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Gewalt gegen AfD-Wahlkämpfer: Staatsschutz ermittelt nach nächtlichem Angriff in Frankfurt

Gewalt gegen AfD-Wahlkämpfer: Staatsschutz ermittelt nach nächtlichem Angriff in Frankfurt

Die politische Verrohung in Deutschland erreicht einen neuen Tiefpunkt. In den frühen Morgenstunden des 1. Februar wurde in Frankfurt-Rödelheim ein Fahrzeug der AfD attackiert, das mit Wahlplakaten beladen war. Unbekannte Täter schlugen die Heckscheibe mit einem großen Stein ein – ein weiterer Beweis dafür, dass bestimmte politische Kräfte offenbar Gewalt als legitimes Mittel des politischen Diskurses betrachten.

Der Vorfall im Detail

Der Angriff ereignete sich während einer nächtlichen Plakatieraktion im Vorfeld der hessischen Kommunalwahlen am 15. März. Wie der Vorsitzende der Frankfurter AfD, Willy Klinger, gegenüber der Presse schilderte, waren beide anwesenden Wahlkämpfer nur kurz vom Fahrzeug entfernt, um Plakate an einem Mast anzubringen. Dann hörten sie einen lauten Knall. Als sie zum Auto zurückkehrten, fanden sie die eingeschlagene Heckscheibe vor – zertrümmert durch einen großen Stein.

Der polizeiliche Staatsschutz hat mittlerweile die Ermittlungen übernommen. Ein politischer Hintergrund werde geprüft, wie die Polizei bestätigte. Hinweise auf konkrete Tatverdächtige liegen bislang nicht vor, allerdings soll eine unbekannte Person beobachtet worden sein, die sich fußläufig vom Tatort entfernte. Wahlplakate wurden nicht entwendet, der Sachschaden beläuft sich auf etwa 600 Euro zuzüglich Arbeitszeit.

Frankfurt – eine gefährliche Stadt für demokratische Wahlkämpfer

Der Vorfall reiht sich ein in eine erschreckende Serie von Angriffen auf Politiker und Wahlkämpfer. Frankfurt am Main gilt mittlerweile als eine der gefährlichsten Städte Deutschlands für demokratisches Engagement – zumindest wenn man der falschen Partei angehört. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im ersten Halbjahr 2025 registrierte die Polizei bundesweit 2.210 Straftaten gegen Repräsentanten der Bundestagsparteien. Das entspricht einem Anstieg von satten 165 Prozent gegenüber dem Vorhalbjahr.

Besonders bemerkenswert ist dabei die Verteilung der Angriffe. Mit 808 registrierten Attacken war die AfD mit großem Abstand die am stärksten betroffene Partei. Man fragt sich unwillkürlich: Wo bleibt der Aufschrei der selbsternannten Demokratieverteidiger? Wo sind die mahnenden Worte jener Politiker, die sonst bei jeder Gelegenheit die Gefährdung der Demokratie beschwören?

Die Doppelmoral der politischen Klasse

Willy Klinger brachte es auf den Punkt, als er feststellte, dass die Verrohung gegen die AfD weiter voranschreite. Solche Aktionen zeigten, dass den politischen Kontrahenten offenbar die Argumente ausgingen. Statt im fairen demokratischen Wettstreit zu überzeugen, greife man zu Steinen und Gewalt.

„Ich freue mich darauf, unseren Gegnern mit Argumenten zu begegnen, und nicht mit Gewalt"

Diese Worte Klingers mit Blick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen verdeutlichen den fundamentalen Unterschied zwischen demokratischem Engagement und dem, was manche Kreise offenbar für legitimen politischen Widerstand halten.

Ein Symptom tiefgreifender gesellschaftlicher Probleme

Der Angriff in Frankfurt-Rödelheim ist kein Einzelfall, sondern Symptom einer zunehmenden politischen Radikalisierung bestimmter Milieus. Wenn Gewalt gegen Andersdenkende zur Normalität wird, wenn nächtliche Attacken auf Wahlkämpfer achselzuckend hingenommen werden, dann steht es schlecht um den Zustand unserer Demokratie. Die Frage drängt sich auf: Wer schützt eigentlich jene, die sich für ihre politische Überzeugung engagieren – unabhängig davon, welcher Partei sie angehören?

Die Ermittlungen des Staatsschutzes werden zeigen, ob die Täter gefasst werden können. Die Erfahrung lehrt jedoch, dass solche Fälle allzu oft im Sande verlaufen. Und so wird der nächste Angriff nicht lange auf sich warten lassen – in einer Gesellschaft, die politische Gewalt gegen unliebsame Meinungen stillschweigend toleriert.

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