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Kettner Edelmetalle
30.07.2026
13:04 Uhr

Kopftuch als Staatsauftrag? Wie ein SWR-Format die Emanzipation zum unerwünschten Klischee erklärt

Kopftuch als Staatsauftrag? Wie ein SWR-Format die Emanzipation zum unerwünschten Klischee erklärt

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein mit Zwangsgebühren finanziertes Format des Südwestrundfunks stellt in einem Instagram-Beitrag eine Wunschliste auf, was künftig in deutschen Filmen zu sehen sein soll – und was besser nicht mehr. Auf der Streichliste landet dabei nicht etwa Gewalt, nicht Misogynie, nicht religiöser Zwang. Nein, gestrichen werden soll die Frau, die sich vom Kopftuch befreit.

Zwei Bildkacheln, ein Weltbild

Das an junge Menschen mit Migrationshintergrund gerichtete Angebot mit dem Namen „Migratöchter“ veröffentlichte am Mittwoch zwei dieser typischen Social-Media-Kacheln, die im Milieu der Haltungsjournalisten als Argument gelten. Auf der ersten: „Dinge, die wir in Filmen nicht dauernd sehen wollen“. Genannt werden dort der osteuropäische Akzent als Bösewicht-Markenzeichen, Roma und Sinti in den Rollen von Wahrsagern, Bettlern und Diebem – und eben: „die unterdrückte Frau, die sich vom Kopftuch befreit“.

Auf der zweiten Kachel folgt das Gegenprogramm, das erwünschte Bild: sympathische osteuropäische Helden, Roma und Sinti mit normalen Jobs – und, man liest es zweimal, „Hijabis, bei denen der Hijab kein Thema ist“. Der Hijab, also die religiös begründete Verhüllung muslimischer Frauen, soll demnach zur wortlosen Selbstverständlichkeit werden. Kein Konflikt, keine Frage, keine Debatte. Einfach da.

Wer Klischees bekämpfen will, sollte nicht zugleich fordern, dass die Wirklichkeit aus dem Drehbuch verschwindet.

Ein Klischee, das es kaum gibt

Bemerkenswert ist überdies, dass das angeprangerte Muster in der deutschen Filmlandschaft praktisch nicht existiert. Wer nach Werken sucht, in denen sich eine Frau vom Kopftuch löst, landet schnell bei einem US-Drama aus dem Jahr 2019 – und beim deutschen Film „Nur eine Frau“ aus demselben Jahr, der den sogenannten Ehrenmord an Hatun Sürücü verarbeitet. Zwei Titel. Von einem „dauernd“ zu sehenden Stereotyp kann also kaum die Rede sein. Es wird ein Phantom bekämpft, um im Gegenzug eine politische Botschaft zu platzieren.

Wessen Freiheit zählt hier eigentlich?

Millionen Frauen zwischen Teheran und Kabul riskieren Prügel, Haft und ihr Leben, wenn sie das Tuch abnehmen. In Iran starben Frauen, weil sie es wagten. Und in Deutschland, im behüteten Schoße eines gebührenfinanzierten Senders, wird das Ablegen dieses Stoffes zum ermüdenden Erzählklischee erklärt? Man könnte es Zynismus nennen. Man könnte es auch schlicht als Bankrotterklärung eines Feminismus bezeichnen, der seine eigenen Grundlagen verkauft hat – aus Angst, als islamkritisch zu gelten.

Die Reaktionen der Zuschauer und Beitragszahler fielen entsprechend deutlich aus. Von Fassungslosigkeit über christliche Solidarität mit unterdrückten Frauen bis zur Forderung, den Sender ganz abzuschalten, war alles vertreten. Und der Vorwurf, der am schwersten wiegt: Wer im Namen der Vielfalt ausgerechnet die Selbstbestimmung der Frau zum Störfaktor erklärt, hat die Aufklärung nicht bloß verlassen, er hat sie verraten.

Das eigentliche Problem heißt Zwangsfinanzierung

Der entscheidende Punkt ist nicht, dass irgendjemand irgendwo eine kuriose Meinung auf Instagram veröffentlicht. Das darf jeder. Der entscheidende Punkt ist, dass jeder Haushalt in Deutschland monatlich 18,36 Euro dafür bezahlt – ob er will oder nicht. Es gibt keinen Kündigungsknopf, keinen Wettbewerb, keine Konsequenz. Ein privater Anbieter mit solchen Inhalten würde binnen Monaten von seinen Zuschauern abgewählt. Der öffentlich-rechtliche Apparat kennt diese Korrektur nicht. Er kennt nur Beitragserhöhungen.

Und während die politische Klasse in Berlin – nun unter schwarz-roter Führung – seit Jahren „Reformen“ des Rundfunks verspricht, geschieht das Übliche: Kommissionen, Papiere, Absichtserklärungen. Am Programm ändert sich nichts. Warum sollte es auch? Wer strukturell nie um Zuschauer kämpfen muss, produziert irgendwann nicht mehr für das Publikum, sondern für die eigene Redaktionsblase.

Warum das mehr als eine Randnotiz ist

Es sind diese kleinen Vorgänge, in denen sich Großes offenbart. Ein Land, das seine eigenen Freiheitserzählungen als Klischee entsorgt, verliert nicht bloß den kulturellen Kompass. Es verliert das Vertrauen jener, die es finanzieren. Der Unmut über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist längst kein Randphänomen mehr, sondern nach Ansicht unserer Redaktion – und, wie Umfragen seit Jahren nahelegen, eines erheblichen Teils der Bevölkerung – Ausdruck eines tiefen Bruchs zwischen Institutionen und Bürgern.

Wer diesen Bruch weiter ignoriert, sollte sich über die politischen Folgen nicht wundern. Vertrauen ist wie Kaufkraft: Ist es einmal entwertet, hilft kein Beschwichtigungsprogramm mehr.

Ein Gedanke zum Schluss

Wer erlebt, wie in Deutschland Zwangsabgaben erhoben, Schulden in Rekordhöhe aufgenommen und Werte – sprachlich wie monetär – schleichend entkernt werden, sucht nach Beständigkeit. Physisches Gold und Silber sind seit Jahrtausenden genau das: Substanz, die sich weder umdeuten noch per Verordnung entwerten lässt. Als solide Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen bleiben Edelmetalle daher ein sinnvoller Anker.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er spiegelt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wider. Jeder Leser ist verpflichtet, eigenverantwortlich zu recherchieren und trägt für seine Entscheidungen die alleinige Verantwortung. Für rechtliche oder steuerliche Fragen wenden Sie sich bitte an einen zugelassenen Fachberater.

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