
EU-Kommission plant Zwangsvorsorge nach US-Vorbild – droht deutschen Sparern das nächste Desaster?
Die Brüsseler Eurokraten haben wieder einmal einen Plan ausgeheckt, der tief in die Taschen der Bürger greift. Diesmal soll es an die private Altersvorsorge gehen – und zwar zwangsweise. Die EU-Kommission empfiehlt allen Mitgliedsstaaten, ihre Bürger automatisch in private Rentensysteme einzuzahlen. Was als wohlmeinende Fürsorge verkauft wird, könnte sich als nächster Griff in die Geldbeutel hart arbeitender Menschen entpuppen.
Das amerikanische Vorbild – ein Spiel mit dem Feuer
Als Blaupause dient ausgerechnet das US-amerikanische 401(k)-System. Dabei wird den Arbeitnehmern automatisch ein Teil ihres Gehalts abgezogen und in Finanzprodukte investiert. Die Erfolgsgeschichten klingen verlockend: Etwa 200.000 Amerikaner hätten es geschafft, über eine Million Euro anzusparen. Doch die Realität sieht anders aus: Der Median liegt bei gerade einmal 187.000 Euro beim Renteneintritt. Die Hälfte der 70 Millionen Teilnehmer hat sogar noch weniger.
Besonders pikant: Die Amerikaner müssen durchschnittlich 7,7 Prozent ihres Gehalts zusätzlich zu den regulären Rentenbeiträgen abdrücken. Für Geringverdiener, die ohnehin jeden Euro zweimal umdrehen müssen, könnte das den finanziellen Ruin bedeuten. Doch das scheint die Brüsseler Technokraten wenig zu kümmern.
Polens riskantes Experiment als Vorbild für Europa?
Polen prescht bereits vor. Die Regierung um Donald Tusk plant ein "Persönliches Investitionskonto", auf dem die Bürger steuerfrei für die Rente sparen können – allerdings nur bis 23.000 Euro. Darüber hinaus wird wieder kräftig zur Kasse gebeten: 0,8 bis 0,9 Prozent jährliche Steuer fallen dann an. Ein weiteres Beispiel dafür, wie der Staat seine Bürger erst lockt und dann abkassiert.
Auch Schweden wird als leuchtendes Beispiel präsentiert. Dort zahlen Arbeitnehmer zusätzlich zu den 16 Prozent Rentenbeiträgen noch einmal 2,5 Prozent in eine Kapitalmarktrente ein. Wer sich nicht aktiv für einen Fonds entscheidet, dessen Geld wandert automatisch in den staatlichen Rentenfonds. Eine Zwangsbeglückung, die den mündigen Bürger entmündigt.
Das deutsche Desaster als Warnung
Wie gefährlich solche Experimente sein können, zeigt ein aktueller Fall aus Deutschland. Zahnärzte in Berlin, Brandenburg und Bremen haben große Teile ihrer Altersvorsorge verloren, weil sich ihr Versorgungswerk mit riskanten Anlagen verzockt hat. Bis zu einer Milliarde Euro – etwa die Hälfte des Anlagevermögens – ging den Bach runter. Die Verantwortlichen hatten in Unternehmen investiert, die pleitegingen oder keine Rendite abwarfen.
Das Perfide daran: Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank hatte sichere Anlagen wie Anleihen unattraktiv gemacht. Das Versorgungswerk musste auf spekulative Investments wie Aktien oder Immobilien setzen, um überhaupt noch Renditen zu erzielen. Ein Teufelskreis, in den nun alle EU-Bürger gezwungen werden sollen.
Die wahren Profiteure stehen schon bereit
Während die EU-Kommission von "nachhaltiger Altersvorsorge" schwadroniert, reiben sich Banken und Fondsgesellschaften bereits die Hände. Millionen neuer Zwangskunden bedeuten Milliardengewinne für die Finanzindustrie. Die Risiken tragen wie immer die kleinen Leute, die keine Ahnung von komplexen Finanzprodukten haben und sich auf vermeintliche Experten verlassen müssen.
Selbst der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber springt auf den Zug auf und spricht von einer "sinnvollen Ergänzung". Die Grünen warnen immerhin vor sozialen Ungleichheiten – ein schwacher Trost für all jene, die am Ende des Monats kaum noch etwas zum Sparen übrig haben.
Zeit für echte Alternativen
Statt die Bürger in riskante Finanzprodukte zu zwingen, sollten wir über bewährte Alternativen nachdenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als krisensichere Wertanlage bewährt. Sie unterliegen keinem Totalverlustrisiko wie Aktien oder Anleihen und sind unabhängig von den Launen der Finanzmärkte. Als Beimischung zu einem ausgewogenen Portfolio bieten sie echten Inflationsschutz und wahren die Kaufkraft über Generationen hinweg.
Die umlagefinanzierte Rente mag ihre Schwächen haben, aber sie bietet wenigstens eine gewisse Sicherheit. Die EU-Pläne hingegen zwingen die Bürger in ein Glücksspiel, bei dem die Bank immer gewinnt. Es wird Zeit, dass sich die deutschen Politiker endlich wieder für die Interessen ihrer Wähler einsetzen, statt jeden Unsinn aus Brüssel abzunicken.
"Die enormen Verluste sind zu großen Teilen auf Missmanagement zurückzuführen, sie zeigen aber auch: Der aktuelle Kapitalmarkt bietet kaum noch sichere Finanzprodukte."
Diese Erkenntnis sollte uns alle wachrütteln. Wenn selbst professionell gemanagte Versorgungswerke sich verzocken können, was passiert dann erst mit den Ersparnissen von Millionen Bürgern, die keine Ahnung von Finanzmärkten haben? Die EU-Kommission spielt hier mit dem Feuer – und wir alle könnten uns daran verbrennen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger muss seine Investitionsentscheidungen selbst treffen und trägt die volle Verantwortung für seine Anlageentscheidungen. Wir empfehlen, sich umfassend zu informieren und gegebenenfalls professionellen Rat einzuholen.

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