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Kettner Edelmetalle
26.01.2026
10:40 Uhr

Kommunale Finanzkrise: Wie Gehrden trotz Rekordschulden weiter Luxusbauten plant

Während Deutschland unter einer beispiellosen Schuldenlast ächzt, offenbart eine niedersächsische Kleinstadt das ganze Ausmaß kommunalpolitischen Wahnsinns. Gehrden, eine beschauliche Gemeinde mit gerade einmal 15.000 Einwohnern, steuert sehenden Auges in den finanziellen Abgrund – und der Bürgermeister tritt dabei noch kräftig aufs Gaspedal.

Ein Haushaltsdefizit, das sprachlos macht

Die Zahlen sprechen eine erschreckend deutliche Sprache: 15,4 Millionen Euro Defizit allein für das Jahr 2026. Bürgermeister Malte Losert beschreibt die Finanzlage seiner Stadt selbst als „reißenden Fluss und Sturm, der die Stadtfinanzen erschüttert". Doch statt die Notbremse zu ziehen, setzt die Verwaltung unbeirrt auf ein Bauprogramm, das selbst wohlhabende Großstädte vor Neid erblassen lassen würde.

Die neue Grundschule – ursprünglich mit 16 Millionen Euro veranschlagt – verschlingt mittlerweile sage und schreibe 42 Millionen Euro. Eine Verdreifachung der Kosten, die jeden vernünftigen Kaufmann in den Wahnsinn treiben würde. Hinzu kommen 10 Millionen für eine neue Mensa, 7,3 Millionen für die Modernisierung eines gerade einmal 30 Jahre alten Rathauses und weitere drei Millionen für ein neues Feuerwehrhaus. Der Schuldenberg wird sich in den kommenden Jahren auf etwa 100 Millionen Euro auftürmen.

Die FDP als einsamer Rufer in der Wüste

Rudi Locher, Fraktionsführer der FDP im Stadtrat, gehört zu den wenigen Stimmen der Vernunft in diesem fiskalischen Tollhaus. Seine Partei hat den aktuellen Haushalt abgelehnt – als einzige Fraktion. „Die Hauptkritik der FDP ist, dass wir unsere Ausgaben nicht mehr über die Einnahmen decken, sondern die Ausgaben weit über den Einnahmen liegen", erklärt Locher im Gespräch.

Besonders absurd erscheint der geplante Rathausanbau. Während andere Länder längst auf Digitalisierung und Homeoffice setzen, werden in Gehrden immer mehr Verwaltungsmitarbeiter eingestellt, die dann natürlich mehr Platz benötigen. Skandinavien und die baltischen Staaten machen vor, wie es geht: Dort muss niemand mehr persönlich zum Amt, es sei denn, es wird geheiratet. In Deutschland hingegen füllt man noch immer Anträge aus und schleppt sie persönlich ins Rathaus.

Der Abriss einer 60 Jahre alten Schule – ein Rätsel

Besonders fragwürdig erscheint die Entscheidung, die alte Grundschule abzureißen, anstatt sie zu sanieren. Das Gebäude war gerade einmal 60 Jahre alt. Die Begründung? „Energetische Sanierung und Ganztagsbetrieb." Nun muss für 42 Millionen Euro neu gebaut werden. Locher bringt es auf den Punkt: „Das hätte man sicherlich billiger haben können."

„Es muss halt immer das Beste und Schönste sein. Aber man kann sicherlich auch mit Bronze auskommen, statt den Gehrdener Goldstandard anzulegen."

Die versteckten Kosten der Asylpolitik

Ein besonders brisantes Thema sind die Kosten für die Flüchtlingsunterbringung. In Gehrden leben Menschen aus 22 Nationen in einer Unterkunft – allein die Sicherheitskosten belaufen sich auf jährlich 700.000 Euro. Eine Summe, die der Kommune einfach aufgedrückt wird, ohne dass sie darauf Einfluss nehmen könnte. Locher sieht hier erhebliches Einsparpotenzial: Tagsüber könnten geschulte Sozialarbeiter „Streitereien schlichten", sodass der Sicherheitsdienst nur an Wochenenden nötig wäre.

Es ist bezeichnend für den Zustand unserer Gesellschaft, dass in einer Flüchtlingsunterkunft überhaupt Sicherheitsdienste zur „Streitschlichtung" benötigt werden. In normalen Nachbarschaften, auf Sportplätzen oder unter Arbeitskollegen kommen Menschen auch ohne bewaffnete Wachleute aus.

CDU, SPD und Grüne – einig im Geldausgeben

Während die FDP als einzige Partei auf die Schuldenbremse pocht, sind sich CDU, SPD und Grüne einig: Es ist zwar „doof", so viel Geld ausgeben zu müssen, aber ändern könne man daran nichts. Diese Haltung ist symptomatisch für die politische Klasse in Deutschland. Es ist nicht ihr Geld, das sie ausgeben – es wird auf die Steuerzahler abgewälzt, und letztlich werden unsere Kinder und Enkel die Zeche zahlen müssen.

Gehrden war bis vor sieben bis acht Jahren noch schuldenfrei. Heute argumentiert man, früher sei zu wenig investiert worden. Doch diese Logik führt geradewegs in den Ruin. Locher warnt eindringlich: „Ich bin sehr besorgt, dass uns dann alles um die Ohren fliegen wird."

Ein Spiegelbild der deutschen Misere

Gehrden steht exemplarisch für das, was in unzähligen deutschen Kommunen schiefläuft. Die Dämme sind längst gebrochen. Immer mehr Aufgaben werden den Gemeinden aufgebürdet – Ganztagsbetreuung, Flüchtlingsversorgung, Klimaschutzmaßnahmen – ohne dass die Finanzierung gesichert wäre. Die Regionsumlagen steigen, die Schulden wachsen, und am Ende steht die bittere Erkenntnis: Geldausgeben fördert nicht das Wirtschaftswachstum.

Die Wahlen in Niedersachsen 2026 könnten eine Chance zur Kurskorrektur bieten. Die FDP will den Rathausanbau zum Wahlkampfthema machen. Ob die Bürger endlich aufwachen und erkennen, dass ihre Kommunalpolitiker sie in den Ruin treiben, bleibt abzuwarten. Eines steht fest: So wie bisher kann es nicht weitergehen.

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und explodierender Staatsschulden erscheint es umso wichtiger, das eigene Vermögen zu sichern. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – unabhängig von politischen Fehlentscheidungen und kommunalen Pleiten. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

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