Kostenlose Beratung07930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
30.10.2026
06:57 Uhr
KI-generiert

Goldpreis unter Druck: Der Westen verkauft, Asien kauft billig nach!

Goldpreis unter Druck: Der Westen verkauft, Asien kauft billig nach!
Symbolbild: KI-generiert

In der Woche bis zum 23. Oktober haben US-Anleger Milliarden aus Gold-ETFs abgezogen. Im selben Zeitraum haben Käufer in Indien und China physisches Gold so stark nachgefragt wie seit Monaten nicht mehr. Das geht aus dem aktuellen „Precious Metals Monitor“ der kanadischen Investmentbank BMO Capital Markets hervor. Die Zahlen zeigen einen Goldmarkt, der in zwei Lager zerfallen ist.

Der Auslöser war ein Wochenverlust von rund vier Prozent. Er drückte die Unze in den unteren Bereich der 4.000-Dollar-Zone. Seit Jahresbeginn liegt Gold damit etwa sieben Prozent im Minus. Für viele Anleger im Westen war das ein Grund zu verkaufen, für viele in Asien eine Gelegenheit zum Kauf.

Indien und China kaufen kräftig nach

In Indien stieg der Aufschlag auf den internationalen Spotpreis innerhalb einer Woche von elf auf 15 US-Dollar je Unze. Getragen wurde das von den traditionellen Goldkäufen rund um das hinduistische Fest Dussehra. Dort gilt Gold als Wertanlage, die man in der Familie weitergibt.

Auch in China zog die Nachfrage an. An der Shanghai Gold Exchange wurden in einem physisch hinterlegten Kontrakt in einer Woche rund 430 Tonnen umgesetzt, so viel wie seit April nicht mehr. Handelsvolumen ist nicht dasselbe wie Endverbrauch. Die BMO-Analysten werten die Zahl trotzdem als deutliches Signal: Käufer von Barren und Münzen nutzen die niedrigeren Preise gezielt und federn so den Verkaufsdruck von den westlichen Terminmärkten ab.

Wall Street steigt aus

In Nordamerika lief es umgekehrt. Nach drei Monaten mit Zuflüssen verloren Gold-ETFs weltweit in der Berichtswoche netto 1,1 Milliarden US-Dollar. Allein an den US-Märkten flossen rund 1,7 Milliarden Dollar ab. Europäische Goldfonds verzeichneten dagegen Zuflüsse von 485 Millionen Dollar. Auch die Anleger im Westen sind sich also nicht einig.

Spekulanten an den Terminmärkten zogen sich ebenfalls zurück. Laut BMO fielen die Netto-Long-Positionen in US-Gold-Futures auf den tiefsten Stand seit August. Auffällig ist das, weil die Lage eigentlich für Gold sprach: Der Konflikt im Nahen Osten spitzte sich zu, der Ölpreis blieb hoch und die US-Aktien schwächelten. Trotzdem gingen große Investoren bei fallenden Renditen lieber in US-Staatsanleihen, also in die Schuldscheine eines Staates mit einem Schuldenberg von historischer Größe.

Zentralbanken: Peking kauft, Moskau muss verkaufen

Auch die Notenbanken handeln unterschiedlich:

  • China: Die People's Bank of China kaufte im September zum 23. Mal in Folge Gold. Ihre Reserven stiegen von 76,73 auf 77,47 Millionen Unzen.
  • Russland: Die russische Zentralbank verkaufte im September sechs Tonnen Gold, den zehnten Monat in Folge. Die Reserven liegen damit so tief wie seit 2019 nicht mehr. BMO führt das auf die Kosten des Ukraine-Kriegs zurück.
  • Kasachstan: Das Land will den Goldanteil seiner Währungsreserven von 78 auf 75 Prozent senken. Bei aktuellen Preisen entspräche das Verkäufen von rund 14 Tonnen.

Russland verkauft also aus Geldnot. China kauft dagegen seit fast zwei Jahren Monat für Monat zu und verringert damit seine Abhängigkeit vom Dollar.

Fed-Zinsentscheid als nächster Faktor

Dazu kommt die US-Geldpolitik. Ende Oktober preiste der Markt eine weitere Zinsanhebung nur noch mit weniger als zehn Prozent Wahrscheinlichkeit ein. Vier Wochen zuvor waren es noch rund 70 Prozent. Am 28. Oktober ließ die Federal Reserve den Leitzins dann Medienberichten zufolge bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Gold stieg danach kurz über 4.070 Dollar, fiel nach neuen Inflationsdaten aber wieder in Richtung 4.015 Dollar.

Für Goldanleger könnte das eine wichtige Übergangsphase sein. Die BMO-Analysten erwarten Folgendes: Sobald die Verkäufe in den USA nachlassen, trifft ein bereinigter Terminmarkt auf eine starke physische Nachfrage in Asien. Die Ausgangslage dafür wäre dann günstig.

Für Sparer in Deutschland bleibt eine einfache Beobachtung. In Indien und China kaufen Familien und Notenbanken Gold, das sie anfassen können, und zwar gerade dann, wenn der Preis fällt. Im Westen wird Papiergold verkauft. Wer sein Vermögen gegen Inflation, Schuldenpolitik und Krisen absichern will, kann physische Edelmetalle als Ergänzung in einem breit gestreuten Portfolio in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient nur der allgemeinen Information und ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Edelmetallen. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

Wissenswertes zum Thema

News
28.09.2026
15 Min.

China kauft mehr als 1.000 Tonnen Gold

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“