
Europa brennt: Krawall-Samstag von Barcelona bis Tirana!

Am Samstag ist nicht nur Frankreich ins Chaos gestĂŒrzt. Auch in Spanien, Italien und Albanien schlugen Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten, Korruption und den Gaza-Krieg in rohe Gewalt um. Am schlimmsten traf es Barcelona: Dort zĂ€hlten die Behörden mehr als 30 BrĂ€nde, mindestens 14 geplĂŒnderte GeschĂ€fte und rund 100 Festnahmen.
Was sich da ĂŒber den Kontinent ausbreitet, ist mehr als ein schlechtes Wochenende. Es ist ein Warnsignal.
Madrid demonstriert, Barcelona randaliert
In der spanischen Hauptstadt blieb es weitgehend ruhig. Rund 25.000 Menschen zogen durch Madrid, um fĂŒr den Erhalt des staatlichen Rentensystems zu demonstrieren. Der Zeitpunkt ist brisant: Am 29. November wĂ€hlt Spanien vorzeitig ein neues Parlament. MinisterprĂ€sident Pedro SĂĄnchez hatte es aufgelöst, nachdem ein MaĂnahmenpaket gegen die Wohnungsnot gescheitert war.
Ganz anders das Bild in Katalonien. Ăber soziale Medien hatten Unbekannte zu einer nicht angemeldeten Versammlung an der Plaça de Catalunya aufgerufen. Das Motto: âgegen das Systemâ. Laut Behörden kamen auf dem Höhepunkt etwa 600 junge Leute zusammen.
Was dann folgte, gleicht einer StraĂenschlacht. Vermummte zerlegten StraĂenmobiliar, demolierten FahrrĂ€der und MotorrĂ€der, steckten MĂŒllcontainer und Barrikaden in Brand. Steine flogen auf Polizisten, mehrere Beamte wurden verletzt. Ăber 220 EinsatzkrĂ€fte der Mossos d'Esquadra und der Stadtpolizei waren im Einsatz. Bemerkenswert: Etwa ein Viertel der Festgenommenen soll minderjĂ€hrig gewesen sein.
Italien: TrÀnengas am Bahnhof, Schlagstöcke in Mailand
Auch sĂŒdlich der Alpen ist die Lage angespannt. In Mailand, Turin und Bologna gerieten Demonstranten und Polizei aneinander. In Bologna setzten die Beamten TrĂ€nengas und Wasserwerfer ein, um den Zugang zum Hauptbahnhof dichtzumachen. In Mailand stoppte die Polizei einen Demonstrationszug mit Schlagstöcken.
Die Behörden hatten nach den Krawallen der Vorwoche bereits massiv aufgerĂŒstet. Mehr als 1.400 EinsatzkrĂ€fte sicherten die Modemetropole, zahlreiche Luxusboutiquen verbarrikadierten ihre Schaufenster. Neben den Preisen trieben diesmal auch AufrĂŒstung und der Nahost-Konflikt die Menschen auf die StraĂe.
Tirana: Feuer am Ministerium
In der albanischen Hauptstadt protestierten Studenten gegen mutmaĂliche Korruption, Arbeitslosigkeit und miserable Studienbedingungen. Demonstranten bewarfen Polizisten mit Steinen und legten am Landwirtschaftsministerium Feuer. Die Polizei antwortete mit TrĂ€nengas, Wasserwerfern und Gummigeschossen. Seit Wochen gĂ€rt es dort, bereits zuvor waren RegierungsgebĂ€ude in Flammen aufgegangen. Die Forderung der Protestierenden: Der seit 2013 regierende Sozialdemokrat Edi Rama solle zurĂŒcktreten.
Frankreich als Brandbeschleuniger
Der Funke, so scheint es, kommt aus Paris. Medienberichten zufolge gingen in Frankreich am Samstag landesweit mehr als 400.000 Menschen auf die StraĂe, abends folgten erneut PlĂŒnderungen und rund 1.000 Festnahmen. Schon nach den Unruhen vom 17. Oktober soll es etwa 2.500 Festnahmen gegeben haben. Premierminister SĂ©bastien Lecornu hatte daraufhin lokale Ausgangssperren angekĂŒndigt.
Man muss die Gewalt nicht entschuldigen, um ihre Ursachen zu sehen. Explodierende Mieten, wackelnde Rentensysteme, Staaten, die sich immer tiefer verschulden: Viele junge EuropĂ€er haben offenbar das Vertrauen verloren, dass sich Leistung noch lohnt. Das ist ein Armutszeugnis fĂŒr eine Politik, die jahrelang Geld verteilt hat, das sie gar nicht hatte.
Und Deutschland?
Wer glaubt, das alles sei weit weg, macht es sich zu bequem. Auch hierzulande steigen die Mieten, und die Rentenkasse Ă€chzt. Gleichzeitig tĂŒrmt die GroĂe Koalition mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen neue Schulden auf, fĂŒr die kĂŒnftige Generationen geradestehen mĂŒssen.
Soziale Unruhe, wachsende Staatsschulden und schwindendes Vertrauen in Institutionen sind historisch genau das Umfeld, in dem sich Sparer nach StabilitĂ€t umsehen. Physisches Gold und Silber haben in solchen Phasen ĂŒber Jahrhunderte ihren Wert als Krisenschutz bewiesen und können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen eine sinnvolle ErgĂ€nzung sein.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte eigenstĂ€ndig recherchieren und trĂ€gt fĂŒr seine Anlageentscheidungen selbst die Verantwortung.
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