
Grönland erteilt Trump klare Absage: Keine Rahmenvereinbarung mit den USA
Die diplomatischen Spannungen zwischen Grönland und den Vereinigten Staaten nehmen zu. Während US-Präsident Donald Trump öffentlich von weitreichenden Zugeständnissen der arktischen Insel spricht, widerspricht Grönlands Wirtschaftsministerin Naaja Nathanielsen diesen Darstellungen nun vehement. Die Ministerin stellte unmissverständlich klar: Eine konkrete Rahmenvereinbarung, die den USA neue Rechte in Grönland einräumen würde, existiert schlichtweg nicht.
Trumps Behauptungen stehen im Widerspruch zur Realität
Der US-Präsident hatte gegenüber dem Sender "Fox Business News" großspurig verkündet, die Vereinigten Staaten würden "alles bekommen, was wir wollten - absolute Sicherheit, uneingeschränkten Zugang zu allem". Doch diese Aussagen entpuppen sich offenbar als das, was man von Trump mittlerweile gewohnt ist: markige Worte ohne substanzielle Grundlage. Die grönländische Ministerin machte deutlich, dass der eigentliche Dialog erst noch beginnen müsse. Bislang habe man von amerikanischer Seite nichts Konkretes darüber gehört, welche Themen überhaupt besprochen werden sollen.
Diese Diskrepanz zwischen Trumps vollmundigen Ankündigungen und der tatsächlichen diplomatischen Lage wirft einmal mehr ein bezeichnendes Licht auf den Politikstil des amerikanischen Präsidenten. Während er in der Öffentlichkeit bereits Erfolge feiert, stehen die eigentlichen Verhandlungen noch aus.
Grönland besteht auf Einhaltung internationalen Rechts
Nathanielsen, die auch für die grönländischen Rohstoffe zuständig ist, zeigte sich durchaus offen für wirtschaftliche Kooperationen mit den USA. Allerdings formulierte sie klare Bedingungen, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lassen. Grönland sei "sehr interessiert, Investitionsbeziehungen mit den USA zu entwickeln", so die Ministerin. Jedoch erwarte man, dass amerikanische Unternehmen den "Vordereingang" nutzen würden - eine unmissverständliche Anspielung auf Trumps aggressive Rhetorik der vergangenen Monate.
"Wir wollen, dass sie sich an unsere Regeln und Vorschriften halten, und als einfache Basis: internationales Recht respektieren. Wenn das alles erfüllt ist, heißen wir sie willkommen."
Diese Worte dürften in Washington nicht auf Begeisterung stoßen. Trumps wiederholte Andeutungen, Grönland notfalls auch mit Druck unter amerikanische Kontrolle bringen zu wollen, haben das Verhältnis zwischen beiden Seiten nachhaltig belastet.
Kein gesteigertes Interesse amerikanischer Unternehmen
Besonders bemerkenswert ist Nathanielsens Feststellung, dass es im zurückliegenden Jahr kein erhöhtes Interesse von US-Unternehmen an der Rohstoffgewinnung in Grönland gegeben habe. Dies steht in krassem Widerspruch zu Trumps Darstellung, wonach amerikanische Firmen bereits Schlange stünden, um die reichen Bodenschätze der arktischen Insel auszubeuten. Offenbar existiert bislang lediglich eine reine Absichtserklärung - weit entfernt von den konkreten Vereinbarungen, die der US-Präsident suggeriert.
Die Ministerin rechnet zwar mit Gesprächen auf NATO-Ebene über eine verstärkte militärische Präsenz im hohen Norden sowie mit einem trilateralen Dialog zwischen Grönland, den USA und Dänemark. Dabei gehe es um Verteidigung, nationale Sicherheit und die Aktualisierung eines Abkommens von 1951. Doch von einem Ausverkauf grönländischer Interessen kann keine Rede sein.
Ein Lehrstück in Souveränität
Grönlands klare Haltung verdient Respekt. In einer Zeit, in der große Mächte zunehmend versuchen, kleinere Nationen unter Druck zu setzen, beweist die autonome dänische Region Rückgrat. Die Botschaft an Washington ist unmissverständlich: Wer mit Grönland Geschäfte machen will, muss sich an die Spielregeln halten - und nicht umgekehrt. Trumps Versuch, durch öffentliche Behauptungen Fakten zu schaffen, ist vorerst gescheitert.

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