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Kettner Edelmetalle
04.02.2026
13:38 Uhr

Goldpreis auf Rekordkurs: Analysten sehen 6.000 Dollar als konservatives Ziel

Die Edelmetallmärkte haben turbulente Tage hinter sich – doch während manch nervöser Anleger bereits das Ende der Goldrallye heraufbeschwor, zeigen sich die Experten der französischen Großbank Société Générale bemerkenswert gelassen. Mehr noch: Sie halten an ihrem ambitionierten Kursziel von 6.000 US-Dollar je Feinunze bis Jahresende fest. Eine Einschätzung, die angesichts der jüngsten Marktkapriolen durchaus Aufmerksamkeit verdient.

Dramatischer Einbruch war kein Crash, sondern technische Bereinigung

Was sich Ende vergangener und Anfang dieser Woche an den Edelmetallmärkten abspielte, hatte es in sich: Gold verlor zeitweise zehn Prozent an einem einzigen Handelstag – der stärkste Intraday-Rückgang seit der globalen Finanzkrise 2008 und der größte Tagesverlust seit den frühen 1980er-Jahren. Silber traf es noch härter mit einem Einbruch von dreißig Prozent. Zahlen, die selbst hartgesottene Rohstoffinvestoren ins Grübeln bringen.

Doch die Analysten der Société Générale ordnen das Geschehen anders ein als mancher Schwarzmaler. „Die Metallpreise haben am Freitag nicht einfach korrigiert – sie haben deleveraged", heißt es in ihrer Einschätzung. Mit anderen Worten: Hier wurden keine fundamentalen Bewertungen neu justiert, sondern schlicht überdehnte Hebelpositionen abgebaut. Ein Unterschied, der für die weitere Marktentwicklung von erheblicher Bedeutung ist.

Wie ein Dominoeffekt den Markt erfasste

Die Mechanik solcher Ausverkäufe folgt einem bekannten Muster, das die französischen Strategen präzise beschreiben: Wenn Positionierungen zu stark gestreckt sind und die Liquidität dünn wird, genügt ein vergleichsweise kleiner Impuls, um eine Kettenreaktion auszulösen. Stop-Loss-Marken werden gerissen, Margin-Anforderungen steigen, Fonds reduzieren hastig ihr Risiko – und jeder Verkauf verstärkt den Abwärtstrend.

Besonders aufschlussreich ist der überproportionale Einbruch bei Silber. Er gilt den Experten als klassisches Zeichen dafür, dass Leverage regelrecht „ausgespült" wurde. Verstärkend wirkten Gewinnmitnahmen, das Erreichen von Value-at-Risk-Grenzen sowie der Umstand, dass die Bewegung ausgerechnet zum Monatsende stattfand – einer Phase, in der institutionelle Anleger ihre Positionen ohnehin technisch anpassen.

Politische Personalentscheidung als Auslöser

Als unmittelbaren Trigger identifizieren die Analysten eine Nachricht aus Washington: Präsident Donald Trump kündigte an, den ehemaligen Fed-Governor Kevin Warsh als nächsten Vorsitzenden der US-Notenbank vorzuschlagen. Diese Personalie stützte kurzfristig den Dollar, der zuvor auf ein neues Mehrjahrestief gefallen war.

Die Interpretation der Bank ist dabei bemerkenswert: Gold brauche nicht zwingend steigende oder fallende Zinsen, um zu reagieren. Es genüge eine Geldpolitik, die „weniger schlecht als erwartet" ausfällt. Genau dieser Eindruck habe sich mit der Warsh-Nominierung eingestellt, weil damit ein Unsicherheitsfaktor – nämlich das Risiko institutioneller Unruhe innerhalb der Fed – kleiner geworden sei.

Optionsmärkte signalisieren extreme Asymmetrie

Für die weitere Entwicklung beobachten die Strategen besonders den Optionsmarkt – und was sie dort sehen, ist höchst aufschlussreich. Einerseits registrieren sie eine zunehmende Nachfrage nach Put-Optionen auf den Dezember-2026-Strike bei 4.000 US-Dollar. Marktteilnehmer sichern sich also gegen weitere Rückgänge ab oder spekulieren darauf.

Gleichzeitig jedoch baut sich auf der Oberseite erhebliches Interesse auf: Der Strike bei 10.000 US-Dollar zeigt erhöhte Aktivität, und selbst bei noch ambitionierteren Niveaus von 15.000 oder gar 20.000 US-Dollar finden Transaktionen statt. Für die Analysten ist genau dieses Nebeneinander entscheidend: Die Extrempunkte auf der Oberseite wirken im Verhältnis zur Unterseite „sehr asymmetrisch".

Das Chancenprofil für Gold ist – trotz möglicher weiterer Rücksetzer – im Jahresverlauf eher zugunsten großer Aufwärtsbewegungen verschoben.

Silber: Vorsicht bleibt angebracht

Bei Silber fällt das Urteil der Société Générale deutlich verhaltener aus. Zwar erkennen die Analysten auch hier Interesse an Call-Optionen mit sehr hohen Strikes. Doch auf der Unterseite hat sich eine größere Positionierung aufgebaut, insbesondere bei Put-Optionen zwischen 65 und 95 US-Dollar. Die Botschaft ist klar: Der Markt traut dem weißen Metall kurzfristig weniger zu als seinem großen Bruder Gold.

Der jüngste Einbruch hat das Ausmaß des Leverage-Abbaus in diesem Markt schonungslos offengelegt. Silber bleibt damit das volatilere, riskantere Edelmetall – was freilich auch bedeutet, dass es bei einer Erholung überproportional profitieren könnte.

Warum physische Edelmetalle gerade jetzt Sinn ergeben

Die aktuelle Marktlage unterstreicht einmal mehr, warum physische Edelmetalle als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio ihre Berechtigung haben. Während gehebelte Papierprodukte in Stressphasen brutal abgestraft werden, bietet physisches Gold und Silber genau das, was viele Anleger in unsicheren Zeiten suchen: einen greifbaren Wert ohne Gegenparteirisiko.

Die fundamentalen Treiber für Edelmetalle – geopolitische Unsicherheiten, die ausufernde Staatsverschuldung westlicher Industrienationen und die schleichende Entwertung von Papiergeld – sind durch den jüngsten Rücksetzer nicht verschwunden. Im Gegenteil: Eine Korrektur nach einer starken Rallye kann, wie die Analysten betonen, „sehr gesund" sein, weil sie überdehnte Positionierungen bereinigt und den Markt wieder aufnahmefähiger macht.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor dem Erwerb von Wertpapieren oder Edelmetallen eine eigenständige Recherche durchführen sowie gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen. Die dargestellten Informationen und Meinungen spiegeln die Einschätzung unserer Redaktion wider und können sich jederzeit ändern.

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