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19.02.2026
21:02 Uhr

Kaliforniens Milliardäre im Visier: Wenn Steuervermeidung zur Zeitbombe für die Wirtschaft wird

Kaliforniens Milliardäre im Visier: Wenn Steuervermeidung zur Zeitbombe für die Wirtschaft wird

Während der gewöhnliche Arbeitnehmer in den westlichen Industrienationen bis zum letzten Cent zur Kasse gebeten wird, haben die Superreichen dieser Welt ein System perfektioniert, das ihnen erlaubt, nahezu unbehelligt durch das Netz der Steuerbehörden zu schlüpfen. Was in Kalifornien gerade brodelt, ist mehr als eine lokale Steuerdebatte – es ist ein Symptom einer globalen Schieflage, die auch Deutschland betrifft.

Kalifornien plant Vermögensabgabe für Milliardäre

Im sonnenverwöhnten Golden State, der Heimat von nicht weniger als 255 Milliardären – mehr als ein Fünftel aller US-Superreichen –, nimmt eine Initiative Gestalt an, die es in sich hat. Eine einmalige Vermögensabgabe von fünf Prozent auf Vermögen jenseits der Milliarden-Dollar-Grenze soll klaffende Löcher im Gesundheitsbudget stopfen, die durch Kürzungen im Medicaid-Programm entstanden sind. Doch bevor diese Abgabe Realität werden könnte, müssten zunächst genügend Unterschriften für eine Volksabstimmung zusammenkommen – und anschließend eine Mehrheit der Wähler zustimmen.

Die Konstruktion des Vorschlags wirft allerdings bereits jetzt Fragen auf. Die Steuer würde sich am jeweils höheren Wert von Stimmrechts- oder Kapitalanteil orientieren. Ein Modell, das insbesondere Unternehmensgründer mit Mehrfachstimmrechten empfindlich treffen dürfte. Und was geschieht, wenn die Betroffenen einfach ihre Koffer packen? Genau das zeichnet sich bereits ab.

Die Flucht der Tech-Milliardäre hat längst begonnen

Google-Mitgründer Sergey Brin habe Kalifornien bereits den Rücken gekehrt. Palantir-Mitgründer Peter Thiel erwäge nach eigenen Angaben ähnliche Schritte. Man muss kein Ökonom sein, um zu erkennen, welche Dynamik hier entsteht: Je aggressiver der Staat zugreift, desto schneller verschwinden diejenigen, die er zur Kasse bitten möchte. Ein Katz-und-Maus-Spiel, das am Ende vor allem jene trifft, die nicht die Mittel haben, ihren Wohnsitz nach Belieben zu verlegen – nämlich die Mittelschicht.

Rekordhafte Vermögenskonzentration in den USA

Die Zahlen, die hinter dieser Debatte stehen, sind schwindelerregend. Nach Daten der US-Notenbank halte das reichste Prozent der amerikanischen Haushalte inzwischen 32 Prozent des Gesamtvermögens – satte 54,8 Billionen Dollar. Ein historischer Rekordwert. Der Anteil der obersten 0,1 Prozent sei seit 1990 um fast sechs Prozentpunkte auf 14,4 Prozent gestiegen. Am anderen Ende der Skala? Die untere Hälfte der Bevölkerung verfüge gerade noch über 2,5 Prozent des Vermögens. Man muss diese Zahlen einen Moment sacken lassen.

Besonders pikant: Der effektive Steuersatz der 400 reichsten Amerikaner liege Studien zufolge bei rund 24 Prozent – und damit deutlich unter dem Satz, den gut verdienende Angestellte auf ihr Lohneinkommen entrichten müssen. Wie ist das möglich? Die Antwort liegt in einem perfide einfachen Mechanismus.

Das „Buy, Borrow, Die"-Modell

Milliardäre lassen sich häufig nicht in bar, sondern in Aktien entlohnen. Statt diese zu verkaufen – was Kapitalertragsteuer auslösen würde –, nehmen sie Kredite gegen ihre Beteiligungen auf. Sie leben also buchstäblich auf Pump, während ihr Vermögen steuerfrei weiterwächst. Beim Tod werden die Anteile dann mit einer aufgewerteten Bemessungsgrundlage an die Erben übertragen, wodurch die aufgelaufenen Gewinne steuerlich schlicht verschwinden. Kaufen, leihen, sterben – so lautet die zynische Formel, die ganze Generationen von Steuerberatern beschäftigt.

Eine Wirtschaft am Tropf der Superreichen

Was viele übersehen: Diese extreme Vermögenskonzentration ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern ein handfestes wirtschaftliches Risiko. Ökonomen warnen eindringlich davor, dass die US-Wirtschaft zunehmend von der Ausgabefreude einer kleinen, börsenabhängigen Elite abhänge. Die wohlhabendsten 20 Prozent der Haushalte bestritten inzwischen fast 60 Prozent der privaten Konsumausgaben. Sollte die Börse einbrechen, bräche damit auch das Rückgrat der amerikanischen Binnennachfrage zusammen. Eine Volkswirtschaft, die derart einseitig auf die Kauflaune weniger Tausend Menschen angewiesen ist, gleicht einem Hochhaus auf tönernen Füßen.

Was Deutschland daraus lernen sollte

Die Debatte in Kalifornien mag auf den ersten Blick ein rein amerikanisches Phänomen sein. Doch die Parallelen zu Europa und Deutschland sind unübersehbar. Auch hierzulande wächst die Kluft zwischen denjenigen, die ihr Vermögen in komplexen Holdingstrukturen und Stiftungen parken, und dem normalen Steuerzahler, der jeden Monat brav seinen Obolus entrichtet. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen bereits die nächste Schuldenorgie eingeleitet – Schulden, die am Ende nicht von den Superreichen, sondern vom deutschen Mittelstand und seinen Kindern und Enkeln getragen werden müssen.

Statt immer neue Steuern zu erfinden, die ohnehin nur die Falschen treffen, wäre es an der Zeit, das bestehende System konsequent durchzusetzen. Doch dafür bräuchte es politischen Mut – eine Eigenschaft, die in Berlin bekanntlich Mangelware ist. Solange Regierungen lieber Geld für ideologische Prestigeprojekte verbrennen, als die Grundlagen einer funktionierenden Marktwirtschaft zu sichern, wird sich an der fundamentalen Schieflage nichts ändern.

Für den einzelnen Bürger bleibt in Zeiten wachsender Vermögenskonzentration und inflationärer Geldpolitik vor allem eine Erkenntnis: Wer sein Erspartes schützen will, muss selbst aktiv werden. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – unabhängig davon, welche Steuerexperimente Politiker gerade aushecken. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jene Stabilität, die Papierwerte in turbulenten Zeiten nicht garantieren können.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Steuerberatung, Rechtsberatung oder Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Quellen. Jeder Leser ist angehalten, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls einen qualifizierten Steuerberater, Rechtsanwalt oder Finanzberater zu konsultieren. Für Anlageentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich.

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