
Investitionsbooster verpufft: 12 Prozent Minus statt Aufbruch

Berlin. Ein Jahr nach dem Start des staatlichen "Investitionsboosters" fällt die Bilanz ernüchternd aus: Die privaten Investitionen in Deutschland lagen im ersten Quartal 2026 nach Angaben der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) noch rund zwölf Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau. Zwar legten die privaten Ausrüstungsinvestitionen gegenüber dem Vorquartal um 3,3 Prozent zu. Laut Bundeswirtschaftsministerium ging dieser Zuwachs jedoch vor allem auf das wieder anziehende Exportgeschäft zurück – nicht auf die neuen Steuerregeln.
Schnellere Abschreibung, gleiche Standortkosten
Seit Juli 2025 dürfen Unternehmen bewegliche Wirtschaftsgüter deutlich schneller abschreiben: degressiv mit bis zu 30 Prozent, gültig für Anschaffungen bis Ende 2027. Bei neuen betrieblichen Elektroautos sind im Anschaffungsjahr sogar 75 Prozent möglich.
Das rechnet sich – aber nur für Firmen, die ohnehin investieren wollten. Neue Aufträge schafft der Booster nicht. Und an den laufenden Kosten für Energie, Bürokratie und Genehmigungsverfahren ändert er kein Komma.
Die DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov nannte die Maßnahme laut einer Mitteilung des Verbands vom 14. August einen richtigen Reformschritt, der aber allein nichts drehe. Stimmung und Zahlen seien "immer noch im Keller".
"Wer im Stau steht, gibt kein Gas, sondern ruckelt auf Sicht vor."
Nötig seien, so Melnikov, niedrigere Kosten, weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und eine modernisierte Infrastruktur – kurzum: Vertrauen und Verlässlichkeit in der Wirtschaftspolitik.
Industrie: Strukturschwäche statt Trendwende
Das ifo Institut sieht die geringe Investitionstätigkeit als strukturelles Problem. Besonders die industriellen Schwergewichte – Maschinenbau und Autoindustrie – kommen nicht in Schwung. Einzelne größere Projekte melden dagegen Pharmaindustrie, Metallherstellung und Teile des Fahrzeugbaus.
Für 2026 rechnen die Münchner Forscher insgesamt weiter mit schwacher Investitionsbereitschaft. Was investiert wird, konzentriert sich auf wenige Branchen und Großkonzerne. Der Mittelstand, das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, hält das Geld zusammen.
Stimmung hellt auf – die Substanz bleibt dünn
Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal 2026 nur um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Immerhin die Erwartungen drehen: Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg Medienberichten zufolge im August auf 88,8 Punkte nach 86,7 im Juli – der vierte Anstieg in Folge und eine weitere Erholung von dem Einbruch nach dem Iran-Krieg.
Doch Stimmung ist keine Maschine, keine Halle, kein Arbeitsplatz. Die Bundesregierung setzt daher auf Steuersenkungen ab 2028: Der Körperschaftsteuersatz soll stufenweise von 15 auf zehn Prozent fallen, bis 2032 soll die gesamte Unternehmenssteuerbelastung auf knapp 25 Prozent sinken.
Warum drei Jahre warten?
Aus Sicht unserer Redaktion liegt darin der eigentliche Sprengstoff: Entlastung, die erst 2028 beginnt und 2032 wirkt, hilft einem Unternehmer nicht, der heute über eine neue Fertigungslinie entscheidet – und morgen ein Angebot aus Polen, Texas oder Asien auf dem Tisch hat.
Statt Anreize für Elektroautos zu staffeln, wäre eine spürbare Senkung von Energiepreisen und Abgabenlast der ehrlichere Weg. Nach einem Jahr Booster zeigen die Daten jedenfalls keinen breiten Investitionsschub – sondern einen Standort, der von der Substanz lebt.
Wer sein Vermögen gegen jahrelange Wachstumsschwäche, hohe Staatsverschuldung und Kaufkraftverluste absichern will, zieht neben Produktivkapital seit Generationen auch physische Edelmetalle als Beimischung in Betracht.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und Meinungsbildung und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Anleger muss eigenverantwortlich recherchieren und entscheidet selbst über seine Vermögensdispositionen.

Der große Der große Das große Live-Webinar am 26. August – was jetzt über Konto, Erbe und Bargeld entschieden wird. Und wie Sie Ihr Vermögen legal schützen.
Live mit Ernst Wolff, Dr. Hans-Georg Maaßen, Prof. Dr. Ulrike Guérot, Dr. Paul Brandenburg, Gerald Grosz, Tom-Oliver Regenauer & einem anonymen Banken-Insider – moderiert von Dominik Kettner. 100 % kostenlos.





Die Stimmen des Abends

ErnstWolff

Dr. Hans-GeorgMaaßen

Prof. Dr. UlrikeGuérot

Dr. PaulBrandenburg

GeraldGrosz

Tom-OliverRegenauer

Bankeninsider(anonym)
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik



















