führen, darf man durchaus hinterfragen.

Was Kubicki allerdings richtig erkannt hat: Die FDP muss wieder eine Sprache sprechen, die der normale Bürger versteht. Keine abgehobenen Seminar-Debatten über Digitalisierungsstrategien und Innovationsökosysteme, sondern klare Ansagen zu den Themen, die die Menschen wirklich bewegen – Steuerlast, Bürokratieabbau, innere Sicherheit und wirtschaftliche Freiheit. Ob er diesen Anspruch auch einlösen kann, wird sich Ende Mai zeigen. Die Delegierten haben die Wahl. Und Deutschland schaut zu – wenn auch mit zunehmend schwindendem Interesse.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen