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Kettner Edelmetalle
19.08.2026
14:51 Uhr
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Golf-Schock: Emirate kappen alle Wirtschaftsbande zum Iran!

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Mittwoch die sofortige und vollständige Beendigung aller Wirtschaftsbeziehungen zum Iran verkündet. Auslöser waren nach Angaben emiratischer Stellen zwei Raketen, die aus Richtung Iran auf das Staatsgebiet zuflogen und einen Raketenalarm für die Bevölkerung auslösten. Teheran dementierte umgehend – Schäden oder Opfer gab es laut den Behörden nicht.

Ein Bruch, der Jahrzehnte alter Geschäftsroutine beendet

Dubai galt jahrzehntelang als wirtschaftliches Nadelöhr Irans zur Welt: Handelshäuser, Umschlagplätze, Devisenströme. Wer diesen Kanal schließt, trifft die iranische Wirtschaft härter als jede Rede im UN-Sicherheitsrat. Die Emirate hatten bereits im Mai 2026 die OPEC verlassen, um eigene Fördermengen auszuweiten – Berichten zufolge ein weiterer Beleg dafür, wie stark der Krieg die alten Golf-Allianzen zerlegt.

US-Außenminister Marco Rubio sprach dem Bericht zufolge mit dem emiratischen Nationalen Sicherheitsberater Sheikh Tahnoon bin Zayed Al Nahyan über die Lage an der Straße von Hormus. Mit Teheran redet Washington dagegen nicht: Präsident Trump stellte klar, dass Gespräche weder laufen noch geplant sind.

Vom "Hammer" zum "Erdrosseln"

Laut einem CNN-Bericht hat das Weiße Haus intern die Strategie gewechselt – vom schnellen militärischen Schlag zur langfristigen wirtschaftlichen Strangulierung. Neue Sanktionen sind angekündigt, aber noch nicht veröffentlicht.

Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, derzeit in Bagdad, reagierte auf X mit Spott in Richtung Washington. Über Finanzminister Scott Bessent und Kriegsminister Pete Hegseth schrieb er:

Bessent und Hegseth sind völlig überfordert.

Er bezeichnete beide als "Clown-Truppe" und forderte, man solle nicht darauf warten, dass sie das selbst angerichtete Chaos beseitigten.

Drohung an die Nachbarn – und ein Blick nach Europa

Irans Generalstabschef Ali Abdollahi warnte die Golfstaaten laut der Agentur Mehr, jede Unterstützung für das US-Militär komme einer Teilnahme an der Operation gleich. Es sei kaum vorstellbar, dass so viele Militär- und Tankflugzeuge ohne Wissen der Gastländer in der Region stationiert seien.

Noch brisanter: Nach einem Bericht der Financial Times soll Teheran auch Angriffe auf US-Militärziele in Europa erwogen haben, sollte Trump weiter eskalieren. Für den Kontinent wäre das eine völlig neue Bedrohungslage – ausgerechnet für ein Europa, dessen Verteidigungsfähigkeit von Fachleuten seit Jahren als lückenhaft beschrieben wird.

Öl, Gold – und die Rechnung für deutsche Verbraucher

Der Datenanbieter Kpler sieht die US-Marine in der Straße von Hormus im Vorteil: Über 80 Prozent der Flüssigfracht-Transite der letzten zwei Wochen liefen laut den Erhebungen über die omanische Route oder als "dunkle" Fahrten ohne Transponder. Von Normalität ist die Wasserstraße dennoch weit entfernt – die Angriffe auf Schiffe häufen sich.

Die Preise erzählen die Geschichte am deutlichsten: Brent notierte zuletzt über 91 Dollar, rund 50 Prozent höher als zu Jahresbeginn. Gold liegt bei etwa 4.340 Dollar je Unze – gut acht Prozent Plus binnen eines Monats. Steigende Energiekosten treffen deutsche Industrie und Haushalte doppelt hart, weil hierzulande Steuern, Abgaben und Klimaauflagen bereits jeden Preisschub verstärken.

Aus Sicht unserer Redaktion zeigt diese Krise, wie schnell Lieferketten und Kaufkraft zur Geopolitik-Geisel werden. Physische Edelmetalle können in einem breit gestreuten Vermögen eine sinnvolle Beimischung zur Absicherung sein.

Hinweis: Dieser Beitrag ist journalistische Information und keine Anlageberatung. Wir sprechen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen aus. Jeder Anleger muss eigenständig recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.

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