Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
24.06.2026
16:10 Uhr

Iran kassiert zwölf Milliarden Dollar – und greift nach der Lebensader des Welthandels

Es ist ein Schauspiel, das nachdenklich stimmen sollte: Nach Verhandlungen auf dem schweizerischen Bürgenstock haben sich die USA und der Iran auf die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte in Höhe von zwölf Milliarden Dollar geeinigt. Verkündet hat dies kein Geringerer als der iranische Chefunterhändler und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf. Damit liegt erstmals ein handfestes Ergebnis der zähen Gespräche zwischen Washington und Teheran auf dem Tisch – und es ist eines, das viele Beobachter sprachlos zurücklässt.

Wenn der Verlierer am Verhandlungstisch triumphiert

Man reibt sich die Augen. Nach militärischer Eskalation, nach Angriffen auf iranische Atomanlagen, sitzt das Mullah-Regime nun am Tisch und holt sich Milliarden zurück. Laut dem iranischen Zentralbankchef Abdolnaser Hemmati beträfen die ersten sechs Milliarden Dollar ausstehende Zahlungen Südkoreas für frühere iranische Ölexporte. Diese Gelder seien einst wegen amerikanischer Sanktionen blockiert worden. Bereits 2023 habe die damalige Biden-Regierung einem Transfer auf ein Konto in Katar zugestimmt – ausschliesslich, so hiess es damals, für Lebensmittel und Medikamente. Nach dem Hamas-Angriff auf Israel froren die Vereinigten Staaten diese Mittel erneut ein. Nun also der Rückwärtsgang.

Parallel dazu lockerten die USA ihre Sanktionen gegen das Regime spürbar. Das US-Finanzministerium erteilte eine bis zum 21. August gültige Ausnahmegenehmigung für Produktion, Transport und Verkauf iranischer Öl- und Petrochemieprodukte – inklusive Finanzdienstleistungen, Versicherungen und Transportlogistik. Wer hier von einer harten Linie gegenüber Teheran spricht, der hat die Realität wohl gründlich verschlafen.

Die Strasse von Hormus – ein gefährlicher Machtanspruch

Doch der eigentliche Paukenschlag kam nach Ghalibafs Rückkehr in die Heimat. Laut der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» kündigte der iranische Chefunterhändler an, die Strasse von Hormus werde «niemals in den Zustand vor dem Krieg zurückkehren». Künftig solle die strategisch wichtige Wasserstrasse «im Einklang mit dem Völkerrecht von der Islamischen Republik Iran verwaltet werden».

Damit erhebt Teheran faktisch Anspruch auf die Kontrolle einer Meerenge, über die ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels abgewickelt wird – die Lebensader der globalen Energieversorgung.

Man muss kein Stratege sein, um zu erkennen, welche Sprengkraft in dieser Ankündigung steckt. Wer die Strasse von Hormus kontrolliert, hält die Hand am Ölhahn der Welt. Und ausgerechnet ein Regime, das international für seine destabilisierende Rolle bekannt ist, soll diese Schlüsselposition nun ausbauen dürfen? Für Europa, das energiepolitisch ohnehin auf wackligen Beinen steht, sind das alarmierende Nachrichten.

Streit über das Atomprogramm – jeder erzählt seine eigene Geschichte

Bemerkenswert ist auch das Wirrwarr rund um die Atomverhandlungen. US-Vizepräsident J. D. Vance erklärte nach den Gesprächen, der Iran habe zugestimmt, internationale Atominspektionen wieder zuzulassen. Teheran jedoch widerspricht dieser Darstellung umgehend. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete unter Berufung auf das Aussenministerium, über das Atomprogramm werde gar nicht verhandelt, neue Verpflichtungen gegenüber der Internationalen Atomenergiebehörde seien nicht eingegangen worden. Eine etwaige Wiederaufnahme von Inspektionen müsse zunächst vom Parlament und vom Nationalen Sicherheitsrat gebilligt werden.

Wer hier die Wahrheit sagt, bleibt offen. Doch dass beide Seiten nach denselben Gesprächen derart unterschiedliche Versionen präsentieren, lässt tief blicken. Das Schweizer Aussendepartement sprach immerhin von einer «Einigung auf einen Fahrplan» und kündigte technische Gespräche an. Vier Arbeitsgruppen seien eingerichtet worden – zwei für das Atomprogramm und die Aufhebung von Sanktionen, zwei für wirtschaftliche Entwicklung und die Umsetzung möglicher Vereinbarungen.

Was bleibt für den Westen?

Trotz aller Differenzen sprechen beide Seiten von Fortschritten. Ghalibaf lobte «gute Ergebnisse», Vance sieht eine «sehr gute Grundlage für eine erfolgreiche endgültige Einigung». Schöne Worte – doch die nüchterne Bilanz lautet: Das Regime erhält zwölf Milliarden Dollar, Sanktionen werden gelockert, und gleichzeitig greift Teheran nach der Kontrolle einer der wichtigsten Wasserstrassen der Welt. Wer hier als Sieger und wer als Verlierer vom Tisch geht, dürfte sich jeder selbst beantworten können.

Für den ohnehin gebeutelten europäischen Verbraucher bedeutet jede neue Unsicherheit am Ölmarkt eine reale Gefahr für die Geldbörse. Steigende Energiepreise, befeuerte Inflation, geopolitische Instabilität – das sind keine abstrakten Schlagzeilen, sondern Faktoren, die unmittelbar auf den Wohlstand durchschlagen.

Warum Stabilität im eigenen Depot beginnt

Gerade in Zeiten, in denen Grossmächte um Öl, Macht und Milliarden ringen und kein politisches Versprechen länger als bis zur nächsten Pressekonferenz hält, zeigt sich der wahre Wert beständiger Sachwerte. Während Papierwährungen den Launen der Notenbanken und Regierungen ausgeliefert sind, behaupten sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrtausenden als verlässlicher Anker. Sie kennen weder Verhandlungspoker noch eingefrorene Konten – sie liegen in der Hand des Besitzers. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen können sie ein solides Fundament gegen die Stürme der Weltpolitik bilden.

Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Wir bieten weder eine Steuer- noch eine Rechtsberatung an. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und seine Entscheidungen selbst zu verantworten. Bei individuellen Fragen sollten Sie einen unabhängigen Fachberater hinzuziehen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen