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Kettner Edelmetalle
21.09.2026
15:03 Uhr
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Job-Beben bei Bosch: 13.000 Stellen weg – und die Politik schaut zu

Job-Beben bei Bosch: 13.000 Stellen weg – und die Politik schaut zu
Symbolbild: KI-generiert

Gerlingen. Der Technologiekonzern Bosch streicht in seiner Mobility-Sparte bis Ende 2030 rund 13.000 weitere Stellen – fast ausschließlich in Deutschland. Der Gesamtbetriebsrat fordert seit dem 16. September schĂ€rfere EU-Regeln zum Schutz der industriellen Wertschöpfung in Europa. Es ist der bislang hĂ€rteste Schnitt beim grĂ¶ĂŸten Autozulieferer der Welt.

Eine KostenlĂŒcke von 2,5 Milliarden Euro

Bosch nennt die GrĂŒnde unverblĂŒmt: schwache Nachfrage, ÜberkapazitĂ€ten, brutaler Preisdruck, Handelshemmnisse – und eine jĂ€hrliche KostenlĂŒcke von rund 2,5 Milliarden Euro. Hinzu kommt die immer aggressivere Konkurrenz aus China.

Besonders hart trifft es den Stammsitz-Standort Stuttgart-Feuerbach mit rund 3.500 Stellen. In Schwieberdingen sollen etwa 1.750 ArbeitsplĂ€tze wegfallen, in BĂŒhl und BĂŒhlertal rund 1.550, im saarlĂ€ndischen Homburg etwa 1.250. In Waiblingen beendet Bosch die Produktion von Verbindungstechnik mit derzeit rund 560 BeschĂ€ftigten bis Ende 2028.

Und es trifft lĂ€ngst nicht nur die Werkshallen. Auch Entwicklung, Einkauf, Vertrieb und Verwaltung mĂŒssen Personal abgeben. Der Konzern verweist auf rĂŒcklĂ€ufige AuftrĂ€ge und den zĂ€hen Hochlauf neuer Technologien.

HĂ€rte hinter verschlossenen TĂŒren

Über die PlĂ€ne wurde monatelang gerungen. Medienberichten zufolge einigten sich Management und Arbeitnehmervertreter im FrĂŒhjahr an praktisch allen betroffenen Standorten auf Eckpunkte; in Feuerbach sei der Abbau demnach von gut 3.300 auf rund 2.500 Stellen gesenkt worden. Betriebsratschef Frank Sell beschrieb die GesprĂ€che so:

„Die Verhandlungen waren extrem schwierig“

Insgesamt geht es in der Zuliefersparte laut Berichten um rund 22.000 Stellen. Bosch setzt vor allem auf Vorruhestand, Altersteilzeit und Abfindungen. Allein fĂŒr 2025 sollen knapp 900 Millionen Euro an ausscheidende Mitarbeiter geflossen sein, rund 2,7 Milliarden Euro wurden zurĂŒckgestellt.

Niedrigster BeschÀftigungsstand seit 2005

Bosch ist kein Einzelfall, sondern Symptom. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes arbeiteten Ende Juni 2026 noch rund 691.500 Menschen in der deutschen Automobilindustrie – 42.300 weniger als ein Jahr zuvor, ein Minus von 5,8 Prozent. So wenige waren es zuletzt 2005. Bei den Teile- und Zubehörzulieferern brach die BeschĂ€ftigung um 7,6 Prozent ein.

Die Reaktion der Politik? Baden-WĂŒrttemberg, Bayern und Niedersachsen verlangten am 17. September schnellere Hilfen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil pocht auf schĂ€rfere Handelsinstrumente gegen chinesische Hersteller und stĂ€rkere Vorgaben zur lokalen Wertschöpfung. BrĂŒssel hat im MĂ€rz den „Industrial Accelerator Act“ vorgeschlagen, der europĂ€ische Produktion bei öffentlichen Ausschreibungen bevorzugen soll – zugestimmt haben Parlament und Mitgliedstaaten allerdings noch nicht.

Wenn Standortpolitik zur Standortfrage wird

Aus Sicht unserer Redaktion zeigt der Fall Bosch, wohin jahrelange Überregulierung, politisch gesetzte Antriebsvorgaben und Rekord-Energiekosten fĂŒhren: ArbeitsplĂ€tze wandern ab, wĂ€hrend Berlin und BrĂŒssel noch ĂŒber GesetzentwĂŒrfe beraten. Kritiker fragen zu Recht, ob neue Subventionsprogramme ersetzen können, was gĂŒnstige Energie und weniger BĂŒrokratie leisten wĂŒrden.

Bosch selbst zieht sich nicht aus der MobilitĂ€t zurĂŒck: Der Umsatz mit Technik fĂŒr schwere Nutzfahrzeuge – derzeit ĂŒber vier Milliarden Euro jĂ€hrlich – soll sich bis Mitte der 2030er Jahre verdoppeln. Nur eben nicht ĂŒberall dort, wo heute noch deutsche Werkstore stehen.

FĂŒr viele BĂŒrger stellt sich damit die nĂŒchterne Frage nach der eigenen Absicherung. Wer Vermögen breit streuen will, zieht physische Edelmetalle als krisenerprobte Beimischung in Betracht – unabhĂ€ngig von Konjunkturzyklen einzelner Branchen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser ist fĂŒr seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenstĂ€ndig recherchieren.

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