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Giftgas-Alarm aus Israel: Wird der nächste Iran-Schlag vorbereitet?

Giftgas-Alarm aus Israel: Wird der nächste Iran-Schlag vorbereitet?
Symbolbild: KI-generiert

Israel hat den USA und mehreren Golfstaaten Geheimdiensterkenntnisse übergeben, nach denen der Iran den Einsatz chemischer Waffen gegen seine Gegner erwägen soll. Das berichtete die New York Times am Dienstag, ausgerechnet am Tag der US-Zwischenwahlen. In Washington löst die Warnung Alarm aus. Mindestens genauso groß ist allerdings das Misstrauen.

Giftgas per Rakete oder Schmuggel?

Laut dem Bericht halten israelische Vertreter die Chemiewaffen-Gefahr inzwischen für dringlicher als das iranische Atomprogramm. Teheran entwickle angeblich Technik, um Kampfstoffe mit Raketen ins Ziel zu bringen oder sie heimlich in feindliche Länder zu schmuggeln.

Die Golfstaaten sind davon offenbar wenig beeindruckt. Medienberichten zufolge hielten sie die Briefings für „unseriös“. Vorgelegt worden seien demnach israelische Einschätzungen, aber keine handfesten Beweise. Andere US-Beamte nehmen die Warnungen dagegen ernst, weil der Iran zuletzt mehrfach mit Angriffen auf amerikanische Interessen gedroht hatte.

Druckkampagne aus Jerusalem?

Brisant ist der Verdacht, der in Washington die Runde macht: Einige US-Vertreter sehen in den Informationen einen Versuch der Regierung von Premier Benjamin Netanjahu, Präsident Donald Trump zur Rückkehr zu großen Kampfeinsätzen zu bewegen. In den Golfstaaten herrscht dem Bericht zufolge ein ähnlicher Eindruck.

Ein Detail macht stutzig. Die aktuellen Übungen des israelischen Heimatfrontkommandos drehen sich laut Bericht nicht um Chemiewaffen. Gasmasken werden in Israel schon seit über zehn Jahren nicht mehr an die Bevölkerung verteilt. Das Büro des Premiers ging auf die konkreten Vorwürfe nicht ein und erklärte nur, man verfolge jede iranische Bedrohung genau und sei vorbereitet. Teheran weist die Anschuldigungen öffentlich zurück.

Angriffspläne liegen bereit

Die Lage ist ohnehin explosiv. Die USA und Israel hatten am 28. Februar gemeinsam den Krieg gegen den Iran begonnen. Eine im Juni vereinbarte Absichtserklärung über einen dauerhaften Frieden zerbrach schnell. Seitdem blockieren die USA die Straße von Hormus, während Vermittler aus Katar zwischen den Seiten verhandeln.

Laut New York Times hat das US-Zentralkommando einen Angriffsplan, der schon am Tag nach der Wahl umgesetzt werden könnte. Drei Flugzeugträger sind in der Region, dazu kommen mondlose Nächte. Trump bestätigte im Fernsehen bereits einen „kleinen Angriff“ auf eine iranische Flugabwehranlage in der Nacht zu Dienstag. Gleichzeitig deutete er an, eine Einigung mit Teheran sei möglich.

Déjà-vu: Die Lehre aus dem Irak

Wer sich an 2003 erinnert, wird hellhörig. Vor dem Einmarsch in den Irak präsentierte die US-Regierung der Welt Grafiken angeblicher mobiler Waffenlabore. Massenvernichtungswaffen wurden nie gefunden. Die New York Times räumte 2004 selbst ein, ihre damalige Berichterstattung sei nicht so gründlich gewesen, wie sie hätte sein müssen.

Historisch ist der Iran eher als Opfer von Giftgas bekannt. Saddam Husseins Truppen setzten im Iran-Irak-Krieg der 1980er-Jahre massiv Chemiewaffen ein. Danach soll Teheran ein eigenes, kurzlebiges Programm gestartet und nach eigenen Angaben wieder eingestellt haben. Militärisch gelten solche Kampfstoffe auf großen Schlachtfeldern als wenig wirksam. Ihre eigentliche Wirkung ist der Schrecken, den sie verbreiten.

Was die Eskalation für Sparer bedeutet

Für Europa geht es um weit mehr als Diplomatie. Durch die Straße von Hormus fließt normalerweise rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls. Die US-Wahl stand laut Berichten ohnehin im Zeichen des Ärgers über den Krieg und die Inflation, die er mit sich bringt. Jede weitere Eskalation dürfte die Energiepreise antreiben, und das spüren auch deutsche Verbraucher und Unternehmen.

In solchen Phasen zeigt sich, warum viele Bürger auf physisches Gold und Silber setzen. Edelmetalle haben über Jahrhunderte Kriege, Krisen und Geldentwertung überdauert. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie einen sinnvollen Schutz bieten.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Bitte informieren Sie sich selbst gründlich. Für Ihre Anlageentscheidungen sind Sie allein verantwortlich.

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