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12.08.2025
18:30 Uhr

Kokain-Skandal erschüttert französische Kulturelite: Wenn Staatsdiener zu Drogenkonsumenten werden

Ein weiterer Beweis für den moralischen Verfall der französischen Eliten: Der Chef des renommierten Staatlichen Audiovisuellen Instituts (INA), Laurent Vallet, wurde nach einem Kokain-Skandal seines Amtes enthoben. Der 55-jährige Spitzenbeamte hatte sich die illegale Droge bequem bis an die Haustür liefern lassen – ein Vorgang, der nicht nur Fragen nach der persönlichen Integrität, sondern auch nach der Vorbildfunktion staatlicher Führungskräfte aufwirft.

Drogenlieferung frei Haus: Wenn Beamte ihre Privilegien missbrauchen

Die Dreistigkeit des Vorgangs ist kaum zu überbieten: Vallet bestellte Kokain im Wert von 600 Euro – bei einem Marktpreis von etwa 60 Euro pro Gramm entspricht dies einer beträchtlichen Menge von etwa zehn Gramm. Die Polizei erwischte ihn am 29. Juli in seiner eigenen Wohnung, nachdem er sich die Droge hatte liefern lassen. Ein Staatsdiener, der eigentlich für die Bewahrung des französischen Kulturerbes zuständig sein sollte, nutzte seine privilegierte Position offenbar für ganz andere Zwecke.

Kulturministerin Rachida Dati reagierte prompt und suspendierte Vallet umgehend von seinen Aufgaben. Doch die Frage bleibt: Wie konnte es soweit kommen? Erst im Mai dieses Jahres war Vallet auf Vorschlag eben jener Ministerin für eine dritte Amtszeit bestätigt worden. Entweder versagte hier die Personalauswahl kläglich, oder die Drogenproblematik in den französischen Führungsetagen ist weitaus verbreiteter als bisher angenommen.

Therapeutische Maßnahmen statt harter Konsequenzen

Die juristische Aufarbeitung des Falls wirft ein bezeichnendes Licht auf die Zweiklassenjustiz in Frankreich. Während normale Bürger für Drogendelikte oft empfindliche Strafen erhalten, kommt Vallet mit einer "therapeutischen Maßnahme" davon. Die Begründung: Es handle sich um sein erstes Delikt. Eine Erklärung, die bei vielen Franzosen nur Kopfschütteln auslösen dürfte.

Vallet selbst zeigte sich in einer öffentlichen Erklärung reumütig. Er sei sich "der in jeder Hinsicht schädlichen und verwerflichen Natur des Drogenkonsums bewusst" und habe "die notwendigen Maßnahmen ergriffen", um seinem Konsum ein Ende zu setzen. Doch solche Lippenbekenntnisse klingen hohl, wenn man bedenkt, dass der Mann seit 2015 eine der wichtigsten kulturellen Institutionen Frankreichs leitete.

Ein Symptom für den Niedergang traditioneller Werte

Dieser Skandal ist mehr als nur ein individuelles Versagen. Er steht symbolisch für den schleichenden Verfall traditioneller Werte und Normen in den westlichen Gesellschaften. Wenn selbst hochrangige Staatsdiener, die eigentlich Vorbilder sein sollten, zu Drogenkonsumenten werden, welche Botschaft sendet das an die Jugend? Welche Standards gelten noch in einer Gesellschaft, die solches Verhalten mit therapeutischen Maßnahmen statt mit klaren Konsequenzen beantwortet?

Das INA ist keine unbedeutende Behörde. Die Institution archiviert und verwertet Bild- und Tonaufnahmen aus Fernsehen und Radio – sie ist damit ein wichtiger Hüter des französischen Kulturgedächtnisses. Dass ausgerechnet der Chef dieser Einrichtung in Drogengeschäfte verwickelt ist, wirft ein bezeichnendes Licht auf den Zustand der französischen Kulturpolitik.

Die Affäre Vallet sollte ein Weckruf sein – nicht nur für Frankreich, sondern für ganz Europa. Es ist höchste Zeit, wieder zu traditionellen Werten wie Integrität, Verantwortungsbewusstsein und Vorbildfunktion zurückzukehren. Stattdessen erleben wir eine Erosion dieser Grundpfeiler einer funktionierenden Gesellschaft. Während in Deutschland die Ampel-Koalition über Cannabis-Legalisierung diskutierte, zeigt Frankreich, wohin die Verharmlosung von Drogen führen kann: direkt in die Chefetagen staatlicher Institutionen.

"Die wahre Krise unserer Zeit ist nicht wirtschaftlicher oder politischer Natur – es ist eine Krise der Werte und der persönlichen Verantwortung."

Der Fall Vallet mag in einigen Monaten aus den Schlagzeilen verschwunden sein. Doch die grundlegenden Fragen, die er aufwirft, bleiben bestehen: Welche Standards setzen wir für unsere Führungseliten? Und sind wir bereit, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen, wenn diese Standards verletzt werden? Die Antworten darauf werden mitentscheiden, in welche Richtung sich unsere Gesellschaften entwickeln.

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