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22.06.2026
06:03 Uhr

„Keine Fahnen, kein Nationalismus, kein Stress!“ – Wie die Linke selbst beim Fußball ihr Vaterland verleugnet

„Keine Fahnen, kein Nationalismus, kein Stress!“ – Wie die Linke selbst beim Fußball ihr Vaterland verleugnet

Es ist eine Szene, die mehr über den Geisteszustand einer ganzen Partei verrät als jedes noch so dröge Wahlprogramm. Beim Bundesparteitag der Linken in Potsdam brach am vergangenen Wochenende eine veritable Sinnkrise aus – ausgelöst nicht etwa durch Wirtschaftspolitik, Inflation oder gar die explodierende Kriminalität in unseren Städten, sondern durch die schlichte Frage: Darf man als überzeugter Linker eigentlich der deutschen Nationalmannschaft zujubeln?

Wer geglaubt hatte, diese Frage beantworte sich von selbst, der kennt das ideologische Korsett dieser Partei nicht. Denn beim Public Viewing zum WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste flatterte den Delegierten ein Flyer entgegen, der jeden Anflug von Patriotismus im Keim ersticken sollte.

„Keine Fahnen, kein Nationalismus, kein Stress!“

Wenn ein Stück Stoff zur Bedrohung wird

Man stelle sich das einmal vor: Eine schwarz-rot-goldene Fahne – jene Trikolore, die einst für Freiheit und Einheit stand – wird auf einem deutschen Parteitag wie ein gefährlicher Gegenstand behandelt. Ein Delegierter ließ laut Focus Online verlauten, man werde „Gespräche führen“, sollte jemand tatsächlich in einem Deutschland-Trikot über den Parteitag spazieren. Gespräche! Als handle es sich um einen Disziplinarverstoß und nicht um harmlose Begeisterung für ein Fußballturnier.

Ein Mitglied der Linksjugend brachte die Haltung dann in jener brutalen Offenheit auf den Punkt, die diese Klientel so entlarvend macht. „Deutschland verrecke!“ – so soll der Kommentar zum Spiel gelautet haben. Drei Worte, die den ganzen Hass auf das eigene Land in sich tragen. Drei Worte, die jeder normale Bürger fassungslos zurücklassen.

Angst vor der eigenen Partei

Besonders bezeichnend ist die Geschichte jenes Delegierten, der eigentlich Lust hatte, das Spiel zu verfolgen und sogar bei deutschen Toren zu jubeln. Doch er wagte es nicht. Aus Angst. Angst vor den eigenen Genossen, vor „dummen Kommentaren“, wie er es formulierte. Lieber verzichte er ganz auf den Fußballabend.

Wenn ein Parteimitglied sich in den eigenen Reihen nicht traut, seiner Heimatmannschaft die Daumen zu drücken, dann offenbart das einen Klimazustand, der jeden freiheitlich denkenden Menschen alarmieren sollte. Ein anderer Delegierter fand immerhin klare Worte: Das sage „nichts Gutes über unsere Partei“, denn es habe „doch nichts mit Nationalismus oder Patriotismus zu tun, wenn man sich ein Fußballspiel anschaut“. Ein Funke Vernunft – allein, er verhallte weitgehend ungehört.

Eine Vorsitzende mit gespaltener Zunge

Parteichefin Ines Schwerdtner, am Samstag mit 85,7 Prozent im Amt bestätigt, versuchte sich an einem dialektischen Spagat, der seinesgleichen sucht. „Die Fifa ist ein Drecksverein, aber Fußball ist natürlich toll“, gab sie zum Besten. Man darf das wohl als den vergeblichen Versuch werten, es allen recht zu machen – den hasserfüllten Genossen ebenso wie jenen, die einfach nur ein bisschen Sport schauen wollen.

Noch interessanter wurde es bei der Wahl des Co-Chefs Luigi Pantisano, der mit mageren 53,3 Prozent ins Amt rutschte – und das ganz ohne Gegenkandidaten. Pantisano hatte zuvor in einem Interview behauptet, es gebe „gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst“. Später ruderte er zurück, die Formulierung sei „unglücklich“ gewesen. Unglücklich? Oder doch nur die unverhüllte Wahrheit, die ihm aus dem Mund gerutscht ist?

Der Spiegel einer entwurzelten Ideologie

Was wir hier beobachten, ist kein Einzelfall, sondern Symptom. Eine politische Strömung, die das eigene Land nicht mehr als Heimat begreift, sondern als Feindbild. Die noch nicht einmal den unverfänglichsten Ausdruck von Gemeinschaftsgefühl – ein Fußballspiel der Nationalelf – ertragen kann, ohne in ideologische Schnappatmung zu verfallen.

Während Millionen Bürger schlicht Freude an einem sportlichen Wettkampf haben möchten, wittern die selbsternannten Antifaschisten hinter jeder Fahne den Untergang des Abendlandes. Dass ausgerechnet diese Partei in einigen Bundesländern bereits Regierungsverantwortung trägt und auf Bundesebene als möglicher Mehrheitsbeschaffer gehandelt wird, sollte jedem zu denken geben, dem an einem gesunden, selbstbewussten Deutschland gelegen ist.

Denn am Ende bleibt eine ebenso einfache wie ernüchternde Erkenntnis: Wer seinem eigenen Land das Verrecken wünscht und ein Stück Stoff zur Bedrohung erklärt, der hat den Kompass für das Gemeinwohl längst verloren. Es ist höchste Zeit, dass die Menschen in diesem Land sich wieder daran erinnern, dass Heimatliebe kein Verbrechen ist, sondern die natürlichste Sache der Welt.

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