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13.03.2026
12:04 Uhr

Iran-Krieg bedroht Deutschlands angeschlagene Industrie: Gewerkschaftschef schlägt Alarm

Iran-Krieg bedroht Deutschlands angeschlagene Industrie: Gewerkschaftschef schlägt Alarm

Als hätte die deutsche Industrie nicht schon genug Prügel einstecken müssen. Jahre der Stagnation, explodierende Energiekosten, eine ideologiegetriebene Wirtschaftspolitik – und nun droht der nächste Hammerschlag. Der eskalierende Iran-Konflikt könnte jene zaghafte Erholung zunichtemachen, auf die Unternehmer und Beschäftigte so sehnlich gehofft hatten. IG-BCE-Chef Michael Vassiliadis findet dafür deutliche Worte – und man muss ihm diesmal recht geben.

Die Chemiebranche am Abgrund

Vassiliadis warnte vor Journalisten eindringlich vor den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges. Die Auswirkungen auf die Energieversorgung sowie die damit einhergehenden steigenden Öl- und Gaspreise würden noch weitgehend unterschätzt, so der Gewerkschaftsvorsitzende. Sollte der Konflikt länger andauern, drohe ein Szenario, das an die dunkelsten Tage der Energiekrise nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine erinnert.

Forschungsinstitute wie das Ifo bestätigen diese düstere Prognose. Die ohnehin fragile Erholung der deutschen Wirtschaft werde durch den Iran-Krieg empfindlich gedämpft. Je länger der Konflikt schwele, desto gravierender die Konsequenzen. Und als wäre das nicht genug, rechnen Ökonomen mit einem erneuten Inflationsschub – eine Nachricht, die Millionen deutsche Verbraucher mit Schrecken vernehmen dürften.

Droht ein industrieller Kahlschlag?

Besonders alarmierend ist die Warnung der IG BCE vor einem „unkontrollierten Flächenbrand" in der chemischen Grundstoffproduktion. Was sich zunächst wie gewerkschaftliche Übertreibung anhören mag, hat einen erschreckend realen Hintergrund. Komplette Industriecluster stehen auf dem Spiel. Die Produktion von Grundstoffen in energieintensiven Großanlagen bilde das Herz nahezu jedes chemischen Verbundstandorts, erklärte Vassiliadis. Werden diese Anlagen abgeschaltet, fehlen den direkt angebundenen Betrieben in der weiteren Wertschöpfungskette schlicht die Vorprodukte, auf die sie zwingend angewiesen sind.

Das ist keine abstrakte Theorie. Der US-Konzern Dow hat bereits angekündigt, seine Anlagen in Sachsen und Sachsen-Anhalt bis 2027 schließen zu wollen. Das ostdeutsche Chemiedreieck – einst Stolz der Wiedervereinigung und Symbol für industriellen Aufbau – steht vor einer existenziellen Bedrohung. Tausende Arbeitsplätze hängen am seidenen Faden. Und Dow ist bei weitem kein Einzelfall: Nach Beobachtung der Gewerkschaft erwögen zahlreiche Grundstoffhersteller in Europa ähnliche Schritte.

Überkapazitäten und chinesische Billigimporte verschärfen die Krise

Die Ursachen sind vielschichtig, aber keineswegs überraschend für jeden, der die wirtschaftspolitischen Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre aufmerksam verfolgt hat. Am Weltmarkt haben sich Überkapazitäten bei Grundchemikalien von geschätzt über 20 Prozent aufgebaut. Eine schwache Nachfrage trifft auf eine regelrechte Schwemme von Importen – vor allem aus China. Peking flutet die Märkte mit billigen Grundchemikalien, während europäische Produzenten unter astronomischen Energiekosten und einer erdrückenden Regulierungslast ächzen. Der resultierende Preisdruck macht eine rentable Produktion in Deutschland zunehmend unmöglich.

Grundchemikalien sind dabei keineswegs ein Nischenprodukt. Sie dienen als Ausgangsstoff für Kunststoffe, Ammoniak, Medikamente und Farbstoffe – kurz: für nahezu alles, was unsere moderne Industriegesellschaft am Laufen hält. Wer diese Produktion verliert, verliert nicht nur Arbeitsplätze, sondern strategische Souveränität.

Politisches Versagen mit Ansage

Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass die aktuelle Misere auch hausgemacht ist. Jahrelang hat die deutsche Politik – allen voran die gescheiterte Ampelkoalition – die energieintensive Industrie mit immer neuen Auflagen, CO₂-Abgaben und ideologisch motivierten Energiewendeexperimenten belastet. Vassiliadis fordert nun zu Recht, dass im Emissionshandel kostenlose CO₂-Zertifikate an energieintensive Firmen länger möglich gemacht werden müssten. Ansonsten würden die Kosten in der ohnehin kriselnden Chemieindustrie weiter in die Höhe getrieben.

Die Frage, die sich stellt, ist simpel: Wie lange kann sich Deutschland noch leisten, seine industrielle Basis systematisch zu erodieren? Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar vollmundige Versprechen gemacht, doch das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur wird die Inflation weiter anheizen – und damit genau jene Probleme verschärfen, unter denen Industrie und Verbraucher bereits jetzt leiden.

Tarifrunde unter Kriegsschatten

Der Iran-Krieg trifft die Branche zudem mitten in einer heiklen Tarifrunde. Rund 585.000 Beschäftigte in der Chemie- und Pharmaindustrie warten auf ein Ergebnis. Die Arbeitgeber fordern Lohnzurückhaltung – angesichts der wirtschaftlichen Lage nachvollziehbar, aber für die Beschäftigten kaum zumutbar. Vassiliadis stellte unmissverständlich klar: „Das geht mit uns nicht." Die Gewerkschaft wolle mit höheren Entgelten die Kaufkraft stärken.

Die Reallohnverluste seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine 2022 seien bis heute nicht ausgeglichen, betonte Vassiliadis. Nun drohten infolge des Iran-Krieges neue Inflationsschübe.

Er hat damit einen wunden Punkt getroffen. Die deutschen Arbeitnehmer haben in den vergangenen Jahren massive Kaufkraftverluste hinnehmen müssen. Die Inflation hat Ersparnisse aufgefressen, die Lebenshaltungskosten sind explodiert, und die Reallöhne hinken der Preisentwicklung hinterher. Wer in dieser Situation Lohnzurückhaltung predigt, verkennt die Realität an den Küchentischen der Republik.

Edelmetalle als Fels in der Brandung

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit, drohender Inflation und industrieller Erosion zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewährter Krisenschutz gelten. Während Aktienmärkte nervös auf jeden neuen Eskalationsschritt im Iran-Konflikt reagieren und Anleiherenditen unter dem Druck steigender Inflationserwartungen schwanken, beweisen Edelmetalle seit Jahrtausenden ihre Funktion als Wertanker. Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, sollte physische Edelmetalle als sinnvolle Ergänzung in einem breit gestreuten Anlageportfolio in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keine Haftung für individuelle Anlageentscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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