
Hormus-Schock: Europa zahlt 127 Milliarden – für keinen Tropfen mehr!

127 Milliarden Euro hat Europa seit der Schließung der Straße von Hormus zusätzlich für Öl und Gas bezahlt. Mehr Energie gab es dafür nicht. Diese Rechnung machte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag in Brüssel auf. Und während sie sprach, flogen bereits neue Angriffe auf Iran.
Eine Meerenge, die Europas Konten leert
Laut Medienberichten sagte von der Leyen, die importierten fossilen Brennstoffe hätten Europa zusätzlich 127 Milliarden Euro gekostet, und das ohne ein einziges zusätzliches Molekül Energie. Wer Öl und Gas importiere, importiere eben auch die Schocks und Krisen, die daran hängen.
Der Hintergrund: Ende Februar griffen die USA und Israel Iran an. Teheran machte daraufhin die Straße von Hormus faktisch dicht und attackierte Berichten zufolge die Energieanlagen seiner Nachbarstaaten. Vor dem Krieg lief rund ein Fünftel des weltweit auf dem Seeweg transportierten Öls und Flüssiggases durch diese Meerenge.
Die Kosten wachsen rasant
Wie schnell die Belastung steigt, zeigt ein Blick zurück. Anfang Oktober hatte von der Leyen noch von rund 100 Milliarden Euro Mehrkosten gesprochen. Seit Ende Februar seien die Gaspreise um 140 Prozent gestiegen, die Dieselpreise hätten sich verdoppelt. Seitdem sind in rund vier Wochen also weitere 27 Milliarden Euro dazugekommen.
Nach 100 Kriegstagen hatte das Pariser Institut Jacques Delors die Zusatzrechnung der EU auf etwa 62 Milliarden Euro beziffert. Darin enthalten waren rund 16 Milliarden Euro an staatlichen Hilfen aus mehr als 210 Notmaßnahmen in 23 Ländern. Diesel, Gas und Kerosin werden immer teurer. Bezahlen müssen das am Ende Pendler, Handwerker, Spediteure und Familien.
Merz: Deutschland hat ein Interesse am Kriegsende
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich zuletzt besorgt. Unternehmen und Verbraucher in Europa hätten mehr als 100 Milliarden Euro zusätzlich gezahlt, sagte er Berichten zufolge. Deshalb gebe es auch ein wirtschaftliches Interesse daran, den Konflikt so schnell wie möglich zu beenden. Die deutsche Industrie leidet ohnehin unter hohen Standortkosten. Für sie ist das eine weitere schwere Last.
Neue Angriffe, neue Unsicherheit
Ruhe ist nicht in Sicht. In der Nacht auf Dienstag griffen die USA laut Medienberichten die Insel Qeshm in der Meerenge an. Washington habe von einer „Verteidigungsmaßnahme“ zum Schutz amerikanischer Militärkräfte gesprochen. Donald Trump und Israels Premier Benjamin Netanjahu sollen zuvor mit neuen Schlägen nach den US-Zwischenwahlen gedroht haben.
Trump bestritt allerdings, Angriffe auf Teheran zu planen. Vizepräsident J.D. Vance sprach Berichten zufolge sogar von guten Aussichten auf eine Verhandlungslösung. Die Märkte bleiben trotzdem nervös: Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Dienstagmittag rund 106 Dollar.
Brüssels Antwort: noch mehr Umbau
Von der Leyen sieht in der Krise vor allem einen Grund, die Elektrifizierung der Wirtschaft schneller voranzutreiben. Pauschale Entlastungen für alle lehnte sie bereits im Oktober ab. Kritiker sehen darin ein bekanntes Muster: Brüssel nutzt eine Notlage, um die eigene Agenda durchzusetzen, während Bürger und Betriebe die Rechnung sofort bezahlen.
Dazu kommt eine unbequeme Frage. Hätte Deutschland seine letzten Kernkraftwerke im April 2023 nicht abgeschaltet, wäre das Land dann heute so stark von teuren Importen abhängig?
Fazit: Wer in Krisen vorsorgt, bleibt handlungsfähig
Die 127 Milliarden Euro zeigen, wie verletzlich Europas Wohlstand ist. Eine einzige Meerenge kann ihn ins Wanken bringen. Energiepreise treiben die Inflation an und gefährden Arbeitsplätze. Ersparnisse verlieren dabei an Kaufkraft. Für viele Bürger sind physisches Gold und Silber deshalb seit Generationen eine bewährte Absicherung, als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und trifft seine Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung.
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