
Gold durchbricht 4.900-Dollar-Marke: Schnäppchenjäger schlagen bei dünnem Handel zu
Was für ein Schauspiel an den Edelmetallmärkten! Nach einem zweitägigen Rücksetzer, der nervöse Gemüter bereits in Panik versetzte, hat der Goldpreis am Mittwoch eindrucksvoll zurückgeschlagen. Das gelbe Metall kletterte um bis zu 2,7 Prozent und übersprang dabei erneut die psychologisch wichtige Marke von 4.900 US-Dollar je Feinunze. Zum Handelsschluss in New York notierte der Spotpreis bei beeindruckenden 4.981,13 Dollar – ein unmissverständliches Signal an alle Zweifler.
Mondneujahr öffnet Fenster für Schnäppchenjäger
Der Zeitpunkt des Anstiegs war dabei kein Zufall. Während weite Teile Asiens aufgrund der Feierlichkeiten zum Mondneujahr geschlossen blieben, nutzten westliche Investoren die ausgedünnte Liquidität, um bei den günstigeren Kursen zuzugreifen. Analysten von BMO Capital Markets hatten genau dieses Szenario vorhergesagt: Während der Feiertagsperiode sei mit einer „weichen Phase" bei Edelmetallen zu rechnen, was ein Fenster für Schnäppchenkäufe eröffne. Und genau so kam es.
Der Januar 2026 war für Gold nichts weniger als historisch. Die Preise erklommen Rekord um Rekord und durchbrachen erstmals die Marke von 5.500 Dollar je Feinunze. Ein atemberaubender Lauf, der am 29. Januar jäh endete, als das Edelmetall den stärksten Tagesverlust seit über einem Jahrzehnt erlitt. Doch wer glaubte, damit sei die Goldrallye beendet, dürfte sich getäuscht haben.
Großbanken bleiben bullisch – JPMorgan sieht 6.300 Dollar
Die Einschätzung der großen Investmenthäuser spricht eine deutliche Sprache. BNP Paribas, Deutsche Bank und Goldman Sachs prognostizieren allesamt, dass der Aufwärtstrend bei Gold fortgesetzt werde. Die fundamentalen Treiber – geopolitische Spannungen, Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank Federal Reserve und die allgemeine Unsicherheit an den Finanzmärkten – seien nach wie vor intakt. JPMorgan geht sogar noch weiter und sieht den Goldpreis bis Jahresende bei sagenhaften 6.300 Dollar.
Ewa Manthey, Rohstoffstrategin bei der ING Bank, ordnete die jüngste Volatilität nüchtern ein: Die Positionierung sei bereinigt worden, die Liquidität dünner, und Gold preise makroökonomische Signale nun deutlich aggressiver ein. Die prozentualen Bewegungen sähen daher größer aus, obwohl sich am übergeordneten Trend nichts geändert habe.
Zinspolitik der Fed bleibt entscheidender Faktor
Kurzfristig richten sich die Blicke der Investoren auf Äußerungen von Fed-Vertretern, die Hinweise auf die künftige Geldpolitik liefern könnten. Eine Bereitschaft zu Zinssenkungen wäre Rückenwind für zinslose Anlagen wie Gold. Bereits am vergangenen Freitag hatte das Edelmetall kurzzeitig zugelegt, als moderate Inflationsdaten die Argumente für niedrigere Leitzinsen stärkten.
Nicht nur Gold profitierte von der Kauflaune. Silber legte am selben Handelstag um beachtliche 4,5 Prozent auf 76,80 Dollar zu. Platin stieg um 3,6 Prozent, Palladium um 1,8 Prozent. Die gesamte Edelmetallpalette zeigte sich in beeindruckender Verfassung – und das trotz eines leicht festeren US-Dollars.
Warum Gold gerade jetzt unverzichtbar ist
Die aktuelle Entwicklung bestätigt einmal mehr, was vorausschauende Anleger längst wissen: In Zeiten geopolitischer Verwerfungen, ausufernder Staatsverschuldung und einer Geldpolitik, die zunehmend politisiert wird, gibt es kaum einen verlässlicheren Wertspeicher als physische Edelmetalle. Während Papierwerte und digitale Versprechen kommen und gehen, hat Gold über Jahrtausende seinen Wert bewahrt. Die Tatsache, dass selbst nach einem historischen Einbruch die Käufer sofort wieder zugreifen, unterstreicht das unerschütterliche Vertrauen in das älteste Geld der Welt.
Gerade für deutsche Anleger, die mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen konfrontiert sind, das nichts anderes als eine gigantische Schuldenlast für kommende Generationen darstellt, sollte die Botschaft klar sein: Wer sein Vermögen vor der schleichenden Entwertung durch Inflation und politische Fehlentscheidungen schützen möchte, kommt an physischen Edelmetallen als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio kaum vorbei.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, vor jeder Investitionsentscheidung einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.
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