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Kettner Edelmetalle
28.01.2026
13:11 Uhr

Geldwäsche-Razzia bei der Deutschen Bank: Ermittler schlagen kurz vor Bilanzvorlage zu

Das Timing hätte kaum ungünstiger sein können – oder war es vielleicht sogar Absicht? Ausgerechnet einen Tag vor der mit Spannung erwarteten Bilanzpräsentation für das Geschäftsjahr 2025 rückten Beamte des Bundeskriminalamts und der Staatsanwaltschaft Frankfurt bei Deutschlands größtem Geldhaus an. Die Deutsche Bank steht erneut im Zentrum von Geldwäsche-Ermittlungen, und diesmal führt die Spur offenbar bis in die Kreise russischer Oligarchen.

Durchsuchungen in Frankfurt und Berlin

Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen Frankfurt am Main koordiniert die Ermittlungen gemeinsam mit dem BKA. Beschuldigt werden nach offiziellen Angaben „unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter" des Instituts. Im Kern geht es um frühere Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften, die ihrerseits im Verdacht stehen, Geldwäsche betrieben zu haben.

Die Staatsanwaltschaft hüllt sich erwartungsgemäß in Schweigen, was die Details betrifft. Zu den Hintergründen der Geschäftsbeziehungen, den über die Deutsche Bank abgewickelten Transaktionen und deren Umfang könne man keine weiteren Angaben machen, ließ ein Sprecher verlauten. Doch die Medienlandschaft brodelt bereits mit konkreteren Informationen.

Verbindungen zum sanktionierten Oligarchen Abramowitsch?

Nach Berichten der „Süddeutschen Zeitung" stehen die Durchsuchungen in direktem Zusammenhang mit dem unter EU-Sanktionen stehenden russischen Oligarchen Roman Abramowitsch. Die Bank soll demnach eine oder mehrere Geldwäsche-Verdachtsmeldungen zu Firmen des Milliardärs verspätet an die zuständigen Behörden weitergeleitet haben. Ein schwerwiegender Vorwurf, der das ohnehin angekratzte Image des Instituts weiter beschädigen dürfte.

Die Deutsche Bank selbst bestätigte die Durchsuchungen knapp und schmallippig. Man arbeite „vollumfänglich mit der Staatsanwaltschaft zusammen" und bitte um Verständnis, dass man sich darüber hinaus nicht äußern könne. Eine Standardfloskel, die man in solchen Fällen nur allzu gut kennt.

Ein Déjà-vu für das Geldhaus

Wer die Geschichte der Deutschen Bank in den vergangenen Jahren verfolgt hat, dem dürfte diese Nachricht wie ein unangenehmes Déjà-vu vorkommen. Bereits Ende April 2022 durchsuchten Ermittler von Staatsanwaltschaft, BKA und der Finanzaufsicht BaFin die Frankfurter Zentrale des Instituts. Die Vorwürfe damals wie heute: mangelnde Sorgfalt beim Thema Geldwäsche und verspätete Verdachtsanzeigen.

Die Konsequenzen waren seinerzeit erheblich. Die BaFin schickte der Bank einen Sonderbeauftragten ins Haus, der die Fortschritte beim Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung überwachen sollte. Ein demütigender Aufpasser für ein Institut, das sich gerne als Flaggschiff der deutschen Finanzwirtschaft präsentiert.

Systemisches Versagen oder Einzelfälle?

Die wiederkehrenden Probleme werfen grundsätzliche Fragen auf. Handelt es sich um bedauerliche Einzelfälle in einem komplexen Geschäftsumfeld? Oder offenbart sich hier ein systemisches Versagen in den Compliance-Strukturen des größten deutschen Geldhauses? Die Häufung der Vorfälle lässt zumindest Zweifel aufkommen, ob die internen Kontrollmechanismen tatsächlich so robust sind, wie man es von einem Institut dieser Größenordnung erwarten dürfte.

Für Anleger und Sparer ist diese Entwicklung einmal mehr ein Weckruf. In Zeiten, in denen selbst die vermeintlich solidesten Finanzinstitute immer wieder in Skandale verwickelt werden, gewinnt die Frage nach sicheren Anlageformen neue Brisanz. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber bieten hier eine zeitlose Alternative – frei von Gegenparteirisiken und unabhängig von den Verfehlungen einzelner Bankhäuser.

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