Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
16.01.2026
17:34 Uhr

Friedensnobelpreis als Wanderpokal: Trump nimmt Machados Medaille entgegen

Friedensnobelpreis als Wanderpokal: Trump nimmt Machados Medaille entgegen

Was für ein Schauspiel im Weißen Haus! Die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado hat dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump ihre Friedensnobelmedaille überreicht – und der nahm sie mit sichtlichem Wohlgefallen entgegen. Eine Geste, die das Nobelkomitee in Stockholm auf die Barrikaden treibt und die internationale Gemeinschaft einmal mehr spaltet.

Eine „wunderbare Geste" mit diplomatischem Nachspiel

Trump selbst zeigte sich auf seiner Plattform Truth Social geradezu euphorisch. Er sprach von einer „wunderbaren Geste gegenseitigen Respekts" und schrieb mit der ihm eigenen Bescheidenheit: „Sie überreichte mir ihren Friedensnobelpreis für die Arbeit, die ich geleistet habe." Machado, die 2025 für ihren Kampf gegen das autoritäre Regime von Nicolás Maduro ausgezeichnet wurde, begründete ihre Entscheidung damit, Trumps „einzigartiges Engagement für unsere Freiheit" würdigen zu wollen.

Doch so einfach lässt sich ein Friedensnobelpreis offenbar nicht verschenken wie ein Geburtstagsgeschenk. Das Nobelkomitee reagierte prompt und unmissverständlich: Auf der Plattform X stellten die Organisatoren klar, dass eine Medaille zwar durchaus den Besitzer wechseln könne – der Titel eines Friedensnobelpreisträgers jedoch nicht. „Die Entscheidung ist endgültig und gilt für alle Zeiten", hieß es in einer Mitteilung, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ.

Der Friedensnobelpreis – längst ein politisches Instrument?

Diese Episode wirft einmal mehr ein grelles Schlaglicht auf den Zustand des einst so prestigeträchtigen Friedensnobelpreises. Kritiker monieren seit Jahren, dass die Auszeichnung längst zum politischen Spielball verkommen sei. Man erinnere sich nur an die Verleihung an Barack Obama im Jahr 2009 – wenige Monate nach seinem Amtsantritt, ohne dass er bis dahin nennenswerte friedenspolitische Erfolge hätte vorweisen können. Die Drohnenkriege, die unter seiner Ägide geführt wurden, standen in merkwürdigem Kontrast zur Auszeichnung.

Dass nun ausgerechnet Trump, der in seiner aktuellen Amtszeit eine durchaus aggressive Außenpolitik verfolgt, symbolisch mit der Medaille geehrt wird, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Beobachter weisen darauf hin, dass unter seiner Führung mehrere Länder bombardiert wurden – Länder, die für die USA keine unmittelbare Bedrohung darstellten.

Machados Kalkül: Freiheitskämpferin oder geschickte Taktikerin?

Die Frage, die sich aufdrängt: Was bezweckt María Corina Machado mit dieser Geste? Die Oppositionspolitikerin kämpft seit Jahren gegen das Maduro-Regime und ist auf internationale Unterstützung angewiesen. Die USA unter Trump haben Venezuela mit harten Sanktionen belegt und die Opposition unterstützt. Ist die Medaillenübergabe also ein Akt aufrichtiger Dankbarkeit – oder kühl kalkulierte Realpolitik?

Interessant ist auch die Frage nach dem Preisgeld. Die Nobelpreis-Dotierung beläuft sich auf stolze elf Millionen Schwedische Kronen, umgerechnet etwa 950.000 Schweizer Franken. Ob Machado dieses Geld ebenfalls an Trump weitergereicht hat, darf bezweifelt werden. Die Medaille mag den Besitzer gewechselt haben – das Geld vermutlich nicht.

Ein Spiegel unserer Zeit

Diese Episode ist symptomatisch für eine Welt, in der Symbolpolitik oft wichtiger erscheint als substanzielle Diplomatie. Während in der Ukraine weiterhin Krieg herrscht und der Nahe Osten in Flammen steht, inszenieren sich Politiker mit Medaillen und Gesten. Das Nobelkomitee steht nun vor einem Dilemma: Einerseits kann es die Weitergabe der physischen Medaille nicht verhindern, andererseits muss es die Integrität seiner Auszeichnung verteidigen.

Für Trump dürfte die Angelegenheit ein willkommener PR-Erfolg sein. Ob die Medaille nun offiziell anerkannt wird oder nicht – die Bilder gingen um die Welt. Und in einer Zeit, in der Aufmerksamkeit die härteste Währung ist, hat er einmal mehr gewonnen. Das Nobelkomitee hingegen wird sich fragen müssen, ob es bei künftigen Verleihungen nicht genauer hinschauen sollte, wem es seine Auszeichnung anvertraut.

Wissenswertes zum Thema

Magazin
05.11.2024
26 Min.

Wer ist Trumps Vize, JD Vance?

Wird JD Vance als Vizepräsidentschaftskandidat die konservative Basis stärken und neue Wählergruppen erreichen? Mit ihm könnte sich die politische Landschaft verändern. – Lesen Sie hier!
Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen