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Kettner Edelmetalle
10.02.2026
19:35 Uhr

Kiews Waffenbasar: Selenskyj will Europa mit ukrainischen Kampfdrohnen beglücken

Es ist eine jener Nachrichten, bei denen man sich die Augen reiben muss. Die Ukraine – jenes Land, das seit Jahren Milliarden an westlichen Hilfsgeldern verschlingt, das unermüdlich nach immer mehr Waffen, immer mehr Geld, immer mehr Solidarität ruft – will nun selbst zum Waffenexporteur aufsteigen. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angekündigt, dass noch in diesem Jahr zehn sogenannte Exportzentren für ukrainische Waffentechnologie in Europa eröffnet werden sollen. Im Zentrum des Angebots: Kampfdrohnen.

Vom Bittsteller zum Waffenhändler

Man muss sich die Absurdität dieser Entwicklung auf der Zunge zergehen lassen. Seit dem russischen Einmarsch im Februar 2022 hat Europa – und allen voran Deutschland – Dutzende Milliarden Euro in die Ukraine gepumpt. Waffenlieferungen, humanitäre Hilfe, Kredite, die vermutlich nie zurückgezahlt werden. Der deutsche Steuerzahler wurde zur Melkkuh eines Konflikts, den er sich nicht ausgesucht hat. Und nun? Nun möchte Kiew den Spieß umdrehen und Europa seine eigenen Rüstungsgüter verkaufen. Nicht schenken, wohlgemerkt. Verkaufen.

Selenskyj formulierte es mit der ihm eigenen Grandezza: Die Sicherheit Europas basiere heute auf Technologie und Drohnen, und all das werde „in hohem Masse auf ukrainischer Technologie und ukrainischen Spezialisten beruhen". Eine bemerkenswerte Selbsteinschätzung für ein Land, das ohne westliche Unterstützung kaum überlebensfähig wäre.

Ein Rüstungsboom auf Kosten des Westens?

Seit Kriegsbeginn sei in der Ukraine ein regelrechter Rüstungsboom entstanden. Mehr als tausend Hersteller – viele davon kleine, privat geführte Unternehmen – produzierten mittlerweile Rüstungsgüter. Unbemannte Systeme, elektronische Kampftechnik, Abwehrsysteme. Alles kampferprobt, wie es heißt. Bisher hätten staatliche Hürden den Export dieser Produkte verhindert. Nun wolle Kiew diese Beschränkungen aufheben.

Die Frage, die sich jeder vernünftige Beobachter stellen muss, liegt auf der Hand: Mit wessen Geld wurden diese Waffenfabriken eigentlich hochgezogen? Wenn Milliarden an westlichen Hilfsgeldern in ein Land fließen, das gleichzeitig eine florierende Rüstungsindustrie aufbaut, dann darf man wohl fragen, ob hier nicht europäische Steuergelder in private Profite umgewandelt werden. Der ukrainische Verteidigungsrat spricht von einer „historischen Gelegenheit", sich als Technologieexporteur zu etablieren. Historisch ist daran vor allem die Dreistigkeit.

Drohnen als Exportschlager

Im Zentrum des ukrainischen Angebots stünden Kampfdrohnen verschiedenster Art: Systeme, die Bomben abwerfen könnten, solche, die gegnerische Drohnen abfangen, und Modelle, die über Glasfaserkabel gesteuert würden und damit unanfällig für elektronische Störsignale seien. Besonders groß sei das Interesse an maritimen Drohnen und elektronischen Kriegsführungssystemen, erklärte Ihor Fedirko, der Chef des ukrainischen Rats der Verteidigungsindustrie.

Dass die Ukraine im Bereich der Drohnentechnologie Fortschritte gemacht hat, steht außer Frage. Der Krieg ist ein brutaler, aber effektiver Lehrmeister. Doch ob diese Technologie tatsächlich den europäischen Streitkräften einen entscheidenden Vorteil verschaffen würde, darf bezweifelt werden. Militärtechnologie veraltet in modernen Konflikten rasend schnell. Was heute an der Front funktioniert, kann morgen bereits überholt sein.

Europas fatale Abhängigkeit

Was diese Entwicklung vor allem offenbart, ist das erschreckende Versagen der europäischen Verteidigungspolitik. Jahrzehntelang haben die Regierungen des Kontinents – und ganz besonders die deutsche – die eigenen Streitkräfte kaputtgespart, die Bundeswehr zur Lachnummer degradiert und sich in der naiven Illusion gewiegt, dass ewiger Frieden durch Diplomatie und Handelsbeziehungen garantiert werden könne. Nun soll ausgerechnet ein Land, das selbst im Krieg steckt, die Lücken füllen, die europäische Politiker durch Jahrzehnte der Vernachlässigung gerissen haben.

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur angekündigt und plant massive Investitionen in die Verteidigung. Doch statt die eigene Rüstungsindustrie konsequent zu stärken und die Bundeswehr endlich wieder einsatzfähig zu machen, droht nun die nächste Abhängigkeit – diesmal von einem Land, dessen politische und wirtschaftliche Zukunft alles andere als gesichert ist.

Das Geschäftsmodell der Dankbarkeit

Besonders pikant wird die Angelegenheit, wenn man bedenkt, dass die Ukraine nach wie vor auf massive finanzielle Unterstützung aus Europa angewiesen ist. Die europäischen Steuerzahler finanzieren also indirekt den Aufbau einer Rüstungsindustrie, deren Produkte ihnen anschließend zum Kauf angeboten werden. Ein Geschäftsmodell, das an Chuzpe kaum zu überbieten ist. Man könnte es auch weniger diplomatisch formulieren: Europa bezahlt zweimal – einmal für den Aufbau und einmal für das Produkt.

Selenskyj, der unermüdliche Reisende in Sachen Solidarität, hat offenbar erkannt, dass die Geduld der europäischen Öffentlichkeit endlich ist. Die Begeisterung für immer neue Hilfspakete schwindet, die Kriegsmüdigkeit wächst. Da kommt ein neues Narrativ gerade recht: Die Ukraine nicht mehr nur als Empfänger, sondern als Partner, als Lieferant, als unverzichtbarer Baustein europäischer Sicherheitsarchitektur. Es ist ein geschickter Schachzug – aber einer, der bei nüchterner Betrachtung mehr Fragen aufwirft als er beantwortet.

Was wirklich zählt: Souveränität und Eigenverantwortung

Europa – und Deutschland im Besonderen – braucht keine ukrainischen Exportzentren, um seine Sicherheit zu gewährleisten. Was es braucht, sind Politiker mit dem Mut, die eigene Verteidigungsfähigkeit wieder zur Priorität zu machen. Es braucht eine Rüstungsindustrie, die auf eigenem Boden steht, und Streitkräfte, die ihren Namen verdienen. Die Abhängigkeit von fremden Mächten – seien es die USA unter dem unberechenbaren Donald Trump oder eben die Ukraine unter dem rastlosen Selenskyj – ist keine Strategie. Sie ist ein Armutszeugnis.

In Zeiten wie diesen, in denen geopolitische Verwerfungen die Welt erschüttern, der Nahost-Konflikt eskaliert und die transatlantischen Beziehungen unter Trumps Zollpolitik leiden, sollten sich die Bürger Europas auf das besinnen, was wirklich Bestand hat. Nicht auf die Versprechen eines Kriegspräsidenten, der heute Waffen exportieren will und morgen wieder um Hilfe bittet. Sondern auf eigene Stärke, eigene Souveränität und eigene Werte.

Und wer in diesen unsicheren Zeiten nach einem sicheren Hafen für sein Vermögen sucht, der sei daran erinnert, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrtausenden als verlässlicher Wertspeicher dienen – unabhängig davon, welcher Politiker gerade welche Versprechen macht und welche Kriege die Welt in Atem halten.

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