Telefonisch Mo–Fr 8–20 Uhr erreichbar
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
06.08.2026
19:47 Uhr
KI-generiert

Kaffeetasse als Gefahrensymbol: Wenn das ZDF Emojis zur Staatsaffäre erklärt

Kaffeetasse als Gefahrensymbol: Wenn das ZDF Emojis zur Staatsaffäre erklärt
Symbolbild: KI-generiert

Man könnte es für einen Karnevalsscherz halten, wäre es nicht mit rund neun Milliarden Euro Zwangsgebühren im Jahr finanziert. Der Instagram-Kanal ZDFinfo hat in dieser Woche eine Liste von Emojis präsentiert, die angeblich als geheime Chiffren für Antifeminismus und Frauenhass dienen sollen. Auf der Verdachtsliste: das rote „100“-Symbol, eine Kaffeetasse, ein Pillen-Emoji, ein Dynamitstab und drei rote Bohnen. Wer also seiner Kollegin schreibt, ihre Präsentation sei „💯“, hat nach dieser Lesart offenbar bereits einen Fuß im ideologischen Sumpf.

Die Herleitung? Filme, Serien, Memes

Das rote Hundert-Prozent-Zeichen soll die unter sogenannten Incels verbreitete „80/20-Regel“ symbolisieren, wonach sich achtzig Prozent der Frauen nur für zwanzig Prozent der Männer interessierten. Der Begriff Incel leitet sich vom englischen „involuntary celibate“ ab, also unfreiwillig sexuell enthaltsam. Dass die überwältigende Mehrheit der Menschen dieses Emoji schlicht als Ausdruck von Zustimmung, Begeisterung oder Höchstleistung verwendet – geschenkt. Die Belegkette für diese kühnen Deutungen speist sich, man muss es sich in Ruhe vor Augen halten, aus Kinofilmen, Serien und Online-Memes.

Man müsste diese Emojis nicht per se für frauenfeindlich halten, so das ZDF – aber sie würden „in diesen Kontexten genutzt“. Eine Formulierung, mit der man am Ende auch das Wetter zum rechten Codewort erklären könnte.

Die Quelle, die es nicht gibt

Besonders pikant: Für vier der fünf Deutungen berief sich der Sender auf einen „Ambulanten Jugendsozialdienst Niedersachsen“. Diese Institution existiert schlicht nicht; gemeint war offenbar der Justizsozialdienst. Eingeräumt wurde der Fehler erst mehr als einen Tag später – versteckt in einem Kommentar, den man mit der Lupe suchen muss. Im Beitrag selbst und in der Beschreibung blieb alles unverändert stehen. Wer aus der Privatwirtschaft käme, würde für solche Sorgfalt kaum Applaus ernten. Beim Beitragsfernsehen genügt ein Achselzucken.

Kein Einzelfall, sondern Methode

Der öffentlich-rechtliche Symbolspürsinn hat Tradition. Der rbb-Kanal Fritz sortierte im vergangenen Jahr bereits ein Glas Milch und eine Kiwi in die Schublade rechtsextremer und frauenfeindlicher Codes ein. ZDFinfo selbst hatte zuvor einen Vampir und ein Schaf als Erkennungszeichen der rechten Szene identifiziert. Man fragt sich unweigerlich: Welche Frucht ist als nächstes dran? Welches Gebäck?

Über 3.000 Kommentare – und kaum Zustimmung

Die Reaktionen unter dem Beitrag sprechen Bände. Spott, Sarkasmus, Fassungslosigkeit. Viele Nutzer stellen die naheliegende Frage, ob es nicht dringlichere Themen gäbe als die Kriminalisierung von Bildzeichen. Etwa die realen Gewalttaten gegen Frauen, die in der Kriminalstatistik dieses Landes seit Jahren zunehmen – ein Thema, bei dem die Ursachenforschung in den Redaktionsstuben plötzlich erstaunlich zurückhaltend ausfällt.

Was hier betrieben wird, ist keine Aufklärung, sondern Deutungshoheit per Gebührenbescheid. Wer harmlose Alltagssymbole mit Gesinnungsverdacht auflädt, erzieht die Bürger nicht zu Wachsamkeit, sondern zu Misstrauen gegeneinander. Am Ende steht eine Gesellschaft, in der man vor jedem Chat prüft, ob der eigene Kaffee womöglich politisch belastet ist. Genau dieses Klima der vorauseilenden Selbstzensur ist es, das ein freies Land von innen aushöhlt.

Und die Rechnung? Zahlt der Beitragszahler. Ob er will oder nicht. Vielleicht ist es an der Zeit, dass ein Sender, der Kaffeetassen für gefährlicher hält als die tatsächlichen Missstände im Land, sich einmal ernsthaft fragen lässt, wofür er eigentlich Milliarden erhält.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen