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Kettner Edelmetalle
24.02.2026
14:28 Uhr

Habecks Heizungshammer wirkt nach: Handwerker und Kunden im Würgegriff der Planungsunsicherheit

Es ist eines jener politischen Erbstücke, das wie ein Mühlstein am Hals der deutschen Wirtschaft hängt: das sogenannte Heizungsgesetz, einst unter dem grünen Wirtschaftsminister Robert Habeck durchgepeitscht, sorgt auch unter der neuen schwarz-roten Bundesregierung für massive Verunsicherung bei Handwerkern und Hauseigentümern gleichermaßen. Während die Politik in Berlin noch um Eckpunkte einer Reform ringt, stehen draußen im Land die Betriebe vor einem Dilemma, das seinesgleichen sucht.

Ein Gesetz, das lähmt statt lenkt

Die Ausgangslage ist so absurd wie bezeichnend für die deutsche Energiepolitik der vergangenen Jahre. Bleibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in seiner jetzigen Form bestehen, dürften ab Juli 2026 in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern keine neuen Öl- und Gasheizungen mehr in Bestandsgebäuden verbaut werden. Knapp 79 Prozent aller deutschen Wohngebäude werden derzeit noch mit fossilen Energieträgern beheizt. Man muss kein Mathematiker sein, um zu erkennen, welch gewaltiger Umbruch hier erzwungen werden soll – und welch gewaltige Kosten damit auf die Bürger zukommen.

Thomas Vogel, Geschäftsführer einer Dresdner Heizungsfirma, bringt das Problem auf den Punkt: Wenn niemand wisse, wie es weitergehe, könne man auch keinen vernünftigen Rat geben. „Es könnte so und so kommen, ist keine Kundenberatung", beschreibt er die groteske Situation. In Dresden stammten viele Heizungsanlagen noch aus der Wendezeit und müssten dringend ausgetauscht werden. Doch statt zu investieren, üben sich die Kunden in Zurückhaltung. Während 2023 noch massenhaft Gasheizungen eingebaut worden seien – offenbar in vorauseilendem Gehorsam vor dem drohenden Verbot –, herrsche seither weitgehend Stillstand.

Auch die Handwerkskammern schlagen Alarm

Die Handwerkskammer Magdeburg bestätigt dieses Bild. Mitgliedsbetriebe aus dem Bereich Sanitär-Heizung-Klimatechnik berichteten von erheblicher Verunsicherung unter ihren Kunden. Die Ungewissheit über die zukünftige Ausgestaltung des Heizungsgesetzes und entsprechender Förderprogramme führe dazu, dass viele Eigentümer ihre Investitionsentscheidungen schlicht aufschieben würden. Für die Handwerksbetriebe bedeutet das eine Achterbahnfahrt zwischen Auftragsflut und gähnender Leere – ein Zustand, der auf Dauer existenzbedrohend werden kann.

Man fragt sich unwillkürlich: Ist es nicht genau diese Art von planwirtschaftlicher Gängelung, die Deutschland wirtschaftlich in die Knie zwingt? Ein Staat, der seinen Bürgern vorschreibt, welche Heizung sie einbauen dürfen, und dann nicht einmal in der Lage ist, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen – das ist kein Ordnungsrahmen, das ist organisiertes Chaos.

Die 65-Prozent-Regel: Ein bürokratisches Monstrum

Das Herzstück des Habeck'schen Heizungsgesetzes war die Vorgabe, dass neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Verschiedene Modelle wie Wärmepumpen oder Hybridheizungen sollten dies ermöglichen. Besonders pikant dabei: Die Vorgabe galt als automatisch erfüllt, sobald eine elektrische Wärmepumpe eingebaut wurde – völlig unabhängig davon, ob der dafür benötigte Strom tatsächlich aus erneuerbaren Quellen stammte. Gerade im Winter, wenn der Heizbedarf am höchsten ist, speist sich der deutsche Strommix an windstillen Tagen zu erheblichen Teilen aus Kohle und Gas. Die vermeintlich grüne Wärmepumpe wird dann de facto zur fossil betriebenen Heizung – nur eben über den teuren Umweg der Stromleitung.

Es ist diese Art von ideologiegetriebener Scheinlogik, die das Vertrauen der Bürger in die Energiepolitik nachhaltig zerstört hat. Man verbietet dem Hausbesitzer die Gasheizung, um ihn dann mit einer Wärmepumpe zu beglücken, die im Ernstfall ebenfalls mit Gas betrieben wird – nur eben ineffizienter und teurer. George Orwell hätte seine helle Freude an solchen Konstruktionen gehabt.

Schwarz-Rot ringt um einen Kompromiss

Im Koalitionsvertrag der neuen Regierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz klang es zunächst vielversprechend: Man werde das Heizungsgesetz abschaffen und das GEG technologieoffener, flexibler und einfacher gestalten. Die erreichbare CO₂-Vermeidung solle zur zentralen Steuerungsgröße werden. Doch wie so oft in der deutschen Politik folgte dem großen Versprechen die ernüchternde Realität. Aus der SPD kam Widerstand gegen eine vollständige Abschaffung der strengen Vorgaben.

Nun zeichnet sich offenbar ein Kompromiss ab: Die umstrittene 65-Prozent-Regel soll fallen. Stattdessen plane man die Einführung einer sogenannten Grüngasquote. Dem herkömmlichen Gas soll ein steigender Anteil erneuerbarer Gase wie Wasserstoff oder Biomethan beigemischt werden. Wie genau diese Quote ausgestaltet werden soll, sei allerdings noch völlig offen. Ob es Sonderfälle geben werde, ebenfalls. Man tauscht also eine Unsicherheit gegen die nächste – und nennt das dann Reform.

Wasserstoff zum Heizen: Wunschdenken oder Realität?

Die Idee, grünen Wasserstoff dem Gasnetz beizumischen, klingt auf dem Papier bestechend. In der Praxis allerdings existiert dieser Wasserstoff in den benötigten Mengen schlicht nicht. Deutschland ist weit davon entfernt, auch nur annähernd genug grünen Wasserstoff zu produzieren, um damit Millionen von Haushalten zu versorgen. Es handelt sich um eine Technologie der Zukunft, die als Lösung für die Gegenwart verkauft wird. Wer so plant, der baut sein Haus auf Sand – oder besser gesagt: auf heißer Luft.

Wärmepumpen: Nicht für jedes Gebäude geeignet

Geschäftsführer Vogel weist auf ein weiteres gravierendes Problem hin, das in der politischen Debatte gerne unter den Teppich gekehrt wird. Gerade in großen Mehrfamilienhäusern seien Wärmepumpen teilweise schlicht nicht realisierbar, weil es keine ausreichend dimensionierten Geräte gebe. Hybridheizungen, die sowohl eine Gas- als auch eine Wärmepumpenkomponente umfassen, kosteten dreimal so viel wie herkömmliche Gasheizungen und benötigten auch die dreifache Einbauzeit. Für Gebäude mit Etagenheizungen seien Wärmepumpen ebenfalls unpraktisch.

Die beste Lösung für solche Gebäude wäre ein Anschluss an ein Wärmenetz. Doch auch hier mangelt es an Personal und Infrastruktur. Bis Juli 2026 müssen Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern einen kommunalen Wärmeplan vorlegen. Dresden etwa strebt bis 2045 eine klimaneutrale Wärmeversorgung an – durch den Ausbau von Fern- und Nahwärme sowie dezentrale Lösungen. Doch zwischen dem Vorlegen eines Plans und dessen tatsächlicher Umsetzung klafft bekanntlich eine gewaltige Lücke. Das Gesetz selbst räumt ein, dass aus der Einteilung in ein Wärmeversorgungsgebiet keine Pflicht entstehe, eine bestimmte Wärmeversorgungsart tatsächlich zu nutzen oder bereitzustellen.

Die wahren Leidtragenden: Bürger und Handwerker

Am Ende sind es wie immer die einfachen Bürger und die mittelständischen Handwerksbetriebe, die den Preis für die ideologischen Experimente der Politik zahlen. Vogel bringt es nüchtern auf den Punkt: Entweder gebe es mehr Aufträge, als man erfüllen könne, oder so wenig zu tun, dass man schauen müsse, wie man die Mitarbeiter beschäftigt halte. „Wir werden es auch dieses Mal schaffen", sagt er – ein Satz, der mehr nach trotzigem Durchhaltewillen klingt als nach Zuversicht.

Was Deutschland bräuchte, wäre eine Energiepolitik, die auf Technologieoffenheit, marktwirtschaftliche Anreize und vor allem auf Verlässlichkeit setzt. Stattdessen erleben wir seit Jahren ein Hin und Her zwischen ideologischen Maximalforderungen und halbherzigen Kompromissen, das Investitionen blockiert, Arbeitsplätze gefährdet und das Vertrauen der Bürger in die politische Handlungsfähigkeit systematisch untergräbt. Das Heizungsgesetz ist dabei nur ein Symptom einer viel tiefgreifenderen Krise: einer Politik, die den Bürger nicht als mündigen Entscheider, sondern als Objekt staatlicher Erziehung betrachtet.

In Zeiten derartiger wirtschaftlicher und politischer Unsicherheit zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, das eigene Vermögen auf ein solides Fundament zu stellen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – unabhängig von politischen Launen, Gesetzesänderungen und ideologischen Experimenten. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Vermögenssicherung leisten.

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