
Forsa-Beben: AfD bei 28 Prozent â und 85 Prozent stellen Merz ein Armutszeugnis aus
Es ist der Sommer 2026, und die politische Landschaft der Bundesrepublik gleicht immer mehr einem TrĂŒmmerfeld. Die aktuelle Forsa-Erhebung fĂŒr RTL Deutschland liest sich wie das Protokoll eines schleichenden Vertrauensverlustes: Die AfD klettert auf 28 Prozent und legt gegenĂŒber der Vorwoche noch einen Punkt zu. Die Union verharrt bei 21 Prozent â sieben Punkte hinter der Partei, die man in Berlin am liebsten verbieten statt inhaltlich schlagen wĂŒrde.
Die Zahlen im Detail â und was sie ĂŒber das Land verraten
Die GrĂŒnen halten mit 16 Prozent den dritten Platz, SPD und Linke teilen sich mit jeweils 12 Prozent das Mittelfeld, wobei die Linke einen Punkt abgibt. Die FDP dĂŒmpelt unverĂ€ndert bei 4 Prozent â jener Partei, die einst versprach, Deutschland wirtschaftlich zu retten, und die heute an der FĂŒnf-Prozent-HĂŒrde klebt wie ein vergessener Aufkleber am Laternenpfahl.
Doch die wirklich brisante Zahl steht etwas versteckt zwischen den Zeilen: 27 Prozent der Wahlberechtigten zĂ€hlen derzeit zu den NichtwĂ€hlern und Unentschlossenen. Mehr als jeder Vierte findet in der gesamten Parteienlandschaft keine politische Heimat mehr. Das ist deutlich mehr als die NichtwĂ€hlerquote bei der Bundestagswahl 2025. Wer das fĂŒr ein statistisches Detail hĂ€lt, hat den Ernst der Lage nicht begriffen: Eine Demokratie, in der ein Viertel der BĂŒrger resigniert die Schultern zuckt, ist keine gesunde Demokratie.
Kompetenz? Fehlanzeige auf ganzer Linie
Bei der Frage, welcher Partei die BĂŒrger zutrauen, die Probleme des Landes am besten zu lösen, liegt die AfD mit 14 Prozent vorn, die Union folgt mit 12 Prozent. GrĂŒne und Linke kommen auf jeweils 6 Prozent, die SPD auf klĂ€gliche 4 Prozent. Das eigentliche Ergebnis aber lautet: 56 Prozent der BĂŒrger trauen keiner einzigen Partei zu, die Probleme zu lösen â drei Punkte mehr als in der Vorwoche. Das ist kein Denkzettel mehr, das ist ein Misstrauensvotum gegen das gesamte Berliner Betriebssystem.
Merz: 14 Prozent Zustimmung â ein historischer Tiefflug
Und der Kanzler? Friedrich Merz, der 2025 mit dem Versprechen antrat, Deutschland wieder auf Kurs zu bringen, kommt auf sagenhafte 14 Prozent Zufriedenheit. 85 Prozent bewerten seine Arbeit kritisch. Selbst im eigenen Lager ist die Stimmung gekippt: Die HĂ€lfte der CDU/CSU-AnhĂ€nger ist unzufrieden, nur 48 Prozent stehen noch hinter ihm. Bei SPD-AnhĂ€ngern sind es 19 Prozent, bei GrĂŒnen 9, bei der Linken 3 und bei AfD-AnhĂ€ngern gerade einmal 2 Prozent.
Man muss kein Wahlforscher sein, um die Ursachen zu erkennen. Wer vor der Wahl feierlich erklĂ€rt, keine neuen Schulden aufzunehmen, und anschlieĂend ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auflegt sowie die KlimaneutralitĂ€t ins Grundgesetz schreibt, sollte sich ĂŒber schwindendes Vertrauen nicht wundern. Versprechen haben in diesem Land offenbar die Haltbarkeit einer Sommerwolke.
Wirtschaftlicher Pessimismus auf Rekordniveau
Noch dĂŒsterer wird das Bild bei den wirtschaftlichen Erwartungen. Nur 11 Prozent rechnen mit einer Verbesserung der Lage. 73 Prozent erwarten eine Verschlechterung, 16 Prozent gehen von Stagnation aus. Der Pessimismus erreicht damit den höchsten Wert der vergangenen Wochen â ein Trend, der sich Woche fĂŒr Woche verfestigt.
Wenn drei von vier BĂŒrgern glauben, dass es wirtschaftlich abwĂ€rtsgeht, dann ist das keine Stimmung mehr, sondern eine Prognose. Denn Erwartungen steuern Investitionen, Konsum und Sparverhalten.
Die Ursachen liegen offen auf dem Tisch: eine Energiepolitik, die Industriestrom zum Luxusgut gemacht hat, ein Mindestlohn von 12,82 Euro, der die Kosten kleiner Betriebe treibt, Trumps Zollhammer von 20 Prozent auf EU-Importe â und dazu eine Schuldenpolitik, deren Zinslast kommende Generationen ĂŒber Steuern und Abgaben abstottern werden. Auch das ifo-Institut sieht Arbeitnehmer stĂ€rker unter Druck. Wer da noch von einem robusten Standort spricht, verwechselt RealitĂ€t mit Regierungspressemitteilung.
Was aus all dem folgt
Statt sich mit den Ursachen des eigenen Absturzes zu beschĂ€ftigen, diskutiert das politische Berlin lieber ĂŒber Verbotsverfahren gegen die stĂ€rkste Oppositionskraft. Ein Blick in die Geschichte lehrt: Wer Symptome kriminalisiert, statt Probleme zu lösen, verliert am Ende beides â die WĂ€hler und die GlaubwĂŒrdigkeit. Die Forsa-Zahlen sind die Quittung fĂŒr jahrelange Politik gegen die Interessen der eigenen BĂŒrger. Diese EinschĂ€tzung teilt unsere Redaktion nicht allein â sie deckt sich mit dem Empfinden eines beachtlichen Teils der Bevölkerung.
Wer angesichts von 73 Prozent Wirtschaftspessimismus, wachsender Staatsverschuldung und schwindendem Vertrauen in Institutionen ĂŒber die Sicherung des eigenen Vermögens nachdenkt, kommt an einer Erkenntnis nicht vorbei: Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben in Zeiten politischer und monetĂ€rer Unsicherheit ĂŒber Jahrhunderte bewiesen, dass sie Kaufkraft bewahren, wenn Papierversprechen brĂŒchig werden. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio sind sie ein Anker, den kein Kanzler und keine Notenbank per Beschluss entwerten kann.
Haftungsausschluss: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er spiegelt ausschlieĂlich die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wider. Jede Anlageentscheidung erfolgt eigenverantwortlich; Leser sind gehalten, eigene Recherchen anzustellen und bei Bedarf qualifizierte Steuer- oder Rechtsberater hinzuzuziehen. Eine Haftung fĂŒr VermögensschĂ€den wird ausdrĂŒcklich ausgeschlossen.
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