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Kettner Edelmetalle
20.02.2026
04:03 Uhr

Gasspeicher auf historischem Tiefstand: Ministerin Reiche schiebt Verantwortung auf Habecks Erbe

Während Deutschland im Februar 2026 noch unter Schnee und Eis ächzt, offenbart sich hinter den Kulissen ein energiepolitisches Drama, das weit über die aktuelle Kältewelle hinausreicht. Die deutschen Gasspeicher sind nur noch zu rund 22 Prozent gefüllt – ein historischer Tiefstand, der bei vielen Bürgern berechtigte Sorgen auslöst. Doch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) gibt sich betont gelassen und verweist auf die Spätfolgen der grünen Energiepolitik ihres Vorgängers Robert Habeck.

Das Erbe der Ampel-Jahre: Teure Gaseinkäufe mit fatalen Folgen

Die Argumentation der Ministerin ist dabei durchaus bemerkenswert – und verdient eine genauere Betrachtung. Reiche macht die Einkaufspolitik der gescheiterten Ampel-Koalition für die aktuelle Misere mitverantwortlich. Habeck habe während der Energiekrise 2022 Gas zu „extrem hohen Preisen" eingekauft. Was damals als Notmaßnahme gerechtfertigt gewesen sein mag, habe einen perversen Anreiz geschaffen: Die privaten Gasversorger hätten sich schlicht auf den Staat als Lückenfüller verlassen, statt selbst ausreichend vorzusorgen. Man könnte es auch deutlicher formulieren: Die Unternehmen haben gegen die Regierung gewettet – und gewonnen.

Vor dem Winter 2025 waren die Speicher lediglich zu 76,7 Prozent gefüllt, während sie im Vorjahr noch bei stolzen 98 Prozent lagen. Ein dramatischer Rückgang, der die Verwundbarkeit der deutschen Energieversorgung schonungslos offenlegt. Dass die Bundesnetzagentur dennoch keinen Grund zur Sorge sieht und auf ausreichende Gasimporte über Pipelines und LNG-Terminals verweist, dürfte manchen Bürger an die berühmten beruhigenden Worte erinnern, die man in Deutschland schon so oft gehört hat – kurz bevor es dann doch eng wurde.

Reiches Marktgläubigkeit: Mut oder Naivität?

Die neue Wirtschaftsministerin setzt auf eine radikale Kehrtwende. Statt wie unter Habeck mit Steuergeldern die Speicher zu füllen, will sie den Markt walten lassen. „Der Markt funktioniert", verkündete Reiche im Interview. Die Regierung aus CDU, CSU und SPD habe „unmittelbar mit Amtsantritt" klargestellt, dass der Staat nicht mehr als Retter in der Not einspringen werde. Diese Ansage habe bereits dazu geführt, dass die Händler ihr Verhalten angepasst hätten und die Preise gesunken seien.

Doch ist diese Marktgläubigkeit wirklich angebracht? Oder handelt es sich um ein gefährliches Spiel mit der Versorgungssicherheit von 84 Millionen Menschen? Die Frage drängt sich auf, ob Deutschland es sich leisten kann, seine Energiesicherheit ausschließlich den Gesetzen von Angebot und Nachfrage zu überlassen – in einer Welt, in der geopolitische Verwerfungen jederzeit Lieferketten unterbrechen können.

Branchenverband schlägt Alarm

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) teilt Reiches Optimismus offensichtlich nicht. In einer Pressemitteilung forderte die Verbandsvorsitzende Kerstin Andreae die Bundesregierung unmissverständlich auf, den „entsprechenden Rahmen" für eine rechtzeitige und ausreichende Befüllung der Speicher vor dem nächsten Winter zu setzen. Der Verband verlangt ausreichende Import-, Transport- und Speicherkapazitäten sowie Entscheidungen hinsichtlich weniger verlässlicher Gaslieferanten. Ein „nicht mehr undenkbarer" Ausfall von Importrouten müsse kompensiert werden können.

Besonders brisant: Der BDEW fordert die Schaffung einer strategischen Gasspeicherreserve – eine rein staatliche Vorsorge für den Krisenfall. Diese dürfe allerdings ausschließlich zur Sicherung der physischen Versorgung eingesetzt werden und nicht zur Dämpfung von Preisspitzen. Marktverzerrungen müssten vermieden werden.

Österreich als Vorbild?

Dass es auch anders geht, zeigt ein Blick über die Grenze. Österreich hat bereits zu Beginn der Energiekrise 2022 eine strategische Gasspeicherreserve von 20 Terawattstunden angelegt, die nur in echten Ausnahmesituationen – bei Störungen, Notstandsmaßnahmen oder Sabotageakten – freigegeben wird. Ein pragmatischer Ansatz, der Marktwirtschaft und staatliche Vorsorge klug verbindet.

Reiche ließ immerhin durchblicken, dass ihr Ministerium solche strategischen Reserven in einer Studie prüfen lasse. Was sie nicht wolle, sei eine „Vermischung zwischen Marktgeschehen und außergewöhnlichen Krisen". Ob daraus konkrete Maßnahmen erwachsen, bleibt jedoch offen. Man kennt das in Deutschland: Es wird geprüft, evaluiert, abgewogen – und am Ende passiert oft wenig.

Die eigentliche Lehre aus dem Debakel

Was diese Debatte einmal mehr schmerzhaft deutlich macht, ist die katastrophale energiepolitische Bilanz der vergangenen Jahre. Der überhastete Atomausstieg, die ideologiegetriebene Energiewende der Grünen und die naive Abhängigkeit von russischem Gas haben Deutschland in eine Lage manövriert, in der selbst ein gewöhnlicher Winter zur Belastungsprobe wird. Dass die neue Regierung unter Friedrich Merz nun die Scherben zusammenkehren muss, die Habeck und seine grünen Mitstreiter hinterlassen haben, überrascht niemanden, der die deutsche Energiepolitik der letzten Jahre mit wachen Augen verfolgt hat.

Die Bürger dieses Landes haben ein Recht auf eine sichere und bezahlbare Energieversorgung. Ob Ministerin Reiches Vertrauen in den Markt dieses Versprechen einlösen kann, wird sich spätestens im Herbst zeigen. Bis dahin bleibt zu hoffen, dass der Frühling tatsächlich so bald kommt, wie die Meteorologen versprechen – denn auf die Gasspeicher allein sollte sich in diesem Land niemand mehr verlassen.

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